Bannwil zwischen Aare, Natur und Geschichte

Bannwil OJB, station building with railcar Bannwil OJB, station building with railcar Foto: Hans-Rudolf Berner via Source, CC BY-SA 4.0

Bannwil liegt im Oberaargau im Schweizer Mittelland am nördlichen Ufer der Aare. Der Ort ist von weiten Feldern, Wäldern, Wiesen und Moorflächen umgeben; zur Landschaft gehört auch die unter Naturschutz stehende Insel Vogelraupfi. Diese Landschaft bietet Bedingungen für Spaziergänge und Radtouren.

Der Berke-Chehr startet meist bei der Brücke in Berken oder beim Kraftwerk in Bannwil. Er führt beidseits entlang der Aarelandschaft und bietet teilweise Ausblicke auf die als Naturschutzgebiet ausgewiesene Vogelraupfi. Das Gebiet der Vogelraupfi darf nur auf den bestehenden Wegen betreten werden; Fischereiberechtigte dürfen das Ufer entlang der Aare begehen. Unterhalb von Wasserkraftwerken kann durch das Starten oder Stoppen von Turbinen oder durch Gewitter plötzlich Schwallwasser entstehen, weshalb Picknicken, Wandern oder Baden dort gefährlich sein können.

Ergänzend finden Sie die Ortsseiten Obersteckholz, Leimiswil, Madiswil, Rohrbach, Melchnau, Langenthal, Gondiswil und Rohrbachgraben.

Wege

Der Zurich vitaparcours Bannwil ist 3,0 km lang und weist 50 m Steigung auf. Er beginnt bei der Waldhütte Bannerrain. Auf dem Parcours lässt sich der Wald vom dichten Grün bis zum lichtdurchfluteten Hochwald kennenlernen. Für die Planung stehen damit unterschiedliche Weglängen und Aktivitätstypen nebeneinander.

Die Waldhütte Bannli ist ein an einer Seite offener Unterstand mit einer Feuerstelle, einem Brunnen, einem Cheminée und einer Toilette mit fliessendem Wasser im Sommer.

Landschaft und Wasserbau

Im Gebiet von Bannwil liegt ein Findling, der als «Grösster Findling im Berner Mittelland» bezeichnet wird. Er ist 15 Meter lang und hat ein Volumen von 330 m³. Der Rhonegletscher reichte bis in das Gebiet von Bannwil und lagerte dort Moränen ab.

Das erste Kraftwerk Bannwil wurde von 1899 bis 1904 durch die deutsche Gesellschaft W. Lahmeyer & Cie in Frankfurt am Main errichtet. Der 8,4 km lange Oberwasserkanal von Wangen an der Aare bis Bannwil wurde zum grossen Teil von Hand ausgegraben. Der neue Fischpass beim Wasserkraftwerk Bannwil ist in Betrieb und hat zwei getrennte Einstiege im Unterwasserbereich: einen nahe den Turbinenausläufen für schwimmstarke Arten wie Lachs und Forelle sowie einen weiter entfernten für schwimmschwächere Fische wie Jungfische.

In Bannwil können Sie bei den meisten Landwirten verschiedene Waren direkt ab Hof beziehen. Chrigu's Aarebeizli ist ein gemütliches Grill-Beizli direkt an der Aare in Bannwil und seit Mai 2025 bei schönem Wetter täglich geöffnet.

Geschichte und Kultur

Bannwil hat eine bis 1262 zurückreichende urkundlich belegte Geschichte. Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Grabhügel aus der Hallstattzeit und dem Frühmittelalter; eine Kirche wurde erstmals 1304 erwähnt. Eine Kirche liegt im westlichen Teil des Dorfes nördlich der Aare auf einer kleinen Terrasse.

BAUwerk möchte Bannwil mit vier bis fünf Anlässen pro Jahr beleben, vor allem mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Rahmen kultureller Aktivitäten im Dorf sollen Orte der Begegnung und des Gesprächs entstehen. Das Jahresprogramm und die Einladungen zu den einzelnen BAUwerk-Anlässen erscheinen jeweils in der Dorfzeitung.

Eine Kirche wurde 1648 nach Plänen von Abraham Dünz zu einem einfachen Predigtsaal mit Polygonalabschluss umgestaltet.

Anreise

Bannwil verfügt über eine Bahnstation der Aare Seeland mobil an der Bahnstrecke der ehemaligen Langenthal-Jura-Bahn. Aufgeführt sind Verbindungen nach Langenthal sowie über Niederbipp und Oensingen nach Solothurn; der Autobahnanschluss Niederbipp an der A1 ist mit etwa drei Autominuten Entfernung angegeben.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Aarwangen.

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