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Maur am Greifensee: Wege, Geschichte und Schifffahrt

Unterkünfte in Maur

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Maur Binz.JPG File:Maur Binz.JPG Foto: Adrian Michael via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Maur ist eine politische Gemeinde und ein Dorf im Bezirk Uster des Kantons Zürich in der Schweiz. Am Greifensee verbindet sich ein weitgehend unverbautes, geschütztes Ufer mit einer ungewöhnlich dichten Geschichte und verschiedenen Möglichkeiten auf dem Wasser.

Natur

Die Ufer des Greifensees stehen weitgehend unter Naturschutz. Lebensräume wie Schilfgürtel, Flachmoore und Riedwiesen bleiben dort erhalten. Der von der Zürcherischen Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege (ZAW) markierte Seeuferweg rund um den Greifensee ist rund 16,5 Kilometer lang und kann ab der Maur Schifflände oder dem Dorfgebiet begangen werden.

In Maur am Greifensee befindet sich ein idyllisch gelegenes Strandbad mit einem Bistro. Eine Fähre verkehrt zwischen Maur und Uster und transportiert auch Fahrräder. Die Schiffahrtsgenossenschaft Greifensee (SGG) betreibt das Kursschiff auf dem Greifensee und bietet Rundfahrten an. Für die stundenweise Vermietung von Booten auf dem Greifensee und deren Unterhalt ist der Verschönerungsverein Maur zuständig.

Geschichte und Kultur

Das Dampfschiff «Greif» ist das älteste und einzige kohlebefeuerte Dampfschiff mit Schraubenantrieb, das heute noch in der öffentlichen Personenschifffahrt der Schweiz verkehrt. Von Mai bis Oktober bietet es sonntagnachmittags und an Feiertagen Rundfahrten an. Im August und September kommen Abendfahrten ab «Maur, See» unter dem Motto «Abendstimmung mit Dampf auf dem Greifensee» hinzu.

Der an der Schifflände in Maur gefundene jungsteinzeitliche Reusenfund gilt für die Schweiz und Süddeutschland als außergewöhnlich gut erhalten und gut dokumentiert. In Maur gibt es außerdem über 4000 Jahre alte Pfahlbauten am Greifensee, die als älteste Zeugnisse menschlichen Lebens in der Gemeinde gelten. Zu den archäologischen Funden aus Maur gehören Angelhaken aus Geweih und Bronze, Netzsenker aus gekerbten Kieseln sowie Netzschwimmer aus Pappelrinde. Sie belegen prähistorisches Angeln, Treib- und Stellnetzfischerei sowie Reusenfischerei.

Die Kirche Maur wurde 963 erstmals urkundlich erwähnt. Der historische Ort wurde bereits im 7. Jahrhundert für religiöse Zwecke genutzt; die spätgotische Kirche in ihrer heutigen Form entstand zwischen 1507 und 1511. In der Mühle Maur befindet sich seit 1988 das Ortsmuseum Mühle mit einer Dauerausstellung. Die Burg Maur wurde um 1250 als gemauerter Wohnturm erbaut.

In der Burg Maur befindet sich seit 1976 die Herrliberger-Sammlung in einer Dauerausstellung mit Salomon-Kabinett, Kunstkammer und Druckwerkstatt im Burgkeller. Die Druckwerkstatt vermittelt historische Drucktechniken und Schriftsetzung; während der üblichen Museumszeiten ist der Eintritt frei. Die Sagi Maur ist seit 1991 wieder funktionsfähig und wird seit 2002 jährlich am Schweizer Mühlentag der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Archiv Ortsgeschichte Maur enthält Schriftgut und Bildmaterial zur Lokal- und Regionalgeschichte. Seine Dokumentenbestände sind bis auf Dossierebene erfasst und online verfügbar.

Besuch und Termine

Museen Maur ist ab Zürich HB mit der S-Bahn bis Stettbach und anschließend mit dem Bus bis «Maur, Dorf» erreichbar. Alternativ führt die Anreise mit dem Tram bis Klusplatz und anschließend mit dem Bus bis «Maur, Dorf». Museen Maur bietet freien Eintritt und ist am ersten und dritten Samstag jedes Monats geöffnet.

Die Maurmer Chilbi findet jährlich statt und umfasst öffentliche Festwirtschaften. Für 2026 war der Markt der Maurmer Chilbi für die Mühlestrasse, Burgstrasse und Staubergasse vorgesehen. Die unterschiedlichen Weglängen, Saisonzeiten und Kulturtermine lassen sich für Ihre Planung getrennt betrachten.

Weitere Orte: Mönchaltorf, Fällanden, Schwerzenbach, Egg, Greifensee, Dübendorf, Uster, Volketswil.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uster.

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