Aeschi: Burgäschisee, Moorlandschaft und Kulturerbe

File:Zentralbibliothek Solothurn Ernst Klöti 0700 Aeschi.jpg File:Zentralbibliothek Solothurn Ernst Klöti 0700 Aeschi.jpg Foto: Ernst Klöti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Burgäschisee verbindet in Aeschi Natur- und Kulturgeschichte. Am See sind vier jungsteinzeitliche Pfahlbaustationen bekannt, die zusammen den Zeitraum von 4000 bis 2600 v. Chr. abdecken. Die Pfahlbausiedlung „Burgäschi Ost“ am Burgäschisee in Aeschi gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen.

Geografische Einordnung

Aeschi ist eine politische Gemeinde im Bezirk Wasseramt des Kantons Solothurn in der Schweiz und umfasst die Ortsteile Aeschi, Burgäschi und Steinhof. Südlich von Burgäschi liegt der Burgäschisee. Aeschi hat einen ländlichen Charakter und liegt in einer offenen Landschaft mit Feldern, kleinen Wäldern und sanften Hügeln.

Der Burgäschisee ist 20,7 Hektaren gross und bis zu 30 Meter tief. Am Ufer des Burgäschisees liegen ein kantonales Naturreservat und ein Moorgebiet von nationaler Bedeutung. Der Spaziergang rund um den Burgäschisee führt teilweise durch das Chlepfibeerimoos, das einzige Hochmoor im Kanton Solothurn.

Kultur

Die Überreste der Pfahlbaustation „Burgäschi Ost“ liegen heute größtenteils im Schilfgürtel des Sees und sind nicht zugänglich. Die Kirche St. Anna in Aeschi wurde 1679 als Saalkirche mit eingezogenem polygonalem Chor und Dachreiter neu errichtet. 1683 wurde die Sankt-Anna-Kirche eingeweiht; mit ihrer Einweihung wurde Aeschi eine selbstständige Pfarrei. 1684 wurde die neue Kirche St. Anna von der Pfarrei Kriegstetten getrennt; Aeschi wurde eine eigene Pfarrei.

Die Kapelle St. Maria in Steinhof, Kirchgasse 11, ist ein geschütztes Kulturobjekt von Aeschi. Zum Kulturerbe von Aeschi gehören ausserdem eine um 1100 von den Rittern von Eschee errichtete Burg in der Nähe des Sees, die im 14. Jahrhundert von Truppen der Städte Bern und Solothurn zerstört wurde, sowie die 1683 eingeweihte Sankt-Anna-Kirche.

Unterwegs

Am Burgäschisee ist das Schwimmen wegen des Naturschutzes nur im Strandbad oder am öffentlichen Badeplatz erlaubt. Von Mai bis Oktober darf am Burgäschisee vom Ufer oder von einem Boot aus gefischt werden. Die SchweizMobil-Route „Wasserämter Route Nr. 802“ führt von Solothurn direkt zum Burgäschisee.

Entlang des Ufers des Burgäschisees informieren Tafeln über die Geschichte, Natur und Kultur des historischen Ortes. Aeschi verfügt über zahlreiche Wege für Spaziergänge und Radtouren. Im Restaurant «Seeblick» am Burgäschisee werden frische und saisonale Produkte aus der Region serviert. Die verschiedenen Angebote unterscheiden sich nach erlaubter Tätigkeit, Saison und Strecke; Sie können diese Merkmale getrennt miteinander vergleichen.

Verkehr

Mit dem Bus Nr. 7 von Solothurn in Richtung Herzogenbuchsee erreichen Sie die Haltestelle „Aeschi, SO Kirche“; von dort sind es rund 20 Minuten zu Fuss bis zum Burgäschisee. Regionalbusse verbinden Aeschi mit umliegenden Ortschaften sowie mit den Bahnhöfen in Etziken oder Subingen. Von diesen Bahnhöfen bestehen Verbindungen in Richtung Solothurn, Olten und Bern.

Weitere Seiten zum Wasseramt: Kriegstetten, Horriwil, Subingen, Zuchwil, Bolken, Biberist, Steinhof, Hersiwil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wasseramt.

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