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Fällanden am Greifensee: Natur, Wege und Kultur

Unterkünfte in Fällanden

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Fällanden 677 01.JPG File:Fällanden 677 01.JPG Foto: Ponte1112 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Fällanden verbindet den bewaldeten Naturraum des Jörentobels mit dem Greifensee. Das Jörentobel ist als BLN-Objekt 1408 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet und umfasst in Fällanden 6,4 ha. Im Tobel liegen Hunderte durch die Erosion des Jörenbachs freigelegte Findlinge, darunter der in zwei Hälften gespaltene Verrucano-Block «Blitzstein». Der Wald bildet einen wichtigen Verbindungskorridor für die Tierwelt und bietet der stark gefährdeten Gelbbauchunke (Bombina variegata) einen geeigneten Lebensraum.

Fällanden ist eine politische Gemeinde im Bezirk Uster des Kantons Zürich in der Schweiz. Zur Gemeinde gehören das Dorf Fällanden sowie die ehemaligen Hofsiedlungen Benglen, Pfaffhausen und Neuhausen. Im regionalen Überblick stehen außerdem die Ortsseiten von Schwerzenbach, Volketswil, Maur, Uster, Greifensee, Egg, Dübendorf und Mönchaltorf.

Landschaft und Gewässer

Das Ortszentrum liegt am Hügelfuss auf 453 m Höhe; von dort hat sich der Ort in das flache Glattal und hangaufwärts ausgedehnt. Im Zentrum kreuzen sich die Verkehrswege von Dübendorf nach Maur und von Schwerzenbach nach Zürich. Am Auslauf des Greifensees zwischen Fällanden und Schwerzenbach liegt das denkmalgeschützte historische Glattwehr. Kraftwerkbetreiber bauten es 1891, um den Pegel der Glatt möglichst konstant zu halten; heute begrenzt es den Abfluss aus dem Greifensee und sorgt in Trockenzeiten für höhere Seepegel sowie eine dauerhaftere Wasserversorgung der Glatt.

Natur und Schutzgebiete

Im Gebiet Stocklen rund um die Weiher sind neu entstandene, strukturreiche Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere vorhanden. Die Wiesen der Parzellen 384, 385, 729 und 1877 umfassen insgesamt etwa fünf Hektaren, liegen im kantonalen Schutzgebiet und werden teilweise als Regenerationsflächen für die Rückführung in Moorflächen geführt. Im Naturschutzgebiet am Greifensee sind Baden und Schwimmen zum Schutz der wertvollen Flora und Fauna im Uferbereich nicht erlaubt. Der etwa 18 km lange Rundweg um den Greifensee führt durch das Naturschutzgebiet und entlang von Riedwiesen; unterwegs gibt es Sitz- und Badeplätze, Feuerstellen und Beobachtungsmöglichkeiten.

Wege und Aussicht

Die Route J von Herrenweid nach Stuelen im Gebiet Maur/Fällanden führt über Strassen sowie Wald-, Feld- und Wiesenwege zum Weiler Stuelen und wieder hinunter an den Greifensee. Der Loorenkopf Trail beginnt beim Kirchgemeindehaus Fällanden und führt durch das Jörentobel. Der Aussichtsturm Loorenkopf am Trail bietet einen Panoramablick auf die Stadt und die Alpen. Die Aussichtsplattform des Stocklen-Turms ist über eine Wendeltreppe erreichbar und bietet einen Blick über das Naturschutzgebiet und den Greifensee.

Der Gschichtli-Weg beginnt in der Schulhausstrasse hinter dem Schulhaus Lätten und führt als 2,5 km langer Rundkurs am Spielplatz Fröschbach und am Aussichtsturm Stocklen vorbei bis ans Ufer des Greifensees. Entlang des Wegs gibt es zehn QR-Code-Stationen mit Audiodateien, die beim Aktivieren mit einer Smartphone-Kamera Geschichten erzählen; der gesamte Weg ist kinderwagentauglich. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Wegtypen erlauben Ihnen, kürzere Rundwege, längere Umrundungen und Wald- oder Wiesenwege miteinander zu vergleichen.

Geschichte und Kultur

Um 820 wurde Fällanden erstmals unter dem Namen Fenichlanda erwähnt. Im 9. und 10. Jahrhundert besass das Fraumünster grössere Besitzungen in Fällanden, während dem Grossmünster grosse Teile des Zehnten zukamen. Die Wappentradition Fällandens ist mit der Zürcher Bürgerfamilie Aeppli und einem roten Löwen mit Pfauenschweif verbunden.

In der Zwicky-Fabrik in Fällanden finden Theater, Konzerte und Kabarett statt. Dort wird alle zwei Jahre eine grosse Ausstellung organisiert; alle vier Jahre findet «Kunst in der Zwicky» statt, und einige Male gab es einen Skulpturenpfad, der ein halbes Jahr besucht werden konnte.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uster.

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