Oberstammheim: Wege, Weinbau und Kulturgeschichte
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Foto: JoachimKohler-HB via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Oberstammheim zwischen Stammerberg und Stammertal
Oberstammheim liegt südlich des Stammerbergs. Die Landschaft des Stammertals ist stark glazial geprägt. Wer einen Ort gern über seine sichtbaren Strukturen erschließt, findet hier mehrere unterschiedliche Betrachtungsebenen: Wege, Rebflächen, landwirtschaftliche Nutzung und historische Bauwerke. Für die Vorbereitung lassen sich diese Aspekte getrennt gewichten, statt sie zu einem einzigen Ausflugsprogramm zusammenzufassen.
Landwirtschaft und Rebbau gehören zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Oberstammheims. Eine besondere lokale Eigenheit ist der Safrananbau: Neben Mund ist Oberstammheim der einzige Ort in der Schweiz, an dem die Gewürzpflanze Safran angebaut wird.
Zwischen der Stammertal-Rundwanderung, dem Weinwanderweg «Stammerberg» und der Galluskapelle liegen in Oberstammheim drei unterschiedliche Zugänge zum Ort: eine Wegfolge durch das Tal, ein Weinbau-Thema und ein historischer Bezugspunkt. Die jeweiligen Angaben zu Strecke, Gehzeit, Wegoberfläche und thematischer Ausrichtung lassen sich getrennt betrachten.
Ergänzend stehen Ortsseiten zu Buch Am Irchel, Laufen-Uhwiesen, Trüllikon, Berg am Irchel, Dorf, Wiler, Feuerthalen und Flurlingen bereit.
Natur und Wege
Die Rundwanderung Stammertal beginnt an der Bushaltestelle Stammheim und führt durch Unterstammheim, Girsberg, Guntalingen, Waltalingen und Oberstammheim. Zwischen den Dörfern verläuft sie an Gemüsekulturen, Hopfenanlagen und Weinbergen entlang und bietet Aussicht auf die umliegenden Dörfer.
Die Rundwanderung Stammertal ist 12 Kilometer lang und über längere Strecken asphaltiert. Für eine nüchterne Tagesplanung stehen hier vor allem Streckenlänge und Wegoberfläche im Vordergrund. Der Weinwanderweg «Stammerberg» ist ein Rundweg, der für Rollstühle und Kinderwagen geeignet ist. Informationstafeln führen dort durch das Rebjahr; die Gehzeit beträgt rund 1,5 Stunden.
Die beiden Wege lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien betrachten: Kilometerzahl, Gehzeit, Untergrund, thematische Ausrichtung und die genannte Nutzbarkeit geben jeweils eine eigene Orientierung. Wer Weinbau und jahreszeitliche Abläufe näher verfolgen möchte, findet auf dem «Stammerberg» die Informationstafeln; wer eine längere Verbindung mehrerer Dörfer sucht, liest die Beschreibung der Stammertal-Rundwanderung als zusammenhängende Wegfolge.
Für die Tagesplanung können diese Merkmale unabhängig voneinander gewichtet werden. Die Stammertal-Rundwanderung ordnet die Wegbeschreibung mehreren Ortslagen und Landschaftselementen zu, während der «Stammerberg» den Weinbau und das Rebjahr thematisch hervorhebt. So bleiben Strecke, Untergrund, Gehzeit und thematische Ausrichtung als getrennte Entscheidungskriterien lesbar.
Kultur und Geschichte
Die Galluskapelle ist das älteste Gotteshaus im Stammertal und steht unter eidgenössischem Denkmalschutz. Besuchern steht sie gewöhnlich offen. Falls die Kapelle verschlossen ist, ist der Schlüssel im benachbarten Mesmerhaus auf dem Buck erhältlich.
Auch der Gasthof Hirschen in Oberstammheim verweist auf eine lange Ortsgeschichte: Er wurde 1684 als Wohnhaus für den sanktgallischen Klosteramtmann Johannes Wehrli erbaut. Der Gasthof zum Hirschen ist seit 1786 ein Gasthaus.
Im Gasthof zum Hirschen gibt es einen stilvoll eingerichteten Hausflur sowie zwei prächtige Turmöfen: einen in der Gaststube und einen im Nebensaal.
Neben der Landschaft gehören auch konkrete Innenräume und erhaltene Bauwerke zu den kulturellen Bezugspunkten Oberstammheims.
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