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Hinwil im Zürcher Oberland: Wege, Natur und Geschichte

Unterkünfte in Hinwil

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hinwil liegt ländlich im Zürcher Oberland und zugleich nahe der Stadt Zürich. Der Ort liegt am westlichen Abhang des 1.115 Meter hohen Bachtels; der Wildbach ist zum Pfäffikersee hin ausgerichtet.

Hinwiler Ried 2 Hinwiler Ried 2 Foto: Fundriver via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 ch

Landschaft

Die Landschaft rund um den Bachtel und den Allmen in den Gemeinden Hinwil, Wald, Dürnten und Fischenthal ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet von kantonaler Bedeutung. In dieser Landschaft kommen bedrohte Tier- und Pflanzenarten der Voralpen vor, darunter Braunkehlchen, der Schlüsselblumen-Würfelfalter, die kurzflügelige Beißschrecke und verschiedene Orchideen. Die geschützte Drumlinlandschaft erstreckt sich von Wetzikon über Hinwil bis nach Dürnten, Gossau und Bubikon. Ein neu angelegter Weg im angrenzenden Wald bietet Einblick in die Hochmoorfläche.

Zum regionalen Zusammenhang gehören auch Bäretswil und Grüningen.

Wandern

Der 3-Wachten-Rundweg ist eine etwa dreieinhalbstündige Wanderung und beginnt an einer Orientierungstafel etwas oberhalb der Post Hinwil. Er überquert die Museumsbahnstrecke Hinwil–Bauma des DVZO. Aus lichten Waldabschnitten bietet der Weg Ausblicke auf Hinwil und bei gutem Wetter auf ein Alpenpanorama; nach der Höi auf 729 Metern eröffnet er den Blick auf den Ringwiler-Weiher und den Bachtel.

Der 7-Riede-Rundweg führt durch die sieben Hinwiler Riede Freecht-, Schweipel-, Chuder-, Oberhöfler-, Schwändi-, Späcken- und Turpenried. VVH-Wegweiser und ein Kleeblatt-Symbol kennzeichnen die Ausschilderung; die Strecke dauert etwa zweieinhalb Stunden und beginnt an der Orientierungstafel beim Wiesli oberhalb der Post.

Eine Rundwanderung von gut drei Stunden ist der 4-Quellen-Rundweg. Er beginnt am TCS-Parkplatz in Girenbad und führt an mindestens vier Quellen vorbei, an denen Wanderer ihren Durst stillen können. Am Weg gibt es verschiedene Grillplätze.

Der Geopfad am Bachtel hat zwei Ausgangspunkte: das Schulhaus Wernetshausen und den TCS-Parkplatz Girenbad. Von dort führt er an neun lehrreichen Informationstafeln vorbei zum Bachtel Kulm.

Eine Winterwanderung von Hinwil nach Feldbach ist knapp 14 Kilometer lang und dauert rund vier Stunden. Sie führt durch eine Drumlinlandschaft und eine vor Tausenden von Jahren entstandene Moorlandschaft mit schützenswerter Fauna und Flora von nationaler Bedeutung. Die Wanderung beginnt in Hinwil; zur Orientierung verweist die Wegführung auf die Wegweiser am Bahnhof.

Geschichte und Kultur

Das Dorf Hinwil wurde 745 unter dem Namen Hunichinwilari erstmals in einer Schenkung an die Abtei St. Gallen urkundlich erwähnt. Die Reformierte Kirche Hinwil ist seit etwa 750 urkundlich erwähnt und wurde auf den Mauerfundamenten einer römischen Villa erbaut.

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Das Ortsmuseum Hinwil macht in einem weitgehend original erhaltenen Flarz-Riegelhaus die Zeit um 1800 erlebbar. Im Webkeller präsentiert es die frühere Heimarbeit; in der Scheune werden bäuerliche Arbeiten im Jahresablauf sowie traditionelle Handwerke wie Tüchelbohren, Wagner- und Zimmermannsarbeiten gezeigt. Im Turpenschopf neben der Scheune werden das Torfstechen und das anschließende Trocknen des Brennstoffs bis zu seiner Verwendung in der Stube dargestellt.

Von März bis Dezember ist das Ortsmuseum Hinwil an jedem ersten Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei. Führungen durch das Ortsmuseum Hinwil und/oder das Schaulager sind nach Voranmeldung jederzeit möglich.

Das Feuerwehrmuseum zeigt verschiedene Feuerlöschgeräte aus älterer und neuerer Zeit. Es befindet sich im Spritzenhaus, das 1864 mit der ersten Saugspritze eingerichtet wurde.

Die Mathis-Orgel in der Reformierten Kirche Hinwil verfügt über eine mechanische Traktur, drei Manuale und ein Pedal, 32 Register sowie mehr als 2.000 Pfeifen. Festlich eingeweiht wurde sie am 17. Juni 1973.

Bahn und Ausblicke

Die von den DVZO-Museumszügen befahrene Bahnstrecke Bauma–Hinwil wurde als Teilstück der früheren Uerikon-Bauma-Bahn erbaut. Die Wagen und Lokomotiven der Museumsbahn stammen aus dem ersten Jahrhundert der Schweizer Eisenbahnen von 1847 bis 1947, überwiegend aus der Zeit um 1900. Eine Fahrt mit den DVZO-Museumszügen auf der Strecke Bauma–Hinwil ist vom Rattern der Räder auf den Schienen, dem Duft warmen Zylinderöls, gelegentlichen Dampfwolken und dem heiseren Lokomotivpfiff geprägt.

Unterwegs

Der Bachtelturm ist ein 75 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Gipfel des Bachtels auf 1.115 m ü. M. im Gebiet der Gemeinde Hinwil; in der Umgebung gehört er zu den Ausflugszielen für Fahrradtouren. Der Ringwilerbach-Wasserfall liegt in Hinwil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zürich.

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