Arzier: Jura-Landschaft und Kulturerbe

File:Vue du Lac Léman depuis Arzier 01.jpg File:Vue du Lac Léman depuis Arzier 01.jpg Foto: Shev123 via Wikimedia Commons, CC0

Arzier verbindet die Landschaft des Waadtländer Juras mit einem bedeutenden Zeugnis der Kartäusergeschichte: In einer Lichtung auf dem Gebiet der Gemeinde Arzier-Le Muids befindet sich die Chartreuse d’Oujon, die als älteste Kartause der Schweiz gilt.

Kultur und Geschichte

Die Kartause Notre-Dame d’Oujon wurde 1146 gegründet. Ihre Ruinen bewahren eine vollständige Klosteranlage, die in ihrem mittelalterlichen Zustand erhalten ist; für Besucher sind sie mit Erläuterungstafeln aufbereitet.

Der markierte Chemin spirituel d’Oujon ist für alle offen, führt durch Grundstücke der Gemeinden Arzier-Le Muids und Trélex und greift die historischen sowie spirituellen Verbindungen auf, die im Mittelalter zwischen den Kartäusern und dem damals noch jungen Dorf Arzier entstanden. Der Weg ist 1,50 Kilometer lang.

Die reformierte Kirche von Arzier, ehemals Saint-Antoine, bewahrt Holzarbeiten aus dem 18. Jahrhundert. In Arzier-Le Muids ist sie als historisches Denkmal geschützt.

Landschaft und Natur

Arzier-Le Muids ist eine der 35 territorialen Gemeinden des Parc naturel régional Jura vaudois. Arzier gehört außerdem zu den Waadtländer Gemeinden, die im national bedeutenden Landschaftsgebiet IFP 1022 Vallée de Joux et Haut-Jura vaudois enthalten sind.

Das Gemeindegebiet reicht vom Weiler Le Montant auf 596 Metern bis zum Gipfel des Noirmont auf 1.567 Metern. Arzier liegt am Südhang des Juras unterhalb des Molard, zwischen den Tälern des Ruisseau d’Oujon und des Ruisseau de la Combe, in einer aussichtsreichen Lage rund 500 Meter über dem Seespiegel des Genfersees.

Das Gebiet von Arzier-Le Muids erstreckt sich über einen Abschnitt des Waadtländer Juras, einschließlich der Höhe des Molard, des Bois d’Oujon und des vordersten Kamms der Jurakette. Auf dem Gemeindegebiet liegt der geschützte Naturbereich Creux du Croue. Dabei handelt es sich um eine antiklinale Mulde, die durch die geologischen Schichten der Noirmont-Antiklinale eingeschnitten ist und ein national bedeutendes Hochmoor mit peripherer Entwässerung enthält.

Die bewaldeten Weiden von Arzier-Le Muids prägen eine typisch jurassische Landschaft und bilden ein außergewöhnliches Reservoir der Biodiversität. Vom Bahnhof Arzier reicht der Blick über den See, den Mont-Blanc sowie die Schweizer und französischen Alpen.

Wege und Bahn

Arzier wird von der Eisenbahn NStCM bedient. Der Bahnhof Arzier ist Ausgangspunkt für mehrere Spazierwege. Die Wanderroute De St-George à Arzier führt durch die Gorges de Moinsel und erreicht Arzier.

Der Chemin au Loup beginnt am Bahnhof von Saint-Cergue und führt von dort in Richtung Arzier hinab. Durch den Wald verläuft er zu einem Rastplatz mit Ausblick auf den Genfersee und die Alpen; der Abschnitt zwischen Saint-Cergue und Arzier ist 6 Kilometer lang.

Für Spaziergänge wird in Arzier-Le Muids der Sentier des Toblerones als Idee vorgeschlagen. Der Sentier des Toblerones ist ein historischer Lehrpfad entlang von Befestigungen aus dem Zweiten Weltkrieg mit 3.000 dreieckigen Panzersperren. Er ist ein leichter, 18 Kilometer langer Weg mit Informationstafeln über den Wald, die Baumarten und die Befestigungslinie.

Auch die Wälder von Arzier-Le Muids stehen allen offen; durch die Wälder und Weiden führen Spaziergänge. Die unterschiedlichen Weglängen und Themen – von spiritueller Geschichte über Geologie bis zur Militärgeschichte – helfen Ihnen, die vorhandenen Routen nach Umfang und Schwerpunkt zu vergleichen.

Weitere Orte im gleichen übergeordneten Reisegebiet: Vinzel, Perroy Vd, Grens, Coppet, Bogis-Bossey, Vich, Prangins, Tartegnin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nyon.

Unterkünfte in Arzier vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige
Anzeige
Anzeige