Maienfeld entdecken: Heidi, Wein und Geschichte
Unterkünfte in Maienfeld
Maienfeld liegt am Fuss des Falknis in der Bündner Herrschaft, die Teil der Region Landquart ist, und ist von Rebbergen umgeben. Die Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden befindet sich acht Kilometer südöstlich von Sargans im unteren Churer Rheintal. Im Roman «Heidi» von Johanna Spyri ist Maienfeld der Ankunftsort der Protagonistin in der Schweiz.
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Foto: Johann Rudolf Rahn via Wikimedia Commons, Public domain
Natur und Wege
Das Heididorf in Maienfeld beherbergt das Original-Heidihaus, ein Wohnhaus mit einer Einrichtung wie zu Heidis Zeiten. Zum Heididorf gehört ausserdem die Ausstellung «Johanna Spyris Heidiwelt». Der Heidi Trail ist ein Rundweg, der am Bahnhof Maienfeld beginnt, zwischen Maienfeld und Rofels an Rebbergen entlangführt und zum Heididorf führt. Eine historische Wanderung beginnt an der Festung St. Luzisteig.
Auch die Weinwege verbinden Landschaft und regionale Themen. Die Weinrunde Maienfeld–Fläsch führt durch Rebberge nach Fläsch und entlang des Rheins, bevor sie nach Maienfeld zurückkehrt. Die Rucksack-Weinprobe startet beim Stall 247 in Maienfeld und führt durch die Rebberge nach Fläsch; sie verbindet die Wanderung mit drei Weinen aus der Bündner Herrschaft und einem Audioguide über die Weinregion, den Weinbau und die Arbeit der Winzer. Auf Schloss Salenegg werden im historischen Torkel Weinverkostungen angeboten. Unterschiedliche Wegführungen und Themen lassen sich dabei gut miteinander vergleichen.
Kultur und Geschichte
Der zentrale Platz trägt den traditionellen Namen «Städtli»; das Stadtrecht ist erstmals 1434 dokumentiert. In der Schlossanlage Schloss Maienfeld ist der mächtige Schlossturm der älteste Baukörper, der um 1247 erbaut wurde. Im alten Schlossteil befinden sich heute ein Restaurant und ein Bistro.
Schloss Brandis liegt südöstlich des mittelalterlichen Stadtzentrums von Maienfeld und ist durch eine Mauer und einen Graben von ihm abgegrenzt. Im fünften Obergeschoss des Schlosses sind Malereien des 14. Jahrhunderts erhalten.
Die Amanduskirche in Maienfeld ist eine spätbarocke Kirche, die von 1721 bis 1724 erbaut wurde. Als chorlose Saalkirche bildet an beiden Schmalseiten jeweils ein Portal den Endpunkt der Hauptachse. In der Kirche bilden Taufstein, Kanzel und Orgel ein besonders geschlossenes Ensemble; Taufstein und Kanzel tragen die Jahrzahl 1721. Um 840 wird die Amanduskirche als Filialkirche von St. Luzisteig erwähnt, ihr Patrozinium des heiligen Amandus ist seit 1105 belegt. Für Graubünden ist sie ein einzigartiges Beispiel einer als Querkirche konzipierten Anlage.
Das historische Rathaus von Maienfeld ist direkt an die Stadtmauer gebaut. Es ist für das innere und äussere Ortsbild von Maienfeld von ausserordentlicher Bedeutung; dieses Ortsbild ist von nationaler Bedeutung. Die Fassade zeigt die Übergabe der Rechtsgewalt an den letzten Landvogt Jakob Ulrich Sprecher von Bernegg im Jahr 1797.
Zum weiteren Ortsüberblick gehören Zizers, Landquart Fabriken, Jenins, Igis, Malans, Fanas, Mastrils und Untervaz.
Passgeschichte
Auf der Passhöhe zwischen Maienfeld und Balzers befindet sich im alten Arsenal das Militärmuseum St. Es behandelt die Geschichte der Luzisteig; ihre Vorgeschichte und Geschichte reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das Museum zeigt ausserdem einen Film über die historische Rolle der Luzisteig als wichtige Verkehrsroute, militärische Sperre und Schlachtfeld.
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