Birgisch zwischen Suonen, Säumerweg und Walliser Geschichte
Birgisch ist ein Ortsteil der Gemeinde Naters im Bezirk Brig, im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Die Hangsiedlung liegt über dem rechten Ufer der Rhône und umfasst zahlreiche Weiler. Bei Birgisch gibt es eine Alpwiese.
Weitere Ziele in derselben Übersicht sind Eggerberg, Simplon Hospiz, Naters, Ried-Brig, Belalp, Rosswald, Mund und Simplon.
Natur und Wege
Die Wanderroute Lötschberg-Südrampe des UNESCO-Welterbes führt von Ausserberg über Eggerberg, Mund, Birgisch und Rossegga weiter nach Naters. Der Wanderweg Lötschberg-Südrampe des UNESCO-Welterbes kann grundsätzlich ganzjährig begangen werden. Der Alte Säumerweg von Naters nach Birgisch bietet Ausblicke auf das Rhonetal, die Belalp und das Simplongebiet.
Die Natur rund um Birgisch lädt zu Wanderungen entlang historischer Bewässerungskanäle, sogenannter Suonen, ein. Die Suonen rund um Birgisch werden von Gletscherbächen gespeist. Eine Wanderung mit dem Namen Birgisch–Geimen–Blindtälli–Blatten bei Naters beginnt am Dorfplatz von Birgisch und endet in Blatten bei Naters. Sie ist 6,65 km lang, weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und dauert etwa 2 Stunden und 20 Minuten. Nahe Moos verläuft sie entlang einer Suone, bevor sie auf den Saumweg führt.
Die Hoffnungspur Naters (Tal) ist eine 3,5 km lange Route mit einer angegebenen Dauer von 1 bis 1,5 Stunden. Als siebte Station umfasst sie die Rektoratskapelle Birgisch. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Zeitangaben helfen Ihnen, Wege mit verschiedenem Umfang miteinander zu vergleichen. Unterhalb des Weilers Bodmuachre liegt das Klettergebiet Birgisch mit einer schwarzen Felswand und drei steilen Routen für athletisches Klettern.
Kultur
Ein Spaziergang durch das alte Dorf von Birgisch führt an traditionellen Walliser Holzhäusern vorbei, die überwiegend aus Lärchenholz gebaut sind. Zum alten Dorf gehören auch Spycher: auf Säulen stehende Vorratsspeicher, die früher zur Lagerung von Lebensmitteln dienten. In Birgisch kann außerdem eine ehemalige Gondel besichtigt werden.
Auf dem sogenannten Kocherbiel bei der Kapelle in Birgisch befinden sich Überreste einer mittelalterlichen Burg. Das Gemeindehaus von Birgisch stammt aus der Zeit um 1550 und wurde 1592 sowie 1920–1921 erneuert. Auf den Alpen von Mund und Birgisch wird nur noch auf Brischern gekäst.
Die Kapelle St. Johannes der Täufer in Birgisch wurde 1687 erbaut und 2011 renoviert. Sie steht für religiöse Feiern zur Verfügung. Die Kapelle ist Johannes dem Täufer geweiht, war 1379 im Besitz der Johanniter und mit einer Einsiedelei verbunden. In ihr befinden sich ein Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert, ein Barockaltar und verschiedene Reliquien aus dem 18. Jahrhundert.
Lebendiges Erbe
Das Projekt «Lebendige Geteilschaften» dokumentiert das immaterielle kulturelle Erbe der Gemeinde Naters, insbesondere in den Dörfern Blatten, Mund und Birgisch. Gesammeltes Wissen, Geschichten und Erinnerungen sowie Fotos, Dokumente und Filme macht das Projekt über ein digitales Museum zugänglich.
Birgisch ist mit dem Zug bis Brig und anschließend mit dem Postauto 624 erreichbar.
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