Uttwil hat direkten Zugang zum Bodensee und ist von Obstgärten, Weinbergen und Wäldern umgeben. Zum Ort gehört ein Naherholungsgebiet mit See und Wald. Die Seepromenade eignet sich zum Spazierengehen und Radfahren; an klaren Tagen bietet sie Ausblicke auf die Alpen. Der Zugang zum Bodensee wird mit Möglichkeiten für Wassersport und gemütliche Spaziergänge am Ufer verbunden.
Verbindungen am See
Von Uttwil aus stehen Schiffsverbindungen für Ausflüge zur Verfügung. Zugverbindungen führen nach Romanshorn, St. Gallen und Kreuzlingen. Die Anlegestelle in Uttwil ist 80 Meter lang und 3,5 Meter breit. Die Gemeinde bewirtschaftet ausserdem einen Bootshafen und ein Bojenfeld.
Natur und Wege
Der Eisweiher Uttwil ist ein kommunales Naturschutzgebiet. Im Naturschutzgebiet dürfen die Wege nicht verlassen werden. Am Bodenseeufer entlang verläuft der Gehölzlehrpfad mit Arzneipflanzengarten; er vermittelt Wissenswertes über heimische Bäume und Sträucher. Der Arzneipflanzengarten erläutert die Wirkung und Bedeutung verschiedener Heilpflanzen und ist ganzjährig zugänglich.
Eine Wanderung zur Buschenschenke Chressibuech startet am Bahnhof Uttwil und führt über den Eisweiher sowie durch den Romanshornerwald zur Buschenschenke in Chressibuech. Eine weitere Wanderung durch die Wälder am Bodensee führt von Uttwil Richtung Neuwald durch den Güttingerwald nach Altnau. Unterschiedliche Startpunkte, Verläufe und Ziele helfen dabei, die beschriebenen Wege vor der eigenen Planung klar voneinander zu unterscheiden.
Kultur und Geschichte
Uttwil verfügt über eine gut erhaltene Dorfkirche und traditionelle Fachwerkhäuser. Schloss Uttwil zählt aufgrund seiner geschichtlichen und gestalterischen Eigenschaften sowie seiner herausragenden Stellung im Ortsbild und in der Baugruppe zu den bedeutenden Bauten von Uttwil. Westlich grenzt das Schloss unmittelbar an den Landungssteg, nordöstlich direkt an das Seeufer; zum Gebäude gehört ein umzäunter Garten mit Baumbestand.
Die St.-Adelheidskapelle in Uttwil wird bereits 1276 erwähnt und wurde 1303 zur Wallfahrtskapelle bestimmt. Im Jahr 1524 wurde in Uttwil und den benachbarten Dörfern die Reformationsbotschaft verkündet, woraufhin Zwinglis Lehre einmütig angenommen wurde. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Uttwil durch den Unternehmergeist der Kaufmannsfamilie Dölli zwischen Rorschach und Konstanz zu einem wichtigen Umschlagsplatz für Korn und Salz aus Deutschland.
Auf dem kleinen Platz unter der Kirche ist die «Wacht» bis heute freistehend erhalten geblieben, als wurzelechter Zwergsitz. Eine eigene kulturelle Tradition bilden die Uttwiler Meisterkurse: Sie finden alljährlich im Sommer eine Woche lang mit internationalen Teilnehmern statt, beginnen traditionell mit einem Konzert der Meister und enden mit zwei Abschlusskonzerten der Studierenden. Die verschiedenen Kursstunden in der Kirche, der Seeburg, der Villa Haab und dem Haus Syz stehen unter der Woche interessierten Zuhörern offen.
Die nahe gelegene Altstadt von Arbon gilt als kulturelles Wahrzeichen mit Schloss und Schlossturm.