Maroggia entdecken: Kultur, Wasser und Geschichte
Maroggia bietet mit dem Lido comunale di Maroggia beaufsichtigtes Baden im Fluss und im See. Auf einer natürlichen Terrasse, umgeben von üppigen Wäldern, steht das Oratorio della Beata Vergine della Cintura; sein 360-Grad-Panorama reicht auf die Berge und den Lago Ceresio.
Unterschiedliche Themen helfen Ihnen, die eigenen Schwerpunkte zu ordnen: Wasser, sakrale Kunst, Ortsgeschichte und Landschaft stehen in Maroggia nebeneinander. Weitere Ortsseiten finden Sie unter Lugano, Pura Ti, Bogno, Origlio, Sonvico, Miglieglia, Porza und Muzzano.
Kultur
Das Oratorio della Beata Vergine della Cintura ist im Schweizer Kulturgüterschutzinventar für Maroggia als Kulturgut der Kategorie B aufgeführt. Am 15. August wird dort das Fest der Beata Vergine della Cintura feierlich begangen. Die Chiesa Parrocchiale Santi Pietro e Paolo wurde ab 1635 errichtet und am 18. Mai 1643 eingeweiht. Ihr Inneres besteht aus einem einschiffigen Kirchenraum mit rechteckigem Presbyterium und zwei Seitenkapellen. Die Stuckarbeiten im Chor und die erhöht angebrachten Statuen der Heiligen Petrus und Paulus schuf Giovanni Antonio Colomba aus Arogno.
Die 2021er Ausgabe der Mostra Triennale di Maroggia wurde von der Gemeinde Maroggia organisiert, fand im Dreijahresrhythmus statt und war ihre dritte Ausgabe. Im selben Jahr verwandelte die Triennale di Maroggia das Gebiet von Maroggia in eine Galerie urbaner Kunst.
Geschichte
Maroggia entwickelte sich als kleines, kompaktes Dorf hinter seiner Pfarrkirche; der kompakte historische Ortskern entstand ebenfalls dort. Die kontinuierliche Besiedlung ist durch Dokumente aus der Zeit um 724 sowie durch weitere Urkunden aus den Jahren 962 und 966 bezeugt. Das Schloss Castellum de Marozia ist für das Jahr 1335 bezeugt; heute sind davon keine Spuren mehr erhalten. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Maroggia bereits in der Antike besiedelt war: Bei Erweiterungsarbeiten an der ehemaligen Villa Petrucci wurden 1906 eine Sandsteinplatte mit nordetruskischem Alphabet und 1926 eine Stele mit römischer Inschrift gefunden. Die Einwohner von Maroggia lebten ursprünglich von der Fischerei und der Herstellung von Holzkohle.
Mulino Maroggia
Das Mulino Maroggia ist ein Familienbetrieb des Mühlengewerbes, der in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts von Michael Stadlin gegründet wurde. Der älteste Teil beherbergte früher die Reismühle, wurde 2017 renoviert und für ein größeres, praktischeres Lager für verpackte Produkte umgestaltet. Zum Mulino Maroggia gehört ein etwa 170 Quadratmeter großer Raum für Besucher und Veranstaltungen.
Natur
Entlang des Torrente Mara zeigen Erläuterungstafeln den Zustand vor und nach den Renaturierungsarbeiten. Die Revitalisierung des Torrente Mara stellte einen ökologischen Korridor zwischen dem Seebereich und dem Val Mara für kleine Land- und Wassertiere wieder her. Zugleich verbesserte sie die landschaftlichen und erholungsbezogenen Qualitäten für die Bevölkerung.
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