Morcote am Luganersee – Kultur, Wege und Hotels
Seeufer und historisches Ortsbild
Morcote liegt am Ufer des Luganersees und verbindet ein Ortsbild aus engen Gassen, historischen Gebäuden, Arkaden von Patrizierhäusern und architektonischen Denkmälern mit üppiger subtropischer Vegetation. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso, die Scala Monumentale und der Torre del Capitano. Morcote bietet Ausblicke auf die Piazza Grande und die Kirche Santa Maria del Sasso sowie Sonnenuntergänge über Porto Ceresio. Die monumentale Treppe hat 404 Stufen und bietet eine der weitreichendsten Aussichten der Gegend.
Gärten, Kunst und Geschichte
Der Parco Scherrer ist ein botanischer Park mit beispielhaften Gebäuden aus verschiedenen Teilen der Welt, die durch Wege miteinander verbunden sind. Als historischer Garten entstand er zwischen den 1930er-Jahren und 1956; gestaltet sind dort Bezüge zur klassischen, ägyptischen, indischen, orientalischen und islamischen Kultur. Der Park gilt als Ort für entspannte Spaziergänge. Die Überreste der Burg von Morcote stammen vermutlich aus dem 12. Jahrhundert.
Der monumentale Friedhof von Morcote trägt den Beinamen „kleines Staglieno“, der auf sein reiches künstlerisches Erbe verweist. Am Grab von Carlo Bombieri auf dem monumentalen Friedhof steht eine Bronzeskulptur von Henry Spencer Moore. Morcote ist im Eidgenössischen Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet.
Kirchen und historische Bauwerke
In der Kirche Santa Maria del Sasso gibt es Fresken aus verschiedenen Epochen, eine illusionistische Kuppel und eine Orgel aus der Zeit um 1700. Die heutige Kirche wurde zwischen 1462 und 1478 an der Stelle einer früheren Votivkapelle erbaut. Die Kapelle Sant’Antonio da Padova ist ein barocker, 1676 errichteter oktogonaler Bau mit einem Vorbau aus dem 18. Jahrhundert, Stuckarbeiten im Chor von 1682 und Fresken von Giovanni Carlone.
Der Palazzo Paleari wurde 1483 erbaut, 1661 umgestaltet und erhielt in diesem Jahr eine Fassadendekoration aus Stuck von Abbondio Paleari. Die Kirche des Heiligen Antonius des Großen wurde um 1300 neben dem von einem Antonianerorden aus Wien errichteten Kloster erbaut. Der Turm von Morcote ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Architektur im Ort und stammt aus dem Jahr 1249.
Der Glockenturm wurde 1532 von den aus Morcote stammenden Künstlern Rossi und Paleari im romanischen Stil entworfen und 1729 durch einen oktogonalen Aufbau und eine Kuppel vollendet. Die Kirche wurde zwischen 1548 und 1553 nach mehreren Entwürfen von Arturo Maspoli erbaut. Die Maurerarbeiten und Dekorationen der Kirche wurden vollständig von Einwohnern Morcotes freiwillig ausgeführt. Die Kirche wurde dem Schutzheiligen der Pestopfer geweiht.
Wege mit unterschiedlichem Verlauf
Morcote bietet einen Spaziergang am Seeufer sowie zahlreiche Wege, die im historischen Ortskern beginnen und über steinerne Treppen ansteigen. Oberhalb des Ortskerns führen Wege durch die Kastanienwälder des Monte Arbostora; außerdem gibt es einen sanften Weg nach Torello und einen steilen Anstieg zur Alpe Vicania.
Der Panoramaweg vom San Salvatore nach Morcote führt an den See in Morcote und ist 10 Kilometer lang; die angegebene Dauer beträgt drei Stunden. Der Weg über den San Salvatore nach Morcote kann mit der Standseilbahn von Lugano-Paradiso nach San Salvatore begonnen und ab Morcote mit Bus oder Schiff abgeschlossen werden. Die verschiedenen Weglängen, Untergründe und Verkehrsmittel lassen sich so getrennt in die eigene Planung einordnen.
See, Strände und Entdeckungen
Im Gebiet Arbostora gibt es öffentliche, frei zugängliche und ausgestattete Strände, an denen man sich sonnen oder im Luganersee baden kann. Der größte und am besten ausgestattete Strand liegt im Gebiet Burò beim Gemeindehafen; dort gibt es auch eine Snack-Bar für Getränke und kleine Imbisse. Der historische Ortskern von Morcote ist über den See erreichbar; dafür stehen Besuchern zahlreiche Stege zum Anlegen zur Verfügung.
Am Steg gegenüber der Piazza Granda gibt es einen Fotopunkt der Grand Tour of Switzerland, der 360-Grad-Aufnahmen ermöglicht. Bei Swing the World können Besucher schaukeln und dabei die Kirche Santa Maria del Sasso sowie den Luganersee betrachten; dazu läuft Rockmusik.
Messaggeri di Morcote ist ein interaktives Abenteuer im Freien durch die Straßen, Gassen und sehenswerten Winkel von Morcote, bei dem versteckte Hinweise, geheimnisvolle Begegnungen und Rätsel eingesetzt werden. Das Abenteuer dauert etwa zwei Stunden und führt auf einer einfachen, zugänglichen Strecke vom Seeufer bis zur Kirche und anschließend wieder durch das Ortszentrum.
Zur weiteren Ortsauswahl gehören Muzzano, Caslano, Bedigliora, Cadempino, Bioggio, Astano, Mezzovico und Porza.
Il Percorso Incompiuto ist eine dauerhafte Schatzsuche von Tesori del Ticino im Parco Scherrer in Morcote.
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