Luven: Wald, Wanderwege und Kultur

File:Zentralbibliothek Zürich - Castelberg bei Luvis File:Zentralbibliothek Zürich - Castelberg bei Luvis Foto: Johann Rudolf Rahn via Source, Public domain

Luven ist eine Fraktion der Gemeinde Ilanz/Glion im Schweizer Kanton Graubünden; bis Ende 2013 war es eine eigenständige politische Gemeinde. Das Dorf liegt am nordöstlichen Abhang des Piz Mundaun, rund zwei Kilometer südwestlich von Ilanz. Dicht gedrängte, schwarzgebrannte Holzhäuser prägen das Ortsbild.

Für den weiteren regionalen Überblick stehen Ihnen außerdem Tenna, Falera, Tujetsch, Schluein, Versam, Obersaxen, Siat und Castrisch offen.

Kultur

Die Evangelische Kirche in Luven wurde im Tellotestament von 765 als St.-Stephanskirche erwähnt. In ihrem Inneren befindet sich ein wuchtiger Taufstein aus dem 14. Jahrhundert. Die Ruinen der Burg Castelberg stehen mit der gleichnamigen Adelsfamilie in Verbindung. Die Burg wurde um 1200 erbaut und vermutlich bereits im 14. Jahrhundert wieder verlassen.

Historische Funde deuten darauf hin, dass die Region Luven bereits in der Bronzezeit, etwa von 1800 bis 800 v. Chr., besiedelt war. Dazu zählen eine Bronzeschnalle und die Überreste eines Skeletts, die 1887 entdeckt wurden; die Bronzeschnalle kann im Rätischen Museum in Chur begutachtet werden.

Natur

Das ehemalige Gemeindegebiet erstreckte sich von 768 bis 1604 Metern über Meer und reichte in den Naturraum des Aussichtsbergs Piz Mundaun und von Obersaxen. Im ehemaligen Siedlungsgebiet waren 345 Hektar landwirtschaftlich nutzbar; weitere 293 Hektar waren von Wald und Gehölzen bedeckt.

Die Feuerstelle La Panera in Luven ist von dichtem Wald umgeben. Sie bietet Brennholz, einen Grillrost, Abfallentsorgung, Trinkwasser aus dem Brunnen sowie Tische und Bänke zum Verweilen. Ungefähr von Mitte Mai bis Ende Oktober kann die Feuerstelle genutzt werden. Am historischen Brunnen in Luven, der früher von Wäscherinnen genutzt wurde, befindet sich heute ein überdachter Picknickplatz.

Wandern

Die Wanderroute „Erwachen am Piz Mundaun“ führt durch den Wald nach Luven. Der Wanderweg Via Glion verläuft auf sieben abwechslungsreichen Etappen über rund 75 Kilometer durch alle 13 Fraktionen der Gemeinde Ilanz/Glion. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Geschichte, Kultur und Besonderheiten der Orte am Weg. Begleitet werden die Wandernden von Anna Catrina, der fiktiven Tochter von Ilanz, die auf Rätoromanisch und Deutsch Kurzgeschichten aus der Region erzählt.

Die vierte Etappe von Ilanz nach Cumbel ist mittelschwer, 9,1 Kilometer lang und hat eine Dauer von etwa 3 Stunden und 5 Minuten. Von Ilanz aus führt sie bergauf weiter nach Luven. Die Route Piz Mundaun–Ilanz ist als schwierig eingestuft und 14,3 Kilometer lang. In ihrer angegebenen Wegfolge führt diese Route über Luven. Sie können die beschriebenen Wege anhand ihrer unterschiedlichen Etappenlängen, Zeitangaben und Schwierigkeitsstufen miteinander vergleichen.

Im Winter laden in Luven verschiedene Schneeschuhtouren dazu ein, Zeit in der unberührten Natur zu verbringen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surselva.

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