Rueyres-les-Prés entdecken: Ortsbild, Kirche und Wege
File:Rohrträger-Übergang über die Petite Glâne, Rueyres-les-Prés FR 20220918-jag9889.jpg
Foto: Jag9889 via Source, CC BY-SA 4.0
Lage und Landschaft
Rueyres-les-Prés liegt auf etwa 472 m ü. M., viereinhalb Kilometer nordnordwestlich von Payerne, in der freiburgischen Exklave Estavayer-le-Lac im nordwestlichen Freiburger Mittelland. Das Dorf liegt auf einem leicht nach Süden geneigten Hang nördlich der Broyeebene.
Ortsbild und Baukultur
Im kantonalen Inventar ist Rueyres-les-Prés als Ortsbild von lokaler Bedeutung eingestuft. Der Hauptkern des Dorfes liegt beidseits der Kirche an einem Hang. Zum historischen Dorfkern gehören Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Fruiterie gilt als eine der ältesten im Bezirk Broye.
Das Pfarrhaus von Rueyres-les-Prés besitzt ein spätgotisches Maßwerkfenster-Dreierensemble aus dem Jahr 1647. In Rueyres-les-Prés steht ein Bauernhaus aus dem Jahr 1795, das ursprünglich als bäuerliches Wohnhaus errichtet wurde. Ein Bauernhof weist für die Broye typische Mauerwerksbauweise auf. Der südliche Vorplatz des Bauernhofs von 1744 ist mit Flusskieseln befestigt; eine große Linde markiert den Eingang zum Ortsbild. Bei Sur le Paquier befindet sich eine Einfriedungsmauer einer römischen Villa.
Kirche und Kunst
In der Kirche von Rueyres-les-Prés befindet sich das Wandgemälde „Agneau mystique“ von 1936 im Gewölbe über dem Eingang zum Chor. Das Retabel des Hochaltars der Kirche Saint-Loup ist ein 1936 entstandenes Ölgemälde von Emilio Maria Beretta und stellt den heiligen Lupus dar. Die Orgelempore der Kirche Saint-Loup enthält drei 1936 entstandene Tafeln aus Öl auf Holz mit dem Titel „Anges musiciens“.
Die Innenwände der katholischen Kirche von Rueyres-les-Prés wurden zwischen Mitte April und Mitte Juli 2023 restauriert. Die Restaurierung gab den Wänden wieder das Erscheinungsbild, das ihnen 1934 der Architekt Fernand Dumas von der Gruppe St-Luc verliehen hatte. Die ursprünglichen Farbtöne wurden durch stratigrafische Untersuchungen identifiziert und nachgebildet.
Rundgänge und Wege
Das Kunstprojekt „13 villages, 13 visages“ erstreckt sich auch auf Rueyres-les-Prés. Der ArtiChoke-Rundgang kann über die Station in Rueyres-les-Prés ganzjährig zu Fuß oder mit dem Fahrrad frei erkundet werden. Eine Karte des ArtiChoke-Rundgangs mit den Werken, Künstlern und verschiedenen Sehenswürdigkeiten ist beim Tourismusbüro erhältlich.
Der Rundwanderweg Bussy–Morens–Rueyres Nr. 138 ist 10 km lang, dauert etwa 2 Stunden 30 Minuten und weist 130 Höhenmeter auf. Er erreicht Rueyres-les-Prés an einer großen Kreuzung und führt als Etappenstopp zur Kirche von Rueyres-les-Prés. Nach der Kirche folgt der Rundwanderweg einem Landwirtschaftsweg in Richtung Pontet. Sie können die unterschiedlichen Formate von Ortsgeschichte, Kunststationen und Wanderetappe nach Interesse und Zeitumfang miteinander vergleichen.
Gemeindegeschichte und regionale Einordnung
Das ehemalige Gemeindegebiet von Rueyres-les-Prés umfasste einen Abschnitt des Höhenrückens zwischen dem Neuenburgersee und der Broyeebene sowie einen kleinen Abschnitt des kanalisierten Laufs der Petite Glâne. Rueyres-les-Prés war bis zum 31. Dezember 2016 eine eigenständige Gemeinde und fusionierte am 1. Januar 2017 mit Bussy, Estavayer-Le-Lac, Morens, Murist, Vernay und Vuissens zur neuen Gemeinde Estavayer.
Weitere Ziele auf derselben regionalen Ebene sind Delley-Portalban und Montagny Fr.
Lokale Termine
Die örtliche Jugendgesellschaft kündigt vier traditionelle Bénichon-Touren an, in deren Verlauf Rueyres-les-Prés am 19. September 2026 eine Station ist; zugleich kündigt sie für Rueyres-les-Prés an diesem Datum eine traditionelle Bénichon-Veranstaltung an und gibt an, dass ihr Recrotzon zwei Wochen danach stattfindet.
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