Trin entdecken: Festungsgeschichte, Rheinschlucht und Langlauf
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Foto: Hans-Rudolf Berner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Trin verbindet Festungsgeschichte, wassergeformte Landschaften, Wege durch die Rheinschlucht und ein weit gespanntes Langlaufangebot. Wenn Sie Kultur und Bewegung miteinander vergleichen möchten, finden Sie hier kurze Wege ebenso wie mehrstündige Touren und historische Anlagen mit klar beschriebenem Zeitaufwand.
Weitere Orte im selben Überblick sind Flims, Bonaduz, Domat/Ems, Rhäzüns und Tamins.
Kultur
Die Sperre Trin ist im Inventar der Kampf- und Führungsbauten als Festungsanlage von nationaler Bedeutung eingetragen. Sie ist ein als Wasserwerk getarnter Bunker der Schweizer Armee. Die unterirdischen Anlagen sind über mehr als 300 Treppenstufen mit einer zweiten Wehranlage im Fels von Crap Pign verbunden.
Das Festungsmuseum Sperre Trin bietet Besichtigungen ehemaliger militärischer Anlagen mit Bunkern und Felskavernen aus dem Jahr 1942 sowie einem 12-Zentimeter-Festungsminenwerfer aus dem Jahr 1988. Die Führung durch die Sperre Trin umfasst den Besuch der Felsbauten am Crap Sogn Barcazi. Eine Führung im Festungsmuseum besucht die Felsanlagen am Crap Sogn Barcazi und am Crap Pign, die durch ein Treppensystem miteinander verbunden sind. Für diesen Rundgang sind etwa dreieinhalb Stunden vorgesehen.
Auch die Burgen geben dem Ort historische Tiefe. Die Burg Canaschal stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie besteht aus den Ruinen zweier weit auseinanderliegender Wohntürme: Der Westturm ist noch relativ gut erhalten, während vom Ostturm nur geringe Mauerspuren sichtbar sind. Von der Hauptstraße führt ein kurzer markierter Rundweg auf den Burghügel und zurück ins Dorf. Der Jakobsweg Graubünden und die Senda Sursilvana führen südlich an den Ruinen vorbei.
Die Burg Hohentrins wurde im Jahr 750 in Trin erbaut, brannte am 2. Juli 1470 ab und wurde danach nicht wieder aufgebaut. Von Hohentrins sind die konservierten Reste einer Kirche, des Hauptturms, eines wehrhaften Palas, zweier Zisternen und der Ringmauer sichtbar. Ein ausgeschilderter, etwa zehnminütiger steiler Aufstieg von einem Parkplatz führt zur Ruine. Trin Dorf ist im kantonalen Richtplan als schützenswertes Ortsbild festgelegt. Die Trinser Kirche ist über 700 Jahre alt; die Umgestaltung ihres Daches zu einem Solardach erhielt den Norman Foster Solar Award.
Natur
Die Wanderung von Trin zur Alp Mora und zurück umfasst rund 1.200 Höhenmeter und dauert etwa fünf Stunden. Der Aufstieg verbindet ein Badeerlebnis mit wunderbarer Aussicht und einem faszinierenden Rundblick. Der Maliensbach, der auf der Alp Mora entspringt, hat dort im Laufe der Jahrhunderte rund 20 wannenförmige Strudeltöpfe ausgewaschen. Nach der Schneeschmelze füllen sie sich mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser und laden in den Sommermonaten zum Baden ein.
Die Straße zur Alp Mora ist grundsätzlich gesperrt; Einheimische sowie Hüttenbesitzerinnen und Hüttenbesitzer können vom Frühling bis Herbst eine Fahrbewilligung beantragen. Die Zufahrt bleibt für den privaten Verkehr gesperrt, im Juli und August fährt jedoch ein Bus von Trin nach Purcs.
Der Crestasee ist ein geschütztes Naturdenkmal von regionaler Bedeutung im Kanton Graubünden und liegt an der östlichen Grenze zwischen Flims und Trin. Dort gibt es einen Ruderbootverleih und Möglichkeiten zum Stand-up-Paddling. Die rund 4,1 Kilometer lange Rundwanderung von Trin Mulin dauert etwa 1 Stunde 10 Minuten, führt über Wiesen, an Bächen entlang und durch Wälder zum Crestasee und kehrt auf demselben Weg zurück. Sie startet auf dem Dorfplatz von Trin Mulin, verläuft über Ruegna und die Ebene von Nigluz und endet wieder am Ausgangspunkt.
Wege
Der Yoga-Parcours in Trin besteht aus neun Stationen und führt durch den Grosswald. Mit dem Bus erreichen Sie die Haltestelle Trin Porclis; von dort führt ein etwa zehnminütiger Fußweg durch den Wald in Richtung Scrausch zum Parcours.
Die Hängebrücke Punt Ruinaulta bei der Station Trin ist 105 Meter lang. Die Wanderung Ruinaulta Sut beginnt im kleinen Bergdorf Trin Digg. Der 23,7 Kilometer lange Jakobsweg von Trin nach Ladir führt über den Ort zum Fluss Flem.
Die Rheinschlucht-Bahnhofswanderung von Reichenau nach Trin Station folgt ab der Zusammenflussstelle von Vorder- und Hinterrhein dem Vorderrhein. Unterwegs liegen Aussichtspunkte sowie gute Möglichkeiten für Pausen oder zum Grillieren. Für Familien mit kleinen Kindern gilt die Rheinschlucht-Bahnhofswanderung von Reichenau nach Trin Station als geeignet; für Kinderwagen wird sie jedoch nicht empfohlen.
Die Wanderroute Trans Ruinaulta 656 führt zwischen dem Bonaduzer Wald und Reichenau über die Station Trin. Sie kann mit der Rhätischen Bahn oder dem Rheinschlucht/Ruinaulta-Bus verkürzt werden. Die Rundtour Rheinschlucht Bike führt von Laax über Flims, Trin, Tamins und Bonaduz sowie über Versam, Valendas, Ilanz und Sagogn zurück nach Laax.
Winter
Trin ist an ein 62 Kilometer langes Netz doppelt gespurter Langlaufloipen für klassischen Langlauf und Skating angeschlossen. Die Loipe Trin-Prada ist eine einfache Rundloipe von etwas mehr als drei Kilometern Länge mit wenigen Höhenmetern und eignet sich für Langlaufanfänger und Genusslangläufer. Die Nachtloipe Trin-Prada ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 18:00 bis 21:30 Uhr beleuchtet.
Die Loipe Trin Laghizun ergänzt die Loipe Suraua um eine anspruchsvolle Zusatzschlaufe mit einem zusätzlichen kräftigen Anstieg. Teilweise hängende Abschnitte stellen dabei eine technische Herausforderung dar. Die Loipe Trin Laghizun (Suraua) startet am Parkplatz Punt Suraua in Trin Mulin; die Haltestellen Trin, Mulin und Trin, Porclis sind nur wenige Gehminuten vom Start entfernt.
Kulinarik
Das Restaurant Parlatsch in Trin bietet Bündner Spezialitäten sowie Kaffee mit dem bekannten Mandelgipfel auf seiner Sonnenterrasse an.
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