Oberlunkhofen: Geschichte, Natur und Hotels
Oberlunkhofen liegt als Einwohnergemeinde der Schweiz im Kanton Aargau und im Bezirk Bremgarten im Reusstal. Im Schalchmatthau wird die Antike greifbar: Bei Oberlunkhofen lag in der Antike ein römischer Gutshof mit Badeanlage; seine Ruinen sind noch heute sichtbar. Die römische Villa im Schalchmatthau umfasste eine Anlage von 40 m Länge und 26 m Breite mit 26 Räumen. Der Freiämterweg macht beim Schalchmatthau oberhalb von Oberlunkhofen einen kleinen Abstecher zu den Ruinen eines teilweise freigelegten römischen Gutshofs. Der römische Gutshof ist jederzeit frei zugänglich.
Geschichte und Baukultur
Die katholische Pfarrkirche St. Leodegar reicht in ihrer Geschichte bis mindestens 1185 zurück. Im Jahr 1685 erneuerte das Kloster Muri den Chor; er erhielt vier neue barocke Altäre, darunter einen neuen Hochaltar. Die Malereien in der Kirche St. Leodegar stammen von J. Heimgartner und datieren von 1924. Die Jahreszahlen verweisen auf unterschiedliche historische Ebenen: auf die frühe Überlieferung der Kirche, die barocke Erneuerung des Chors und die später entstandenen Malereien.
Bei der Burg zu Lunkhofen sind nur geringe konservierte Mauerreste eines Turms oder Wohntrakts sichtbar. Die Burg Lunkhofen war der Stammsitz einer gleichnamigen Ritterfamilie, die ab 1166 erwähnt ist. Sie liegt am Ende des Rebenwegs (Mühlegg) zwischen Ober- und Unterlunkhofen und bietet eine weite Sicht auf das Reusstal. Damit stehen an der Burgstelle die wenigen erhaltenen Baureste, ihre historische Zuordnung und ihre Lage am Rebenweg gemeinsam im Mittelpunkt.
Natur
Das Auengebiet von nationaler Bedeutung Still Rüss–Rickenbach umfasst Oberlunkhofen. Das Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung Friedgraben umfasst ebenfalls Oberlunkhofen. Im Althau befinden sich beeindruckende Findlinge (Erratiker) und Menhire (Hinkelsteine/Megalithe) aus Granit aus dem Urserental; die Findlinge sind als Geotope inventarisiert und geschützt. Die Naturbezüge reichen damit von den beiden national bedeutenden Gebieten bis zu den geschützten geologischen und steinernen Zeugnissen im Althau.
Wer in Oberlunkhofen historische Spuren und Natur in der eigenen Planung auseinanderhalten möchte, findet dafür klar benannte Bezugspunkte: Schalchmatthau und Rebenweg (Mühlegg) stehen neben Still Rüss–Rickenbach, Friedgraben und Althau. So lassen sich die unterschiedlichen Themen anhand der Ortsnamen ordnen, ohne sie zu einem einzigen Rundgang zusammenzufassen.
Im Bezirk Bremgarten können Sie außerdem die Ortsseiten von Villmergen, Rudolfstetten-Friedlisberg, Niederwil, Dottikon, Wohlen, Bremgarten, Berikon und Zufikon aufrufen.
Wenn Sie für Oberlunkhofen ein Hotel auswählen, können Sie Ihre Reisedaten, die Zimmerkategorie und die Stornierungsbedingungen als gemeinsame Vergleichspunkte verwenden. So bleibt die Auswahl auf die Angaben des jeweiligen Angebots bezogen, während Geschichte und Natur des Ortes unabhängig davon im Mittelpunkt stehen.
Ortscharakter
Oberlunkhofen bewahrte bis weit ins 20. Jahrhundert den Charakter eines bescheidenen Bauerndorfs. Die rege Bautätigkeit und das Wachstum Oberlunkhofens wurden auch durch die Nähe zur Stadt Zürich begünstigt. Im 19. Jahrhundert war der Weinbau von großer Bedeutung, war aber seit 1950 vollständig verschwunden.
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