Ausserberg – Suonen, Kulturweg und Wiwannihorn
Ausserberg liegt auf rund 1000 m ü. M. an der Lötschberg-Südrampe im Oberwallis. Das Gemeindegebiet reicht im Süden bis zum Ufer der Rhone. Zur Gemeinde gehören Bergweiden bei Ausserberg, Hobiel und Leiigru, ausgedehnte Waldflächen sowie die Sömmerungsgebiete Leiggeralpa, Mederbode und Ougstchumma. Das 3000 m hohe Wiwannihorn gilt als Wahrzeichen und höchster Punkt der Gemeinde. Die Einordnung des Ortes reicht damit von der Dorfhöhe bis zum Flussufer und von Weiden und Wäldern bis zu den höher gelegenen Sömmerungsgebieten.
Lage und Orientierung
Ausserberg ist ein Ausgangspunkt der Lötschberger Südrampe und wird täglich mit dem Zug bedient. Weitere Ortsseiten erreichen Sie über Bitsch, Kippel, Blatten, Ferden, Steg, Betten, Bettmeralp und Raron.
Kultur und Geschichte
Die Ausserberger Suonen sind historische Bewässerungsbauwerke mit einer Länge von mehr als 40 Kilometern und erfüllen bis heute eine praktische Funktion. Die Suone Niwärch liefert weiterhin Wasser für das Bewässerungssystem von Ausserberg. Als fester Bestandteil der Walliser Kulturlandschaft dienen die Suonen als Lebensgrundlage für die überwiegend nördlich der Rhone gelegenen trockensten Gebiete.
Der geschichtsträchtige Weg ist seit 1381 ein wichtiger Zugang zum Baltschiedertal. Die Kulturwegwanderung Ausserberg–St. German–Raron findet jedes Jahr am letzten Wochenende im August statt. Das Museum Ausserberg kann im Rahmen einer etwa 1,5-stündigen Führung besichtigt werden; Führungen lassen sich auf Anfrage für 90 CHF pro Einzelperson oder Gruppe organisieren. Für Ihre Planung lassen sich die kulturellen Angebote nach Terminbindung und Dauer unterscheiden. Der Augusttermin des Kulturwegs und die ungefähre Führungsdauer des Museums setzen unterschiedliche zeitliche Rahmen; bei den Museumsführungen kommt die Organisation auf Anfrage hinzu.
Handwerk und Natur
Die Backgruppe „Bielhüs Ausserberg“ bietet gemeinsame Backtage für traditionelles Ausserberger Roggenbrot an. Beim Erlebnis „Roggenbrot backen in Ausserberg“ kneten und formen Besucher Sauerteig und erfahren, wie Roggen angebaut und verarbeitet wird. Zum Erlebnis gehört außerdem eine Verkostung von Walliser Spezialitäten. Handwerk, Landwirtschaft und regionale Küche erscheinen hier in einem gemeinsamen Veranstaltungsformat. Das Erlebnis verbindet gemeinsames Arbeiten am Teig mit Informationen zu Anbau und Verarbeitung des Roggens sowie der Verkostung Walliser Spezialitäten.
Im Heilkräutergarten Ausserberg sind rund 40 Heilkräuter zu besichtigen. Die Naturheilpraktikerin Rita Huwiler Weissen bietet dort mehrere Jahreskurse sowie Heilkräuterwandertage an. Die unterschiedlichen Formate umfassen die Besichtigung von rund 40 Heilkräutern, mehrere Jahreskurse und Heilkräuterwandertage.
Wege und Landschaft
Der Baltschieder Klettersteig liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und in der UNESCO-Welterberegion Jungfrau-Aletsch. Der Klettersteig führt über steile Felsen, Grasbänder und einen spektakulären Felsturm bis zur Wiwannihütte. Die Wegbeschreibung verbindet dabei unterschiedliche Geländeformen mit einem benannten Ziel. Die Abfolge von Felsen, Grasbändern und Felsturm beschreibt den Charakter des Steigs, während die Wiwannihütte als benanntes Ziel den Verlauf abschliesst.
Der Ort Theresia liegt am BLS-Höhenweg, 20 Gehminuten östlich der Pfarrkirche von Ausserberg, auf 1032 m ü.
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