Langenthal: Kultur, Geschichte und Wässermatten
Unterkünfte in Langenthal
Langenthal erhielt 2019 den Wakkerpreis für den sorgfältigen Umgang mit der Bautradition und für das bei Bauprojekten angewandte Planungsverfahren. Die Stadt verbindet Kultur und Tradition mit einer wirtschaftlichen Rolle im bernischen Oberaargau. Sie liegt nahe den West-Ost- und Nord-Süd-Hauptachsen und ist verkehrsmässig gut erschlossen. Langenthal gilt als Kleinstadt im Herzen des Schweizerischen Mittellandes und als Zentrum des bernischen Oberaargaus.
Kulturzentrum und Restaurant "Chrämerhuus" in Langenthal, Ansicht vom Wuhrplatz (2017)
Foto: JoachimKohler-HB via Source, CC BY-SA 4.0
Kultur
Das Stadttheater Langenthal blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und gilt als grösste Kulturinstitution der Stadt mit überregionaler Ausstrahlung. Historische Stadtführungen führen durch den Ortskern und stellen geschichtsträchtige Bauten vor. Sie dauern 1 bis 1,5 Stunden und werden auf Deutsch, Französisch und Englisch angeboten. Wakkerpreis-Führungen erklären die Begründung des Preises anhand verschiedener Bauobjekte bei einem Rundgang durch die Stadt.
Das Kunsthaus Langenthal zeigt Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst; sein Schwerpunkt liegt auf aktueller Schweizer Kunst. Veranstaltungen und Vermittlungsformate für Menschen jeden Alters begleiten die Ausstellungen. Das Museum Langenthal umfasst archäologische und geologische Funde aus dem Oberaargau und dokumentiert die Entwicklung Langenthals vom mittelalterlichen Dorf zum Regionalzentrum.
Eine eigene Sammlung widmet sich dem Rennsport: Das Formel 1 Museum von Jo Vonlanthen präsentiert auf über 1845 Quadratmetern Rennfahrzeuge, Formel-1-Boliden und Oldtimer. Das Aquarium in Langenthal ist eine gegen Eintritt besuchbare Attraktion mit vier grossen Becken. Dort sind Koi, Störe, Welse, Rochen und farbenprächtige Amazonasfische zu sehen.
Weitere Orte in dieser Übersicht sind Bannwil, Lotzwil, Aarwangen, Leimiswil, Auswil, Obersteckholz, Madiswil und Rohrbachgraben.
Geschichte
Langenthal wurde erstmals 861 urkundlich erwähnt; im Mittelalter war die Stadt mit dem Kloster St. Urban verbunden. Unterhard in Langenthal war ein über Jahrhunderte genutzter Bestattungsplatz. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern dokumentierte dort zwei eisenzeitliche Grabhügel und insgesamt 123 Gräber aus der älteren Eisenzeit, der römischen Epoche und dem Frühmittelalter. Die wiederhergestellten Grabhügel in Unterhard können heute besichtigt werden.
Natur
Am Schorenweiher können Sie auf gepflegten Wegen heimische und exotische Vögel, Enten, Gänse, Fische und weitere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Der Schorenweiher kann ausserdem als Ausgangspunkt für Wanderungen und Spaziergänge genutzt werden.
Im Tierpark Langenthal leben etwa 80 Tiere in locker gegliederten Gehegen. Von überwiegend staubfreien Wegen aus lassen sich Damhirsche, Sikahirsche, Rothirsche, Schwarzwild, Zwergziegen und Ponys in freier Natur beobachten. Sie dürfen die Tiere mit dem abgepackten Tierfutter des Parks füttern.
Unterwegs
Die Wanderroute «Beschauliche Landschaften im Mittelland» startet in Langenthal und führt direkt zur Langete. Ihr erster Abschnitt verläuft entlang der Langete durch die Wässermatten, eine besondere Kulturlandschaft mit Bewässerungsgräben, Hecken und mächtigen Einzelbäumen. Langenthal ist für diese Wanderroute mit dem Zug erreichbar.
Der Fernwanderweg Grenzpfad Napfbergland verläuft entlang der Grenze zwischen Bern und Luzern und führt über sechs Etappen. Unterschiedliche Etappenlängen und Wegverläufe geben den Wanderangeboten einen klar unterscheidbaren Rahmen.
Abendhimmel und Eissport
Die Schulsternwarte Langenthal bietet 90-minütige Führungen für Schulklassen, Ferienpass-Kinder, Firmen, Vereine und private Gruppen an. Bei klarem Himmel ist sie von Oktober bis Ende März jeden Dienstagabend von 19 bis 20 Uhr für das Publikum geöffnet.
Die Eishalle Schoren hebt Eissport hervor, der seit 1961 Generationen begeistert. Der öffentliche Eislauf in der Eishalle Schoren ist für die Saison 2026/27 ab Sonntag, dem 4. Oktober 2026, angekündigt.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aarwangen.