Eptingen entdecken: Kultur, Grottenburgruine und Jurawege

File:Geissflue Lauchflue Lind Walburgstüel.jpg File:Geissflue Lauchflue Lind Walburgstüel.jpg Foto: Arkelin via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Eptingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Waldenburg des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Der Ort liegt am oberen Ende des Diegtertals und ist vollständig vom Faltenjura eingerahmt. Zu den besonderen historischen Zielen gehört die Riedfluh, eine außergewöhnliche Grottenburgruine.

Kultur und Geschichte

Das Gebiet um Eptingen war bereits im 7. Jahrhundert besiedelt; die eigentliche Siedlungsentwicklung erfolgte im frühen Mittelalter. Historisch erwähnt wurde der Ort 1145 als „Ebittingen“, 1189 als „Etingen“ und 1194 als „Eptinwin“. Auch die Burg Witwald verweist auf die Ortsgeschichte: Sie war ein Sitz der Herren von Eptingen und wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet. Die sichtbaren Mauerreste der Burgruine Witwald wurden 2018 im Rahmen ihrer Erhaltung als geschichtlich bedeutendes Bauwerk und kulturelles Wahrzeichen der Gemeinde saniert.

Ein eigener kultureller Anlaufpunkt ist das August Suter-Museum, das ausschließlich dem Bildhauer August Suter gewidmet ist. Claude Suter schenkte der Gemeinde Eptingen 1975 den künstlerischen Nachlass seines Vaters August Suter. Der Architekt Max Schneider richtete das Museum in der alten Mühle von Eptingen ein; eröffnet wurde es 1980. Das Museum ist mit dem Bus Nummer 107 ab Sissach erreichbar und liegt etwa 150 Meter von der Haltestelle Gemeindeplatz entfernt.

Auch die Kirche von Eptingen besitzt mehrere klar datierte Bauteile: Sie stammt aus dem Jahr 1357, während der Turm und die vier Glocken aus dem Jahr 1879 stammen.

Natur und Wege

Archäologische Untersuchungen datieren die Errichtung der Riedfluh, auch Haselburg genannt, auf etwa 1050.

Die Mauerreste der Riedfluh wurden von 1981 bis 1983 archäologisch ausgegraben und konserviert. Die Ruine Riedfluh befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Sie liegt am Südosthang des Hügels Ränggen auf dem Gebiet der Gemeinde Eptingen unterhalb einer steilen Felswand und ist über einen Fußweg erreichbar. Von der Bushaltestelle Edelweiss ist die Riedfluh etwa 1,7 Kilometer beziehungsweise rund 30 Minuten zu Fuß entfernt.

An der Riedfluh wurden architektonische Zierelemente gefunden, die in jener Zeit sonst vor allem bei königlichen Pfalzbauten, also burgähnlichen Palastanlagen, üblich waren. Um etwa 1200 muss auf der Riedfluh ein Brand gewütet haben; danach blieb die Anlage verlassen und verfiel.

Die Bölcheflue erreicht 1.098,9 Meter und liegt in einem Wandergebiet zwischen Eptingen, Waldenburg und Langenbruck. Sie wurde im Ersten Weltkrieg als Beobachtungsposten genutzt. Von einem Parkplatz mit begrenzter Platzanzahl unterhalb des Chilchzimmersattels ist die Bölcheflue am besten zu Fuß erreichbar; der Aufstieg dauert von dort etwa 15 Minuten. Die unterschiedlichen Weglängen und Aufstiegszeiten können Sie getrennt in Ihre Tagesplanung einordnen.

Touren und Mineralquelle

Ab Eptingen führt die Diegtertal-Tour durch den Wald zum Dietisberg. Vor und nach Eptingen weist diese Tour steile Anstiege und Abfahrten auf. Bei der Mineralquelle Eptingen kann die Produktion in Eptingen besichtigt werden. Im Anschluss an die Führung durch die Produktion kann auf Wunsch ein Apéro gebucht werden.

Die Quelle des schweizweit bekannten Eptinger Mineralwassers und die Abfüllanlage der Mineralquelle Eptingen AG befinden sich in Eptingen; das Unternehmen füllt seit 1900 Mineralwasser ab.

Weitere Ortsseiten: Reigoldswil, Waldenburg, Lampenberg, Langenbruck, Diegten, Hölstein, Niederdorf

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