Courtelary zwischen Suze und Jurahochweiden

File:Courtelary 2020.jpg File:Courtelary 2020.jpg Foto: Manuel Schmalstieg via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Courtelary liegt auf etwa 695 m über dem Meeresspiegel und rund 14 km westnordwestlich von Biel/Bienne. Sein Gemeindegebiet umfasst die 500 bis 700 m breite Talniederung der Schüss, französisch Suze, im Vallon de Saint-Imier sowie ausgedehnte Wälder und Weiden auf der Montagne du Droit und der Chasseral-Kette; deren höchster Punkt im Gemeindegebiet erreicht 1.540 m.

Natur und Wege

Die Suze durchquert Courtelary im Vallon de Saint-Imier. Die Landschaft rund um Courtelary mit Jurahochweiden, Fichtenwäldern und der Schüss eignet sich für Wanderungen und Velotouren. Die Wälder der Bourgeoisie de Courtelary werden von zahlreichen Wegen und Pfaden durchquert; unter der Schirmherrschaft von Suisse Rando gibt es markierte Routen. Die Trockenwiesen des Droit beherbergen geschützte Pflanzen- und Tierarten. In den Wäldern der Bourgeoisie de Courtelary befinden sich zwei Picknickplätze.

Der Sentier du Vallon ist ein Themenwanderweg über die Nutzung des Wassers in der Region von der Vergangenheit bis zur Gegenwart sowie über die lokale Industrie und die Natur. Er ist 6,60 km lang, weist 93 m Höhenunterschied auf und hat eine geschätzte Dauer von 3 Stunden. Technisch und hinsichtlich der Ausdauer ist der Weg als leicht eingestuft und endet in Courtelary. Eine Wanderung von Corgémont nach Courtelary führt entlang der Suze und kann mit einem Abstecher zur Schokoladenfabrik Camille Bloch verbunden werden. In der Region um Courtelary ermöglichen Wanderungen, Velotouren, Schneeschuhwanderungen und Skitouren, die Landschaft zu jeder Jahreszeit zu erleben.

Kultur und Ortsbild

Der historische Ortskern von Courtelary wird von Bürger- und Bauernhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert geprägt. Die romanische Kirche von Courtelary wurde im 10. oder 11. Jahrhundert erbaut. Bei ihrer Restaurierung im Jahr 1933 wurden Fresken aus dem 14. Jahrhundert freigelegt. Das Schloss von Courtelary wurde 1606 errichtet, als die Landvögte von Erguël dort eingesetzt wurden; es wurde zur Präfektur und beherbergt die Verwaltung des Bezirks.

Bei Camille Bloch in Courtelary führt der Parcours Découverte in die Geschichte des Unternehmens ein und umfasst Live-Demonstrationen der Produktion sowie interaktive Aktivitäten. Im Vallon de Saint-Imier bietet Heidi Rüegg unbegleitete Eselwanderungen an, die für Kinder geeignet sind.

Regionale Spezialitäten

Ein Besucherzentrum der Schokoladenfirma Camille Bloch mit Bistro wurde 2017 in Courtelary eröffnet. Das Bistro von Camille Bloch in Courtelary serviert überwiegend regionale Produkte und Spezialitäten. In den Workshops von Camille Bloch können Besucher ihr eigenes Ragusa oder Torino herstellen. Der Pressoir de Courtelary verkauft als regionales Produkt Apfelsaft mit dem Label der Schweizer Pärke.

Anreise mit der Bahn

Courtelary liegt an der Eisenbahnstrecke Biel/Bienne–La Chaux-de-Fonds. Am Bahnhof Courtelary halten Züge auf dieser Strecke; stündliche Regionalzüge fahren nach Biel/Bienne, La Chaux-de-Fonds und Neuenburg.

Weitere Ortsziele: Plagne, Péry, Villeret Be, St-Imier, Renan, Orvin, Cortébert und Mont-Tramelan.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Courtelary.

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