Astano zwischen Seen, Berglandschaft und Tessiner Geschichte

File:Astano-Casaforte-2017.jpg File:Astano-Casaforte-2017.jpg Foto: Galbirona via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Landschaft und Lage

Astano liegt zwischen dem Luganersee und dem Lago Maggiore auf einer etwa 630 Meter hohen Südhangterrasse, am Fuß des wasserreichen Rogöriahanges, unterhalb des Monte Lema und an der schweizerisch-italienischen Grenze. Das besonders milde Klima Astanos hat dazu beigetragen, dass der Ort zu einem geschätzten und bekannten Reiseziel wurde. Zur weiteren Berglandschaft von Astano gehört der Monte Rogoria, auch Monte Rogorio oder Motto Croce genannt, mit einer Höhe von 1.184 Metern über dem Meeresspiegel.

See und Wege

Der Laghetto di Astano ist eine der touristischen Attraktionen des Malcantone. Am Laghetto di Astano gibt es eine kleine, im Grünen gelegene Badeanlage. Außerdem kann man dort Sportfischen und die Ausrüstung vor Ort mieten. Der Wanderweg Monte Lema – Astano führt vom Gipfel des Monte Lema hinunter bis nach Astano. Zunächst verläuft er über Weiden; der Passo di Monte Faeta/Forcola liegt fast auf halber Strecke, und im zweiten Abschnitt durchquert der Weg ein Waldgebiet. Der Weg verbindet damit zwei deutlich unterschiedliche Abschnitte: Auf den Weiden liegt der Passo di Monte Faeta/Forcola fast auf halber Strecke, bevor der zweite Teil durch den Wald nach Astano führt. Für die Einordnung des Weges sind daher sowohl der Ausgangspunkt am Monte Lema als auch der Wechsel von Weideland zu Wald maßgeblich.

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Weitere Orte auf dieser Ebene sind Cadempino, Sessa, Maroggia, Comano Ti, Bioggio, Curio Ti, Carona und Roveredo.

Geschichte und Kultur

Die Ursprünge Astanos reichen etwa bis ins Jahr 1000 zurück. Bereits 1272 gab es in Astano eine Propstei von Brüdern und Schwestern des Ordens der Humiliaten mit einem den Heiligen Antonio und Bartolomeo gewidmeten Oratorium. Astano ist der Geburtsort des Architekten Domenico Trezzini. Im Auftrag von Zar Peter I. wurde Trezzini zum ersten Erbauer und ersten Stadtplaner des heutigen Sankt Petersburg.

Die Chiesa di S. Pietro wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet und ersetzte ein mittelalterliches Oratorium. Ihr Hauptaltar besteht aus Arzo-Marmor, ist mit Intarsien verziert und wurde 1706 von Andrea Manni aus Rovio geschaffen. Das Beinhaus neben der Chiesa di S. Pietro hat ein Piode-Schieferdach und eine von Säulen toskanischer Ordnung getragene Vorhalle; es wird in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert.

Zur Sagra dell’Alambicco gehört ein typischer gastronomischer Service. Die historische Grenzsperranlage «la Ramina» wurde ab den 1890er-Jahren auf italienischem Staatsgebiet errichtet und stand im Zusammenhang mit der Schmuggelgeschichte der Gegend. Historisch war Astano als Tessiner Grenzdorf mit Schmuggel verbunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lugano.

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