Monte Carasso: Kultur, Schluchten und Wanderwege im Tessin
File:Convento delle agostiniane a Monte Carasso, progetto di Luigi Snozzi, veduta della piazza 01.jpg
Foto: Flautor via Source, CC0
Lage und Geschichte
Monte Carasso ist ein Ortsteil der Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin; bis zum 1. April 2017 war der Ort eine selbstständige politische Gemeinde. Monte Carasso liegt westlich von Bellinzona am Ausgang des tief eingeschnittenen Sementinatals, am rechten Ufer des Tessins in der Magadinoebene. Das ehemalige Gemeindegebiet erstreckte sich vom Tessin auf 222 m Höhe im Süden bis zur Cima d’Erbea auf 2.338 m Höhe im Norden.
Weitere Ortsseiten: Camorino, Bellinzona, Cadenazzo, Pianezzo, Giubiasco, Gorduno, Isone, Sementina.
Kultur und Geschichte
Die Kirche San Barnárd gehört im Raum Bellinzona zum engen Kreis der Denkmäler von nationaler Bedeutung der Kategorie A. Ihre ältesten Fresken, darunter die Madonna del Latte und der San Cristoforo, stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Kirche ist mit der Seilbahn oder zu Fuß erreichbar und liegt etwa 15 Gehminuten von Curzútt, der ersten Station der Seilbahn Monte Carasso–Mornera, entfernt.
In Monte Carasso gibt es einen architektonischen Rundgang, der die bedeutendsten Eingriffe aus den dort angewandten neuen Planungskonzepten veranschaulicht. Das Projekt von Monte Carasso erhielt 1993 den Wakker-Preis. Zu den mit Monte Carasso verbundenen Bauwerken gehören das Augustinerinnenkloster und die Kirche Santi Bernardino e Girolamo. Ebenfalls mit dem Ort verbunden sind die Kirche Santissima Trinità und die Befestigungsanlagen Fortini della Fame.
Die archäologische Zone Puncètè war wahrscheinlich bereits um das Jahr 1000 besiedelt. Die Siedlung bestand aus etwa zwanzig Gebäuden; nur die „grà“ ist erhalten geblieben. Im Rahmen der Aufwertung von Puncètè wurden die Ruinen gesichert, die erhaltene „grà“ restauriert und die umliegende Kulturlandschaft mit Terrassen, Begrenzungsmauern und Kastanienhainen aufgewertet.
Wanderwege und Brücken
Die tibetische Brücke Carasc ist 270 m lang und ermöglicht die Überquerung des schwierigen Tals zwischen Monte Carasso und Sementina, das die Gemeinden Monte Carasso und Sementina voneinander trennt. Sie verbindet Curzútt und S. Bernardo mit der Via delle Vigne und ermöglicht Wanderungen. Für Ihre Planung bieten Wegverlauf, Schwierigkeitsstufen und erforderliche Ausrüstung unterschiedliche Vergleichspunkte für die Tagesgestaltung.
Für die Tagesgestaltung lassen sich die Wege anhand ihrer Streckenführung, der genannten Höhenlage, der unterschiedlichen Routenschwierigkeiten und der erforderlichen Ausrüstung auseinanderhalten. Damit bleiben Wanderung, Brücke und Klettersteig als klar unterscheidbare Angebote innerhalb des örtlichen Wegenetzes erkennbar.
Die Wanderung von Mornera nach Albagno führt am kleinen Teich Pian di Nar vorbei und erreicht die Capanna Albagno UTOE auf 1.864 m Höhe. Die Via Ferrata dei Tre Signori liegt im Gebiet Sasso Torrasco zwischen Mornera und Albagno, in der Sementina-Schlucht, mit Blick zur Magadinoebene. Sie besteht aus drei Routen unterschiedlicher Schwierigkeit, die durch eine schwebende Hängebrücke verbunden sind. Für die Via Ferrata dei Tre Signori werden ein Helm sowie ein Klettersteigset mit Gurt und Verbindungsmitteln benötigt.
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