Wald im Appenzeller Vorderland – Kultur, Wege und Winterblicke
Wald liegt in der hügeligen Landschaft des Appenzeller Vorderlands und ist eine politische Gemeinde im ehemaligen Bezirk Vorderland des Kantons Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. An vielen sonnigen Tagen in den Wintermonaten kann man von Wald aus über dem Nebelmeer den Blick auf St. Gallen, den Bodensee und das Rheintal genießen. Damit treffen in Wald eine klar benannte politische Einordnung, eine hügelige Landschaft und ein weiter Winterblick zusammen.
Landschaft
Die Höhenlage und die frische Luft von Wald laden zu wohltuenden Spaziergängen ein. Der Wäldler Wonderweg führt zu 19 besonderen Orten, darunter Plätze, Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten oder Aussichtspunkte. Die 19 Orte des Wäldler Wonderwegs sind jeweils mit einer Tafel in einem kleinen Holzhäuschen versehen, die den jeweiligen Ort beschreibt. Wald (AR) wird im Zusammenhang mit Wanderwegen im Appenzellerland aufgeführt. Für die Landschaft stehen damit sowohl der allgemeine Spaziergang durch die Höhenlage als auch ein benannter Weg mit einer festen Folge von 19 Orten. Die Tafeln in den kleinen Holzhäuschen geben an jedem dieser Orte eine Beschreibung. Die Angaben setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Der Blick reicht über das Nebelmeer zu drei benannten Landschaftszielen, während der Wonderweg eine feste Zahl von Orten mit jeweils eigener Beschreibung nennt. Zusammen stehen damit Fernsicht und kleinteilige Wegstationen als zwei klar unterscheidbare Landschaftsbezüge.
Kultur
Die Reformierte Kirche in Wald gehört zur Kategorie B des Kulturgüterschutzinventars des Bundes. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wald heißt auch Besucherinnen und Besucher von außerhalb willkommen. In Wald wird eine traditionelle Ostermontagsfeier fortgeführt, deren Ursprung im 17. Jahrhundert liegt; zu dieser Tradition gehört, dass Schülerinnen und Schüler Bibel- und Gesangbuchverse möglichst kreativ zu Papier bringen. Wald verfügt über eine langjährige Chorgesangstradition; der heutige Chor trägt den Namen «chorwald». So umfasst das kulturelle Bild von Wald ein geschütztes Kirchengebäude, kirchliches Leben mit einer Einladung an Auswärtige, eine überlieferte Feier und den heutigen Chorgesang.
Veranstaltungen
Der Wäldler Jahrmarkt findet alle zwei Jahre an einem Samstag direkt nach der jeweiligen Viehschau statt. Beim Wäldler Jahrmarkt bieten Marktstände aus Wald und aus der näheren Umgebung Handwerk und Produkte an. Der Anlass ist damit durch seinen zweijährigen Rhythmus, den unmittelbar anschließenden Samstag und die Verbindung von Viehschau, Marktständen, Handwerk und Produkten geprägt.
Geschichte
1805 wurde der Beschluss gefasst, eine neue Straße von Teufen bis Thal zu bauen. Zuvor war es beinahe unmöglich, mit Kutschen oder anderen Fahrzeugen nach Wald zu gelangen. Die historische Angabe beschreibt somit eine Zeit, in der die Verbindung mit Fahrzeugen nach Wald noch mit großen Schwierigkeiten verbunden war.
Wer das Appenzeller Vorderland über Wald hinaus betrachten möchte, kann die Ortsseiten von Grub, Reute, Rehetobel, Walzenhausen, Wolfhalden und Heiden einbeziehen. Die sechs Ortsseiten führen die regionale Perspektive über Wald hinaus weiter.
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