Breno im Alto Malcantone: Kastanienwege und Dorfgeschichte
Breno liegt auf einem Plateau am Fuß des Monte Torri im Alto Malcantone. Schon bei der Anfahrt eröffnet sich ein Panorama aus Wäldern und Lichtungen des Alto Malcantone. Im Ort prägen enge Gassen, blumengeschmückte Fassaden und romantische Bögen den Dorfcharakter. Die Kirche San Lorenzo – die Pfarrkirche San Lorenzo – ist bereits für das Jahr 1233 belegt und überragt das Dorf.
Die Route Sulla Via degli alpeggi N3 führt vom Monte Lema über die Alpe di Mageno nach Breno. In der interaktiven Karte ist die Haltestelle „Paese – fermata Autopostale“ eingetragen.
Wege und Landschaft
Der Sentiero del Castagno ist etwa 15 km lang und verfügt über sieben markierte Lehrpunkte zur Kastanienkultur sowie zur Verarbeitung und Nutzung von Kastanienholz, Kastanien und ihren Erzeugnissen. Der Weg führt durch die fünf Dörfer des Alto Malcantone, durch Kastanienhaine und Birkenwälder, an Bächen entlang und über Wiesen. Die unterschiedlichen Wegverläufe und die ungefähre Länge helfen Ihnen, Strecken nach Thema und gewünschtem Umfang zu vergleichen.
Eine Wanderroute von Miglieglia nach Breno führt durch dichten Wald zur Magliasina und anschließend bergauf in Richtung Breno. Die Joggingroute Malcantone verläuft zunächst über eine unbefestigte Straße, erreicht Breno über die Felder und umfasst einen Abschnitt auf einem Wanderweg durch den Wald, der zum Maglio del Malcantone führt.
Auf der Wanderung Le selve dell’Alto Malcantone kann man durch enge, mit Naturstein gepflasterte Gassen gehen. Entlang des Wanderwegs liegt die Fontana dell’Asino; der Weg führt weiter in die Kastanienhaine.
Kastanienlandschaft
Ein thematischer Waldweg in Breno führt durch den Wald auf den Spuren der Kastanienlandschaft durch die Region und erschließt diese Landschaft. Die Mountainbike-Route Castagno Bike (SchweizMobil 355) umfasst den Abschnitt zwischen Arosio und Breno. Auf diesem Abschnitt informieren Tafeln über Kastanienhaine, die Verarbeitung von Kastanienholz und Kastanien.
Die Alpe di Mageno gehört dem Patriziato di Breno und stellt vor Ort Käse her. Zwischen Mugena und Vezio zeigt ein steinernes Metato, auch Grà genannt, die traditionelle Trocknung und Haltbarmachung von Kastanien.
Kultur und Geschichte
San Lorenzo wurde Ende des 16. Jahrhunderts wiederaufgebaut und später, im Jahr 1852, erweitert. Zwei Kapellen in San Lorenzo sind mit Stuckarbeiten von Pietro Sartori aus Vezio aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet. Das Oratorio di San Rocco steht auf dem Kirchplatz der Kirche San Lorenzo und entstand im 16. Jahrhundert.
Die 1883 gegründete Zeichenschule war die bedeutendste der im 19. Jahrhundert in Breno entstandenen Institutionen. Bei Breno (Tavaron) befinden sich die Ruinen einer mittelalterlichen Burg. Bei Tortoglio erinnert eine kleine Kapelle an die Versöhnung zweier Dörfer im Jahr 1907.
Ergänzend stehen Ortsseiten zu Massagno, Cadro, Capriasca, Brusino Arsizio, Collina D'oro, Miglieglia, Sessa und Magliaso bereit.
Lokale Tradition
Kastanien haben die Familien im Tessin jahrhundertelang ernährt. Heute gehören Kastanienprodukte und Kastanienhaine, in denen man spazieren kann, weiterhin zur dortigen Tradition.
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