Raron: Kultur, Rilke und Wege im Wallis
Raron verbindet mittelalterliche Baukunst, die Erinnerung an Rainer Maria Rilke und Wege durch die Walliser Landschaft. Besonders markant liegt die Burgkirche St. Romanus am Anfang einer weit ins Tal ragenden Felsnase. Von hier aus erschliesst sich ein Ort, an dem Kulturgeschichte und konkrete Wandererlebnisse eng beieinanderliegen.
Weitere Ziele im Wallis können Sie mit Ferden, Bettmeralp, Bürchen, Eischoll, Mörel, Ausserberg, Bister und Blatten aufrufen.
Kultur und Geschichte
Ab dem 12. Jahrhundert diente die Burg von Raron als Sitz bischöflicher Verwalter. Ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert stammt das Viztumschloss, das 1268 erstmals erwähnt wurde. Es gilt als der besterhaltene und wohl schönste Zeuge romanischer Profanbaukunst im Wallis.
Die Felsenkirche St. Michael wurde 1974 nach dreijähriger Bautätigkeit fertiggestellt. Ihr Kircheninneres wurde im Burghügel künstlich aus dem Fels gebrochen; die Michaelskirche verfügt über 500 Sitzplätze und befindet sich vollständig im Felseninneren.
Auf der Burg zeigt das Museum eine Ausstellung über den Kirchenbauer Ulrich Ruffiner und den Pfarreialltag in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zum Museum gehört ausserdem eine Galerie mit wechselnden Bilderausstellungen zeitgenössischer Künstler. Im Carillon-Erlebnisraum können Besucher selbst zum Glockenspieler werden.
Rilke-Rundweg und Schluchtwege
Das Grab des Dichters Rainer Maria Rilke befindet sich an der Südseite der Burgkirche und wird alljährlich von zahlreichen Verehrern besucht. Der Rilke-Rundweg verbindet Fotografien mit Worten von Rainer Maria Rilke. Siebzehn Bildstationen mit Auszügen aus seinen Gedichten begleiten Besucher von der Felsenkirche über eine befestigte Straße zu seinem Grab an der Südseite der Burgkirche. Der Rückweg führt vom östlichen Friedhofsausgang über einen Naturpfad zurück zur Felsenkirche.
Die Wanderroute durch die Jolischlucht startet in Raron und endet in Niedergesteln. Sie führt über Weiden und die südliche Rampe des Lötschbergwegs in Richtung Bietschbach, bevor sie den Schluchtbereich erreicht. Vom Rhonetal aus ist die Jolischlucht sichtbar; die Route führt über eine 20 Meter hohe Hängebrücke mit Blick in die Schlucht.
Der Abenteuerparcours Bietschtalbrücke startet in Raron oder Sankt German auf 636 Metern Höhe und ist nur mit einem Guide zugänglich. Eine weitere Strecke für aktive Tage ist die Augstbord-Enduro-Route: Sie führt über Eischoll und den Lunggi-Trail, bevor sie nach Raron zurückführt.
Bahnanschluss und Landschaft
Regionalzüge aus Siders oder Brig/Visp fahren zum Bahnhof Raron. Vom Bahnhof Raron führt ein gepflasterter Weg zur Burgkirche.
Für das Projekt des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch war die Gemeinde Raron bereit, einen Grossteil ihres Gemeindeterritoriums zur Verfügung zu stellen. Das Bietschhorn mit dem Bietschtal ist darin ein wesentlicher Bestandteil.
Wein und Walliser Spezialitäten
Das Weinerlebnis bei Raron umfasst eine Weinverkostung. Dabei werden lokale Rebsorten zusammen mit einem Walliser Teller verkostet.
Eine geführte, anspruchsvollere Weinbergwanderung startet in Raron und führt durch den Weinberg.
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