Carasso zwischen Ticino und 7.000 Jahren Geschichte
File:Chiesa di San Bernardo, Monte Carasso - affresco ultima cena.jpg
Foto: Uwe Häntsch via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Carasso-Lusanico ist ein Quartier von Bellinzona am rechten Ufer des Flusses Ticino. Carasso liegt überwiegend am rechten Ufer des Ticino, etwa drei Kilometer nördlich des Zentrums von Bellinzona; das Viertel Prato-Carasso liegt am linken Ufer. In der weitläufigen Zusammenflusszone mit dem Moesano wurden umfangreiche Spuren menschlicher Tätigkeit aus den vergangenen 7.000 Jahren gefunden. Wenn Sie verschiedene Zeitebenen betrachten möchten, lassen sich die Ortslage, archäologische Fundstellen, historische Gebäude und überlieferte Traditionen klar voneinander unterscheiden.
Geografische Einordnung
Carasso verbindet damit eine genau beschriebene Flusslage mit einer vielschichtigen Siedlungsgeschichte. Für weitere Ortsprofile derselben regionalen Ebene stehen Pianezzo, Sementina, Gorduno, Sant'antonio, Arbedo-Castione, Lumino Ti, Gudo Ti und Gnosca zur vergleichenden Orientierung bereit.
Geschichte
Im Jahr 1291 war Carasso eine Nachbarschaft, eine sogenannte vicinia, mit einem Podestà und gehörte im 13. und 14. Jahrhundert der Familie Rusconi. 1907 schloss sich Carasso dem benachbarten Bellinzona an; weiterhin besteht es als eigenständige Bürgergemeinde. Die Casa patriziale a Carasso ist 2026 als Kulturgut der Kategorie B eingestuft.
Archäologie
In Carasso-Lusanico befinden sich Überreste von Dörfern, die mindestens zwei Phasen der Bronzezeit zugeordnet werden. Archäologische Materialien bezeugen dort außerdem eine spätantike beziehungsweise spätrömische und frühmittelalterliche Besiedlung. In der archäologischen Zone Carasso Saleggi befindet sich eine spätrömische Nekropole.
Carasso-Saleggi umfasst Überreste prähistorischer Dörfer aus mindestens zwei Phasen zwischen der jüngeren und der späten Bronzezeit. Zu diesen prähistorischen Überresten gehören Hüttenreste mit Stampflehm- und Schlammböden aus der späten Bronzezeit, auf etwa 1350 v. Chr. datiert. Die Wände bestanden vermutlich aus vergänglichen Materialien auf Pfosten und waren mit sorgfältig ausgeführten Trockenmauern kombiniert. Die unterschiedlichen Epochen und Baumerkmale geben der archäologischen Betrachtung jeweils einen eigenen zeitlichen und materiellen Schwerpunkt.
Kultur und Traditionen
Der historische Palazzo patriziale umfasst zwölf Wohnungen und wurde 1969 nach Entwürfen der Architekten Snozzi und Vacchini errichtet. Das Patriziato di Carasso veranstaltet jeden Winter die „mazza Patriziale“, eine Tradition, die mit den alten Tätigkeiten der Region verbunden ist. Regelmäßig organisiert das Patriziato di Carasso außerdem einen Tag zur Pflege und Reinigung der Weiden.
Landschaft und lokale Erzeugnisse
Die Alpe della Monda liegt in einer besonders eindrucksvollen Umgebung und bietet eine wunderbare Aussicht auf die Gipfel, die das Bellinzonese umgeben. Während des Betriebs können dort hergestellte Milchprodukte vor Ort gekauft werden.
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Wege
Ein Abschnitt des Sentierone liegt im Gebiet Marn.
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