Fey – Weizen, Wege und Geschichte im Gros-de-Vaud
File:Hauptstrasse-Brücke über die Mentue, Fey VD – Montanaire VD 20221007-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Source, CC BY-SA 4.0
Fey liegt auf dem Plateau zwischen der Menthue und ihrem Nebenfluss Sauteru. Überwiegend aus Laubbäumen bestehende Wälder umgeben den Ort und geben der Landschaft einen klaren ländlichen Rahmen.
Landschaft
Zum Wandel dieser Landschaft gehört das ehemalige Moor „Le marais“ von Fey. Es wurde im Zuge von Entwässerungsarbeiten zwischen 1920 und 1922 in gemeinschaftliches Weideland umgewandelt. Nach diesen Arbeiten begannen die Böden von Fey reichlich Weizen, Raps, Sonnenblumen und Zuckerrüben zu erzeugen. Im Sauteruz leben Bachforellen und Elritzen; außerdem beherbergt der Bach zahlreiche Amphibien, darunter Frösche und Molche.
Ein besonderer Bezug zum Getreideanbau zeigt sich am Standort „Le blé, une céréale solaire“. Dabei handelt es sich um eine Feldterrasse mit einem Dach aus Roggenstroh. Für dieses Dach fertigten 100 Freiwillige 1.000 Strohballen an. Anhand von zehn Tafeln erklärt der Standort den Weizenanbau, seine Geschichte und die ihn begleitenden Pflanzen.
Wege
Ein leichter Waldweg führt vom Refuge de Fey nach Remble-d’en-Bas an der Sauteruz und dauert 1,5 Stunden. Größer angelegt ist der Tour du Gros-de-Vaud: Die etwa 70 Kilometer lange, fünftägige Wanderrunde verläuft um Echallens durch Landschaften, Wälder und ländliche Dörfer.
Die fünfte Etappe dieses Rundwegs führt von Froideville nach Fey über 15,7 Kilometer und dauert etwa 4 Stunden und 10 Minuten. Auf der Etappe wird ein Aussichtspunkt mit einer didaktischen Anlage besucht. Bei Fey erklärt ein didaktischer Aussichtspunkt die Geschichte, den Markt und die Verarbeitung des Weizens. Auf dem Weg nach Fey führt die Route über ein großes, von Getreidekulturen geprägtes Plateau und kreuzt erneut den Chemin des Blés. Ein kleiner Holzsteg überquert dabei das Tal, in dem der Botterel fließt.
Auch der Chemin des Blés bindet Fey ein: Die 22 Kilometer lange Etappe Prahins–Echallens umfasst den thematischen Standort von Fey. Durch die Nutzung der LEB in Fey kann diese Etappe verkürzt werden. Für Radfahrer verläuft die als Expertenroute eingestufte Tour „Boucle du Nord et le Sauteruz“ am Sauteruz zwischen Opens, Pailly, Rueyres und Fey.
Geschichte
Die Kirche Saint-Etienne in Fey wird bereits 1166 erwähnt und wurde 1702 wiederaufgebaut. Die Mühle Moulin des Engrins war vom 18. Jahrhundert bis in die 1940er-Jahre als Wassermühle in Betrieb.
Der Ende des 15. Jahrhunderts erbaute Getreidespeicher „Grenier de Fey – Le grenier voyageur“ kehrte 2025 nach Fey zurück. Über Jahrhunderte lagerten Bauern darin Getreide und Saatgut für künftige Ernten. Der restaurierte Speicher zeigt eine Eichenkonstruktion, Pfosten und Restaurierungsdetails, die vom handwerklichen Können früherer und heutiger Kunsthandwerker zeugen.
Lokaler Charakter
L’Atelier Chocolat führt in Fey die handwerkliche Schokoladentradition fort. Dort werden Sorbets aus frischen Früchten aus der Region oder aus Grand-Cru-Schokolade hergestellt. Außerdem veranstaltet L’Atelier Chocolat Schokoladenverkostungen und Workshops zur Schokoladenherstellung.
In den Wäldern in der Umgebung der Gemeinde Fey gelten die Bestände als reich an Steinpilzen und anderen essbaren Pilzen. Im Dorf Fey gibt es eine Metzgerei mit regionalen Spezialitäten, ein Lebensmittelgeschäft und eine Chocolaterie.
Verkehr
Fey liegt seit 1889 an der Eisenbahnlinie Lausanne–Echallens–Bercher.
Weitere Orte im Gros-de-Vaud sind Goumoens-La-Ville, Goumoens-Le-Jux, Oppens, Mex und Montilliez.
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