Carona zwischen Kirchenwegen und Landschaft
Geografische Einordnung
Carona liegt am Südhang des Massivs Monte San Salvatore auf einer morphologischen Terrasse zwischen 580 und 750 m Höhe. Der Ort blickt auf den Golf von Morcote sowie die Melide-Sattellage. Sein historischer Ortskern weist eine kompakte Struktur mit terrassierten Straßen und Höfen auf, die dem Verlauf der Hänge der Halbinsel Arbostora folgen.
Zum Gebiet von Carona gehören ausgedehnte Laub- und Nadelwaldflächen, historische landwirtschaftliche Terrassen und Wiesenflächen. Die Alpe Vicania liegt in einem auf kommunaler und kantonaler Ebene anerkannten Natur- und Landschaftsschutzgebiet.
Natur
Der Parco San Grato liegt südöstlich von Carona und ist ein botanischer Garten in Höhenlage. Zu seinen Sammlungen gehören Rhododendren, Azaleen und Nadelbäume auf etwa 690 bis 750 m Höhe.
Der Park verfügt über mehr als 5,5 km Wege, die in botanische, entspannungsbezogene, panoramische, künstlerische und märchenhafte Themenbereiche gegliedert sind. Auf dem im Gemeindegebiet von Carona gelegenen Findling am Melide–Carona-Weg sind 50 Schalen, ein Kreuz und zwei Rinnen eingraviert.
Kirchen und Geschichte
Der historische Themenweg Melide–Carona trägt den Namen „Sentiero dei morti“; früher überführten Einwohner von Melide ihre Verstorbenen in Prozession nach Carona. Die Route zwischen Dörfern, Kirchen, Heiligtümern und Wäldern erreicht Carona von Torello aus über einen ansteigenden unbefestigten Weg, der am Heiligtum Madonna d'Ongero vorbeiführt.
Der Sentiero delle 6 chiese beginnt an der Pfarrkirche San Salvatore und endet am Kloster Santa Maria di Torello. Die Pfarrkirche San Giorgio in Carona stammt aus dem 15. Jahrhundert und besitzt ein Chorfresko des Jüngsten Gerichts von Domenico Pezzi.
Das Heiligtum Madonna d'Ongero wurde zwischen 1624 und 1640 an der Stelle einer kleinen Kapelle aus dem Jahr 1515 errichtet. Die Kirche der Bruderschaft Santa Marta in Carona besitzt Fresken aus dem Jahr 1486.
Die Kirche Santa Marta wurde Ende des 17. Jahrhunderts vollständig wiederaufgebaut; das neue Gebäude wurde 1709 fertiggestellt. Die Chiesa di S. Maria Assunta di Torello ist ein romanischer Bau mit einer Fassade aus rotem Porphyrstein und war ursprünglich Teil eines 1389 aufgegebenen Augustinerklosters.
Maria Assunta di Torello ist dauerhaft geschlossen, da sie sich in einem Privathaus befindet; ein Besuch ist nur nach Vereinbarung oder auf Einladung möglich. Am 13. August 1803 richtete die Gemeindeverwaltung von Carona an den Regierungskommissar im Distrikt Lugano einen Antrag auf Aufklärung über das vom Grossen Rat am 10. Juni 1803 erlassene Gesetz zur Organisation der Gemeinden; im Jahr 1803 ersuchte Carona den Regierungskommissar im Distrikt Lugano um Aufklärung über dieses Gesetz.
Zum Distrikt Lugano zählen außerdem Cadempino, Sessa, Caslano, Lamone, Lugano, Pura Ti, Taverne und Morcote.
Freizeit
Der Parco San Grato besitzt einen Freizeitbereich für Kinder jeden Alters mit Schaukeln, Wippen, Rutschen, einer großen multifunktionalen Burg, Geschicklichkeitsspielen, Kletternetzen aus Seilen und einer Seilrutsche.
Die Piscina di Carona verfügt über ein olympisches Schwimmbecken mit einer Größe von 50 × 25 m und einem 10-m-Sprungbrett. Während der Badesaison 2026 ist die Piscina di Carona für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
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