Sommeri entdecken
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Foto: Dietrich Michael Weidmann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Die Geschichte von Sommeri beginnt nicht erst mit neueren Ortsbildern: Sommeri wurde erstmals im Jahr 905 erwähnt und liegt an den Ausläufern des Seerückens nördlich von Amriswil. Die politische Gemeinde und Ortschaft gehört zum Bezirk Arbon im Kanton Thurgau in der Schweiz. In der Kirche St. Mauritius, die dem heiligen Mauritius geweiht ist und aus der Zeit um 700 stammt, begegnen Ihnen frühe Ortsgeschichte und ein Bauwerk aus dieser Zeit.
Geschichte und Kultur
Die dem heiligen Mauritius geweihte Kirche erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die heutige Anlage von St. Mauritius umfasst ein auf 1414 (?) datiertes Kirchenschiff, eine Altarweihe von 1439, eine Sakristei von 1442 und einen Chor vom Ende des 15. Jahrhunderts. St. Mauritius ist rechtskräftig geschützt, als besonders wertvoll eingestuft und im ISOS als schützenswertes Einzelelement verzeichnet.
Auch jüngere Ortsgeschichte gehört zum kulturellen Bild von Sommeri. In der ehemaligen «Strickstube» schufen Anna Schmid und Isa Stähelin 1924 Arbeits- und Beschäftigungsplätze für junge Frauen mit Behinderungen. Die Schriftstellerin Maria Dutli-Rutishauser verwendete Sommeri in mehr als dreißig veröffentlichten Büchern wiederholt als Schauplatz.
Landschaft und Ortsbild
Die Landschaft von Sommeri ist von grünen Wiesen und Hochstammobstbäumen geprägt. Die Ortsteile Nieder- und Obersommeri sind durch markante Riegelhäuser geprägt. Historisch prägten Ackerbau mit Hochäckerlandschaft, Forstwirtschaft, Obstbau, Graswirtschaft, Vieh- und Milchwirtschaft Sommeri; 1852 wurde eine Käserei eröffnet. Für die Einordnung des Ortes gehören damit sowohl die Lage am Seerücken als auch bäuerliche Landschafts- und Wirtschaftsformen zu den konkreten Merkmalen.
Lokale Küche
Zur heutigen kulinarischen Auswahl in Sommeri gehört die Löwen Genossenschaft, die kreative, regionale und saisonale Bioprodukte anbietet. Das Restaurant Linde Sommeri bietet portugiesische und Schweizer Küche an.
Unterwegs rund um Sommeri
Die Etappe E01 der Via Francisca durchquert den Güttingerwald. Beim Verlassen des Waldes ist das Dorf Sommeri mit seinem markant farbigen Kirchturm zu sehen. Der Wandervorschlag «Winterlicher Oberthurgau» führt auf markierten Wegen in Richtung Sommeri und sieht eine kurze Rast beim Mariahüsli vor; anschließend geht es weiter in Richtung Kesswil und Bodensee.
Die beiden beschriebenen Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Via-Francisca-Etappe verbindet die Waldpassage mit dem Blick auf Sommeri, während der Wandervorschlag markierte Wege, den Rastpunkt beim Mariahüsli und die Weiterführung Richtung Kesswil und Bodensee nennt. Beim Lesen der Routenbeschreibung lassen sich daher Wald, Ortsbild, Rastpunkt und Zielrichtung als getrennte Orientierungspunkte erfassen, ohne sie zu einer einzigen Strecke zusammenzufassen.
Für Ihre Planung lassen sich die Routen nach Waldpassage, Rastpunkt und Zielrichtung vergleichen. Beim Mariahüsli gibt es im Wald Spielmöglichkeiten. Zum Mariahüsli gehören eine Feuerstelle und ein Unterstand, die der Waldkorporation Niedersommeri gehören. Reservierungen für das Mariahüsli nimmt die Gemeindeverwaltung Sommeri entgegen.
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