Aclens entdecken: Dorfcharakter, Weinbau und Geschichte

File:Feldwegbrücke bei Moulin du Choc über die Venoge, Bussigny VD – Aclens VD 20241005-jag9889.jpg File:Feldwegbrücke bei Moulin du Choc über die Venoge, Bussigny VD – Aclens VD 20241005-jag9889.jpg Foto: Jag9889 via Source, CC BY-SA 4.0

Aclens hat seinen dörflichen Charakter bewahrt; Landwirtschaft und Weinbau sind weiterhin präsent. Vorgeschlagen ist ein Spaziergang durch die Weinberge, der anschließend in den Kellern der örtlichen Winzer fortgesetzt werden kann. Zwischen Ortsgeschichte, Vereinsleben und Landschaft ergeben sich dabei unterschiedliche Blickwinkel auf die Gemeinde.

Kultur

Ein markantes historisches Detail befindet sich an der Rue du Village 2: Das Schild des Café de la Charrue steht dort seit dem 15. März 1963 als historisches Denkmal unter Schutz. Auch die Kapelle von Aclens trägt mehrere Spuren ihrer Entwicklung. Sie wurde um 1740 errichtet, 1828 vergrößert und mit einem Glockenturm versehen; seit 1955 ist sie als historisches Denkmal unter Schutz gestellt.

Im tiefer gelegenen Teil von Aclens liegt das Moulin du Choc am Ufer der Venoge. Es wurde bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts erwähnt. Das Gemeindewappen ist blau und zeigt einen goldenen Bienenstock mit einem rot-silbern gestückten Bord. Der Bienenstock symbolisiert die Tätigkeit der Einwohner.

Geschichte

Die Hauptsiedlung von Aclens scheint vor dem 14. Jahrhundert entstanden zu sein. Das Gemeindegebiet war seit der Römerzeit besiedelt; bei En Joux wurden 1984 einige Mauerreste von Wohnhäusern entdeckt. Für das Jahr 1416 ist ein Großbrand überliefert.

Zum Gebiet von Aclens gehörte im Mittelalter das verschwundene Dorf Chibi, in dem sich die Pfarrkirche befand. Das mittelalterliche Dorf Chibi wurde wegen Wassermangels aufgegeben, während das mittelalterliche Dorf Saint-Christophe durch einen Brand zerstört wurde. Ende des 14. Jahrhunderts wurde Aclens von der großen Baronie Cossonay abgetrennt. Aclens wurde zunächst eine Herrschaft von Challant und später eine Herrschaft der Colombier.

Ortsleben

Zum erhaltenen Alltags- und Vereinsleben gehört der Gemeindebackofen. In Aclens befindet sich der derzeit größte noch betriebene Gemeindebackofen des Kantons Waadt. Die Vereinigung Les Z’Amis du Fournil bietet mehrmals jährlich Brot und andere Spezialitäten an. Gegen eine Gebühr von 100 CHF ist der Gemeindebackofen den Einwohnern von Aclens vorbehalten.

Seine Geschichte reicht ebenfalls zurück: Im Jahr 1704 verkaufte Françoise Devillard, die Ehefrau des Richters Olivier Pache am Konsistorium von Aclens, der Gemeinde ein Fünftel des Gemeindebackofens für 250 Gulden. Unterzeichnet wurde der Verkauf von dem Notar De Curniez.

Die Fanfare L’Avenir veranstaltet in Aclens regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen. Der Vide-Greniers findet alle zwei Jahre zu Beginn des Herbstes in der Rue du Village statt. Zu diesem Anlass gehört Musik der Fanfare L’Avenir; Les Z’Amis du Fournil bieten dabei Pizza und andere Spezialitäten an.

Weitere Ortsziele in dieser Auswahl sind Montricher, Morges, Denens, Tolochenaz, Saint-Saphorin-sur-Morges, Saint-Livres, Chigny Vd und Saint-Prex.

Geografische Einordnung

Das Gemeindegebiet von Aclens liegt überwiegend auf einer Hochebene westlich des Gros de Vaud und der Venoge. Die Venoge bildet einen Teil der östlichen Gemeindegrenze und markiert mit 406 Metern den tiefsten Punkt der Gemeinde. Aclens liegt in der Nähe mehrerer Autobahn- und Bahnanschlüsse.

Für den öffentlichen Verkehr verbindet die MBC Morges über Aclens mit Cossonay-Ville beziehungsweise mit Bussigny, gare sud. Postautos bedienen Aclens regelmäßig.

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