St-Imier: Kultur, Geschichte und Landschaft
File:Chasseral massif from St. Imier looking south-east.jpg
Foto: Der Messer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
St-Imier, eine Gemeinde im Kanton Bern in der Schweiz, verbindet eine lange Geschichte, die im frühen 7. Jahrhundert beginnt, mit historischen Gebäuden im Stadtbild. Im Parc régional Chasseral liegt der Ort zugleich in einer Landschaft, die im Gemeindegebiet nach Norden bis zum Mont Soleil reicht; dieser erreicht 1.289 Meter über dem Meeresspiegel.
Weitere Ortsseiten: Courtelary, Villeret Be, Sonvilier, La Ferrière Be, Mont-Tramelan, Plagne, Péry und Orvin.
Kultur
Das Musée de Saint-Imier befindet sich im historischen Kern der Stadt. Dort führt ein thematischer Rundgang durch die Geschichte des Vallon de Saint-Imier. Die regionale Dauerausstellung lädt anhand von fünf Themen dazu ein, die Spuren des heiligen Imier zu erkunden. Ein eigener Bereich widmet sich den jurassischen Truppen und der Geschichte der Verteidigung des jurassischen Gebiets.
Im 11. Jahrhundert wurde in Saint-Imier eine Stiftskirche errichtet, um die sterblichen Überreste des heiligen Imier aufzunehmen. Ein historischer Kongress, der am 15. und 16. September 1872 in Saint-Imier stattfand, gilt als Geburtsstunde der ersten antiautoritären, auch anarchistisch genannten Internationale.
Museen
Das Musée Longines befindet sich in den Gebäuden der Compagnie des Montres Longines Francillon S.A. unterhalb des Stadtzentrums von Saint-Imier. Besucher können dort die wichtigsten Uhrenmodelle, Navigationsinstrumente und Zeitmessgeräte entdecken. Zum Bestand gehören außerdem Archivdokumente wie Fotografien, Plakate, Filme, Medaillen und Archivregister.
Rundgänge
Der interaktive Rundgang „Saint-Imier vue par ses habitants“ beginnt am Bahnhof von Saint-Imier und hält an ungefähr zehn über die Stadt verteilten Sehenswürdigkeiten. Der Rundgang „Julie et Lucien à la découverte de Saint-Imier entre passé et présent“ behandelt einige Stationen davon auf spielerische und für Kinder zugängliche Weise.
Der Sentier des Monts verbindet Mont-Soleil mit Mont-Crosin. Entlang der Strecke vermitteln Darstellungen Wissen zu erneuerbaren Energien, Natur und Klima. Der Sentier du Vallon führt von Saint-Imier nach Courtelary und gibt Einblicke in die Natur, die Nutzung des Wassers in der Region und die lokale Industrie. Die unterschiedlichen Wegverläufe und Themen erlauben eine klare Gegenüberstellung von Stadtgeschichte, Landschaft und regionalen Arbeitswelten.
Der Circuit Secret St-Imier ermöglicht privilegierten Zugang zu fünf bekannten Orten in Saint-Imier. Künstlerische Darbietungen sind dabei mit der Geschichte dieser Orte verbunden.
Landschaft
Der Mont-Soleil liegt oberhalb von Saint-Imier und bietet Ausblicke auf den Chasseral. Zu seiner Landschaft gehören bewaldete Weiden und ein Lehrpfad zu erneuerbaren Energien. Führungen zur Solaranlage und zu einer Windenergieanlage vermitteln Wissen über erneuerbare Energien und die Funktionsweise der Anlagen.
Das Observatoire Mont-Soleil ermöglicht die Beobachtung der Sonne und der Sterne mit einem dafür vorgesehenen Fernrohr oder Teleskop. Bei schlechtem Wetter steht ein Planetarium zur Verfügung. Die Standseilbahn verbindet Saint-Imier seit 1903 in einer nur wenige Minuten dauernden Fahrt mit dem Mont-Soleil; sie vermietet Besuchern außerdem Elektrofahrräder und Roller.
Zum Gemeindegebiet gehört ein Abschnitt des Talbeckens des Vallon de Saint-Imier, das von der Schüss durchflossen wird. Champ Meusel am Südhang des Mont Soleil nordöstlich von Saint-Imier gilt als Überrest eines prähistorischen Meteoriteneinschlags und als größtes erhaltenes Zeugnis eines Meteoriteneinschlags in der Schweiz.
Regionale Einblicke
Die Fromagerie Spielhofer bietet individuelle Besichtigungen während der Öffnungszeiten der Käserei. Dazu gehören ein Film über die Herstellung der Tête de Moine, Einblicke in die Produktion, eine Ausstellung und ein Shop.
Für Gruppen sind bei der Fromagerie Spielhofer ausschließlich reservierungspflichtige Besichtigungen möglich. Sie umfassen einen Film über die Herstellung der Tête de Moine, eine geführte Besichtigung der Produktion und des Kellers, eine Ausstellung sowie eine Verkostung von Spezialitäten.
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