Rothenbrunnen zwischen Burgen und Kurgarten
Unterkünfte in Rothenbrunnen
File:Rothenbrunnen Haus Tscharner Fresken Hans Ardüser1.jpg
Foto: Geca001 via Wikimedia Commons, CC0
Rothenbrunnen ist die nördlichste Gemeinde im Domleschg und liegt auf 625 Metern über dem Meer. Das Dorf wird als «Tor zum Domleschg» bezeichnet und liegt als erste Siedlung zwischen den Burgen Ober- und Niederjuvalta.
Geschichte und Kultur
Rothenbrunnen besitzt eine 1741 erbaute Kirche, die Raum für beide Konfessionen bietet. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Burgruinen Ober- und Niederjuvalta sowie das spätgotische Haus Tscharner von 1546 mit Fassadenmalereien von Hans Ardüser.
Von Niederjuvalt ist hoch über dem Rhein noch ein Rest des Turms erhalten. Am Fuß des Felsens befinden sich Überreste einer ehemaligen Talsperre. Oberjuvalta wurde seit 1979 schrittweise renoviert, um die Anlage in einen möglichst ursprünglichen Zustand zu versetzen. An der höchsten Stelle des Felsens steht ein dreigeschossiger Turm, und die Burganlage ist nach den umfassenden Renovierungsarbeiten wieder zugänglich.
Hochjuvalt wurde vermutlich im 12. Jahrhundert als Sitz der Herren von Juvalt errichtet. Von seinem einst fünfgeschossigen Bergfried ist heute nur noch ein Rest erhalten. Die Ruine liegt auf einer schmalen Felsnase etwa 200 Meter über dem Rhein.
Auch der Polenweg verbindet Rothenbrunnen mit einem konkreten Abschnitt der Schweizer Geschichte. Der Weg zwischen Rothenbrunnen und Domat/Ems wurde von in der Schweiz internierten Polen angelegt, die 1940 in die Schweiz kamen und aufgrund der Haager Konvention interniert wurden. Während der Internierung lebten die mit dem Polenweg verbundenen polnischen Internierten bis Dezember 1945 in Barackenlagern.
Wege und Zugänge
Der Burgenweg Domleschg ist eine Wanderroute, die zwischen den Bahnhöfen Thusis und Rothenbrunnen durch das Domleschg führt. Sie können ihn etappenweise und in Kombination mit dem Postauto erkunden. Die Ruine Hochjuvalt ist vom Bahnhof Rothenbrunnen aus in 20 Minuten zu Fuß erreichbar; der Felskopf selbst ist jedoch nicht öffentlich zugänglich. Die unterschiedlichen Zeitangaben und Etappenformen lassen sich für die eigene Tagesplanung gut miteinander vergleichen.
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Gärten und Kurtradition
Der Kurgarten Rothenbrunnen wurde über mehr als 20 Jahre auf mehreren Ebenen einer Felswand angelegt. Im Kurgarten finden regelmässige Führungen statt, bei denen der in die Felswand gebaute Garten vorgestellt wird. Rundgänge dauern etwa zwei Stunden und vermitteln Informationen über die botanische Vielfalt des Gartens. Die Gartenführungen finden bei jedem Wetter statt.
Die Führungen durch den Kurgarten Rothenbrunnen enden mit einem Fleisch-Käse-Plättli; auf Wunsch werden sie von einem Glas Wein aus der Region begleitet. Im alten Kurhaus Rothenbrunnen stehen heute Blumen anstelle von Badekuren im Mittelpunkt.
Der deutsche Name Rothenbrunnen steht mit der warmen, jod- und eisenhaltigen Heil- und Mineralquelle mit rötlichem Wasser in Zusammenhang; die Quelle gab Rothenbrunnen seinen deutschen Namen und wurde ab 1888 bis in die 1920er Jahre für Badekuren genutzt.
Landschaft und Quellen
Bödeli ist die Ebene über dem Bad und trägt den rätoromanischen Namen «Plaun digl Bogn». Das Bad bei der Sinnesoase Bödeli wird von den Quellen Aua Alva und Fontana rossa gespeist.
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