Magadino: Auenlandschaft, Kultur und Geschichte
Magadino im Tessin
Magadino ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin und war bis zum 24. April 2010 eine selbstständige politische Gemeinde. Der Ort liegt auf 199 Metern über dem Meeresspiegel; der Höhenbereich reicht von 193 bis 1.521 Metern.
Weitere Orte im gleichen Zusammenhang sind Cugnasco-Gerra, Gordola, Losone, Borgnone, Ronco Sopra Ascona, Gresso, Sant'abbondio Ti und Vogorno.
Naturraum Bolle di Magadino
Die Bolle di Magadino sind ein kantonales Naturschutzgebiet und gehören zu den neun Schweizer Auenlandschaften von internationaler Bedeutung. Entlang ihrer Wege gibt es mehrere Türme und Beobachtungspunkte zur Beobachtung von Tieren.
Die geschützte Zone kann auf Lehrpfaden selbstständig oder in Begleitung besucht werden, ohne ihre natürlichen Bewohner unnötig zu beeinträchtigen oder zu stören.
Wege durch die Landschaft
Der Vita-Parcours Bolle di Magadino ist 3,46 Kilometer lang und umfasst 15 Stationen für körperliche Aktivitäten in Lischetto, Isola del trodo und Sonetto im Parco delle Bolle di Magadino. Für die Übungsstationen verwendet der Parcours Holzkonstruktionen, die mit der Fondazione Bolle di Magadino abgestimmt wurden, um eine Beschädigung des geschützten Gebiets zu vermeiden.
Die Beschilderung des Vita-Parcours besteht aus Informations- und Lehrtafeln auf Holzträgern. Der Abschnitt Magadino–Cadenazzo gehört zum Lehrpfad „Tra monti e lago“, beginnt im Gemeindpark Meschini in Magadino und steigt in Richtung Orgnana an. Auch der Abschnitt San Nazzaro–Magadino gehört zu diesem Lehrpfad.
Die Route Magadino–Quartino–Magadino führt an der Mündung des Ticino und an den Bolle di Magadino entlang und vermittelt interessante Informationen über die örtliche Flora und Fauna. Die unterschiedlichen Wegformen und Themen geben Ihnen eine klare Grundlage, wenn Sie Naturbeobachtung, körperliche Aktivität oder erklärende Inhalte gegeneinander abwägen.
Kultur und Geschichte
Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten in Magadino zählen die Pfarrkirche San Carlo Borromeo und die Villa Ghisler. Die Kirche San Carlo Borromeo wurde 1846 fertiggestellt; ihr Glockenturm wurde später ergänzt. In der Kirche ist ein Fresko des Malers Riccardo Seewald aus dem Jahr 1940 zu sehen. Sie beherbergt außerdem das internationale Orgelfestival, das seit 1963 jedes Jahr stattfindet.
Das Museo Forte Olimpio ist ein Militärmuseum im historischen Forte Olimpio, das im Inventar der geschützten Kulturgüter eingetragen ist und im Parco delle Bolle di Magadino liegt. Das Museum zeigt Schweizer Militärsammlungen, militärische Gegenstände, Uniformen und Waffen. Besichtigungen im Inneren finden immer geführt statt.
Magadino wurde erstmals 1254 in Verbindung mit mittelalterlichen Lehensrechten erwähnt, die die Bischöfe von Como den Capitanei von Locarno übertrugen. Die Sperrstelle Magadino-Gordola umfasste Befestigungen zwischen Magadino und Quartino, die während des Ersten Weltkriegs errichtet und während des Zweiten Weltkriegs ausgebaut wurden.
Gemeinsame Unternehmungen
Die Pista Gokart Locarno-Magadino bietet sich für Gruppenaktivitäten wie Teambuilding, Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede, Geburtstage, Nachmittage mit Freunden und Schulausflüge an. Für Kinder gibt es separate Minikarts mit 97 cm³ und 2,5 PS; sie erreichen höchstens 40 km/h und fahren zu eigenen Zeiten ohne Erwachsenen-Karts.
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