Chevroux am Neuenburgersee: Natur und Pfahlbauten
File:Dreikantonseck im Neuenburgersee, Portalban FR, Cortaillod NE und Chevroux VD 20240907-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Source, CC BY-SA 4.0
Natur und Wege
Chevroux liegt am Südufer des Neuenburgersees. Im Uferbereich von Chevroux liegen mindestens dreizehn prähistorische Seeufersiedlungsstellen auf einer Strecke von mehr als fünf Kilometern. Der Sentier didactique de Chevroux ermöglicht es, die Naturschutzreserve Grande Cariçaie zu erkunden und Aspekte der älteren und jüngeren Geschichte dieses Ortes kennenzulernen. Sein erster Abschnitt führt vom Ostende bis zur Schutzhütte von Chevroux über etwa 1,3 km und setzt sich anschliessend von der Schutzhütte bis zum Fussballplatz von Chevroux über etwa 800 m fort. Auf jeder Informationstafel des Weges befinden sich QR-Codes, die Smartphone-Nutzern zusätzliche Informationen bieten. Die beiden ungefähren Abschnittslängen lassen sich getrennt betrachten, wenn Sie den Weg in Etappen planen.
Geschichte und Kulturerbe
Chevroux–Village umfasst zwei aufeinanderfolgende Siedlungsphasen, die beide aus dem späten Neolithikum stammen. Die Fundstelle gilt als eine der am besten erhaltenen prähistorischen Seeufersiedlungsstätten im Gemeindegebiet von Chevroux. Bei Chevroux–La Bessime sind archäologische Überreste seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Festland erhalten; sie liegen am Rand des Waldes und des Ufermoors in einem geschützten Naturgebiet. Dort sind zwei aufeinanderfolgende Siedlungsphasen des mittleren Neolithikums sowie eine spätere Siedlungsphase aus der späten Bronzezeit nachgewiesen.
Chevroux–Village und Chevroux–La Bessime eröffnen damit zwei unterschiedlich akzentuierte Blicke auf die Vorgeschichte des Ortes. In Chevroux–Village stehen die zwei Phasen des späten Neolithikums und die besonders gut erhaltene Seeufersiedlungsstätte im Mittelpunkt. Bei La Bessime verbinden sich die seit dem 19. Jahrhundert erhaltenen Überreste auf dem Festland mit Wald, Ufermoor und den nachgewiesenen Phasen vom mittleren Neolithikum bis zur späten Bronzezeit.
Zwei der Pfahlbauten von Chevroux gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Die neolithische Pfahlbausiedlungsstätte von Chevroux ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft. Aus der Stein- und Bronzezeit sind in Chevroux archäologische Überreste und Funde dokumentiert, darunter Feuersteindolche, Steinäxte und geschäftete Sägen.
Die reformierte Kirche von Chevroux, ehemals Saint-Jean-Baptiste, ist als historisches Denkmal geschützt. Sie umfasst eine im 15. Jahrhundert errichtete und Johannes dem Täufer geweihte Kapelle, die zum Chor der heutigen Kirche wurde. Das Kirchenschiff wurde 1678 erbaut und 1788 wiederaufgebaut oder restauriert.
Hafen
Der Hafen von Chevroux verfügt über mehr als 1.000 Liegeplätze und gilt als Europas grösster Hafen in Binnengewässern. In Chevroux gibt es Restaurants mit Fischspezialitäten.
Bei einer Hotelwahl für Chevroux bilden Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen drei getrennte Angaben. Sie können diese Punkte nebeneinander betrachten und den praktischen Rahmen Ihres Aufenthalts festlegen, während die Entscheidung für Natur, Seeufer, Pfahlbauten, Kirche oder Hafen offenbleibt.
Zum übergeordneten Destinationsraum gehören ausserdem Mur VD, Bellerive Vd, Payerne, Corcelles-le-Jorat, Cremin, Vers-Chez-Perrin, Dompierre VD und Cudrefin.
Chevroux wird seit dem 14. Jahrhundert erwähnt.
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