Obersteckholz: Aspisee, Natur und Geschichte

File:Sheep on hill.jpg File:Sheep on hill.jpg Foto: Olena Hudyma via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Obersteckholz liegt im Oberaargau im Schweizer Mittelland. Als Ortschaft gehört es zur politischen Gemeinde Langenthal im Schweizer Kanton Bern. Bis zum 31. Dezember 2020 war Obersteckholz eine eigenständige politische Gemeinde; am 1. Januar 2021 fusionierte es mit Langenthal.

Landschaft

Zu Obersteckholz gehören mehrere Weiler rund um einen waldlosen Hügel, der auf etwa 571 m ü. M. liegt. Das Gebiet Aspi–Rickenzopfen befindet sich in den Gemeinden Langenthal und Obersteckholz und ist dem Vorrangfunktionstyp Natur- und Landschaftsschutz zugeordnet.

Natur und Wege

Der Aspisee ist ein kleiner Waldsee auf dem Gemeindegebiet von Obersteckholz. Er wurde Ende der 1980er Jahre in einer eiszeitlichen Schmelzwasserrinne angelegt.

Das Gebiet rund um den Aspisee weist eine grosse Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf, besonders im Frühjahr während der Frosch- und Krötenhochzeit. Als Erholungsgebiet umfasst der Aspisee Fusswege, eine Brücke, einen Unterstand, zwei Feuerstellen, einen Brunnen, Tische und Sitzgelegenheiten, eine mobile Toilette sowie den Parkplatz im Furenwald.

Am Aspisee können die grosse Feuerstelle und der Unterstand gegen eine Gebühr gemietet werden. Die zweite kleine Feuerstelle bleibt für Fussgängerinnen, Fussgänger und andere Besucherinnen und Besucher jederzeit zugänglich.

Der Weg ab dem Tierpark zum Aspisee ist gut ausgeschildert. Kurz nach dem «Aspiplatz» führt eine Abkürzung direkt durch den Wald zum See; sie ist als gelber Wanderweg markiert. Vom Bahnhof Langenthal ist der Aspisee über einen beschilderten Fussweg von etwa 2 km beziehungsweise rund 20 Minuten erreichbar. Die unterschiedlichen Angaben zu Ausgangspunkt, Distanz und Markierung lassen sich bei der persönlichen Tagesplanung nebeneinander abwägen.

Für Ihren Besuch können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: den Aufenthalt am Wasser, die ländliche Ortsgeschichte oder den Hornussensport. Der Naturraum wird durch Wege und Einrichtungen am Wasser geprägt, während Geschichte und Hornussen davon unterscheidbare Schwerpunkte des Ortes bilden.

Bei der Hotelwahl für Obersteckholz können Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen getrennt betrachtet werden. Diese Vergleichspunkte lassen sich an den persönlichen Rahmen anpassen, während Naturraum, Ortsgeschichte und Hornussensport als eigenständige Themen des Ortes nebeneinanderstehen. So bleibt die Übernachtungsentscheidung von einer bestimmten Aktivität oder einem einzelnen Besuchsanlass unabhängig.

Ergänzend stehen die Ortsseiten zu Aarwangen, Rohrbachgraben, Lotzwil, Gondiswil, Madiswil, Langenthal, Bannwil und Rohrbach bereit.

Geschichte und Kultur

Obersteckholz war historisch mit den Freiherren von Langenstein und dem Kloster St. Urban verbunden; 1194 wurde Obersteckholz dem Kloster geschenkt. Im 18. und 19. Jahrhundert gehörten das häusliche Leinenweben und das Strohflechten zur landwirtschaftlichen Nebenerwerbswirtschaft in Obersteckholz.

Das Gebäude an der Adresse Habcherig 22 in Obersteckholz ist im Bauinventar als «schützenswert» eingestuft. Die Hornussergesellschaft Obersteckholz wurde 1911 gegründet.

Beim sogenannten «Bähnlihornussen» der HG Obersteckholz erhalten Interessierte eine Einführung in den Hornussensport und können selbst als Schläger versuchen; anschliessend gibt es eine Grillparty.

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