Mergoscia – Aussicht, Kastanienhaine und Kirchenkunst

File:Mergoscia (TI).jpg File:Mergoscia (TI).jpg Foto: Jérémy Toma via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Landschaft

Mergoscia liegt im unteren Verzascatal an der westlichen Talflanke oberhalb des Stausees Lago di Vogorno. Die Ortslage verbindet damit eine Talflanke mit dem Blick über einen Stausee. Vom Aussichtspunkt in Mergoscia reichen die Ausblicke auf Mergoscia, den Lago di Vogorno, den Lago Maggiore, den Monte Tamaro und den Pizzo di Vogorno.

In Mergoscias terrassiertem Kastanienhain sind einige Kastanienbäume mehrere hundert Jahre alt. Ein Teil des Kastanienhains wird seit 2006 wieder bewirtschaftet. So gehören sowohl alte Bäume als auch die fortgesetzte Pflege der Terrassen zum überlieferten Landschaftsbild des Ortes.

Der Themenwanderweg führt durch Kastanienhaine und unter terrassierten Trockenmauern hindurch. Auf der Route befindet sich vor Perbioi ein wiederhergestelltes Feuchtgebiet. Vor Perbioi steht ein Kastanienbaum, der nach Einschätzung eines örtlichen Experten 600 oder 700 Jahre alt sein kann. Der Weg verbindet dabei die Haine mit den Trockenmauern und den genannten Landschaftselementen entlang der Route.

Der Aussichtspunkt und der Themenwanderweg setzen unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb derselben Landschaft: Der eine bündelt den weiten Blick, der andere ordnet mehrere Elemente entlang einer Route. Für die Tagesgestaltung lässt sich so zwischen einem einzelnen Aussichtsort und einem Weg mit mehreren beschriebenen Stationen unterscheiden. Das macht die beiden Landschaftszugänge auch für eine ruhige, schrittweise Planung übersichtlich, ohne ihre jeweiligen Inhalte gleichzusetzen.

Anreise

Mergoscia wird von der FART-Linie 312 auf der Strecke Locarno–Orselina–Mergoscia bedient. Die Zufahrt nach Mergoscia führt über Contra und nicht wie bei den übrigen Dörfern im Verzascatal über Gordola. Öffentlicher Verkehr und Straßenroute sind damit als zwei unterschiedliche Anreiseangaben zu betrachten.

Die beiden Angaben markieren unterschiedliche Wege nach Mergoscia: Die FART-Linie beschreibt die öffentliche Verbindung, die Zufahrt den Verlauf über die Straße. Wer zwischen diesen Angaben unterscheidet, erhält eine klare Orientierung über die Anreise, ohne die Linienführung des öffentlichen Verkehrs mit der Straßenroute gleichzusetzen.

Ergänzend führen Ortsseiten im Tessin zu Magadino, Minusio, Lavertezzo, Verscio, Vergeletto, Onsernone, Cavigliano und Locarno.

Kultur und Geschichte

In Mergoscia steht die Pfarrkirche Santi Carpoforo e Gottardo. Zu ihrem Vorplatz gehören ein Glockenturm aus dem Jahr 1697 und ein Beinhaus aus dem Jahr 1733. In der Kirche befindet sich ein spätgotisches Fresko der stillenden Jungfrau Maria mit dem von den Heiligen Antonius dem Großen und Gotthard umgebenen Kind. Kirche, Vorplatz und Ausstattung zeigen dabei unterschiedliche zeitliche und gestalterische Ebenen.

Das Oratorio Madonna di Re wurde 1874 von den Bewohnern des Ortsteils Lissoi erbaut. In seinem Inneren befindet sich eine kunstvoll geschnitzte Holzstatue, die von einem örtlichen Künstler geschaffen wurde.

Mergoscia wurde erstmals 1061 erwähnt; die überlieferte Kopie stammt aus dem Jahr 1402. Die Ortsgeschichte umfasst damit sowohl die frühe Erwähnung als auch die spätere überlieferte Textgrundlage.

Erlebnisse

Neben den Landschafts- und Kulturthemen organisiert Marika Neveri in Mergoscia ein Erlebnis mit Alpakas und Lamas.

Unterkünfte in Mergoscia vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Locarno.

Anzeige
Anzeige
Anzeige