Camorino im Tessin: Hunger Forts, Natur und Kirchen

File:Fortini della Fame (Camorino) I.jpg File:Fortini della Fame (Camorino) I.jpg Foto: WPestana via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Camorino liegt südlich des Zentrums von Bellinzona an der Morobbia und ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin. Erstmals wurde Camorino 1237 im Zusammenhang mit Besitzungen des Kapitels der Stiftskirche San Pietro in Bellinzona erwähnt.

Weitere Ziele: Lumino Ti, Pianezzo, Monte Carasso, Bellinzona, Cadenazzo, Sementina, Isone und Gnosca.

Wandern

Der etwa zweistündige Lehrpfad Hunger Forts folgt in der Gemeinde Camorino einem Abschnitt der Dufour-Verteidigungslinie. Wegweiser und Erläuterungstafeln begleiten die Strecke durch Weinberge und Wälder. Auf dem Weg können Sie fünf Türme aus nächster Nähe sehen: Ai Scarsitt, Ai Munt, Ala Pélera, Al Sass del Camósc und Al Pian di Bur; einige sind Ruinen, andere restauriert.

Die Teleferica Camorino-Monti di Croveggia bringt Fahrgäste von Camorino in etwa zehn Minuten zu den Monti di Croveggia, einem Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Von März bis November ist sie in Betrieb; ihre Kabine bietet Platz für vier Personen. Die Via del Ceneri führt durch Sant'Antonino, Camorino und Giubiasco und kann offiziell bis Bellinzona verlängert werden.

Für Ihre Planung stehen unterschiedliche Zeitformate nebeneinander: ein etwa zweistündiger Lehrpfad und eine Teleferica-Fahrt von etwa zehn Minuten. Auch die Betriebszeit von März bis November gehört zu diesem Vergleich. Die Angaben helfen, kurze und längere Wegbezüge sowie einen saisonal begrenzten Betrieb auseinanderzuhalten.

Die genannten Angebote unterscheiden sich damit deutlich in ihrer zeitlichen Anlage: Der Lehrpfad ist mit etwa zwei Stunden angegeben, die Fahrt mit der Teleferica mit etwa zehn Minuten; die Bahn ist zudem auf vier Personen pro Kabine begrenzt und nur von März bis November in Betrieb. Die Via del Ceneri führt dagegen durch mehrere Orte und kann offiziell bis Bellinzona verlängert werden. So lassen sich Rundgang, Bergfahrt und Ortsverbindung getrennt betrachten.

Natur

Der Parco del Motto Grande in Camorino beherbergt ein Biotop von nationaler Bedeutung. Im Biotop lassen sich Frösche, Kröten, Reiher und weitere Tierarten entdecken.

Kultur

Das Oratorio di San Giulio ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und wurde nach einer Überschwemmung 1864 etwas weiter nördlich wiederaufgebaut. Seine Fassade ist mit drei Gemälden geschmückt, die Episoden aus dem Leben des Heiligen Julius darstellen. Im Oratorio befindet sich ein Altarbild aus dem 16. Jahrhundert, das die Madonna mit dem Kind zwischen den Heiligen Julius und Lucia zeigt.

Das Oratorio di Santa Maria Annunziata ist ein einschiffiger Barockbau und wurde bereits 1636 in Dokumenten erwähnt.

Zur sakralen Überlieferung Camorinos zählt auch die Pfarrkirche San Martino. Der heutige Bau der Chiesa di S. Martino stammt aus dem Jahr 1888; ihr Glockenturm stammt aus dem 16. bis 17. Jahrhundert. Das Portal besteht aus Castione-Stein und trägt die Jahreszahl 1553. In der Chiesa di S. Martino wird ein Prozessionskreuz aus dem 15. Jahrhundert aufbewahrt.

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