Vrin: Greina, Kultur und Wege in der Lumnezia

Alpenstrassen-Brücke über den Glenner, Vrin GR 20190730-jag9889.jpg Alpenstrassen-Brücke über den Glenner, Vrin GR 20190730-jag9889.jpg Foto: Jag9889 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Von Vrin führt eine Wanderroute über den Weiler Puzzatsch zum Pass Diesrut am Fuß des Péz Ner. Der Ort liegt in der Lumnezia, dem größten Seitental der Surselva, und gehört als eines ihrer Dörfer zu diesem breiten, sonnigen Alpental. Der fehlende Durchgangsverkehr bewahrt die ursprüngliche Landschaft der Lumnezia. Vrin ist ein Bergbauerndorf mit ausgedehnten Alpweiden.

Landschaft und Natur

Die Greina steht seit 1996 unter Naturschutz. Sie ist ein hochalpines, landwirtschaftlich nicht genutztes Plateau, auf dem alpine Pflanzen sowie Steinböcke, Murmeltiere und viele andere Tierarten vorkommen. Auf der Route von Vrin zur Capanna Scaletta gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt; unterwegs können Murmeltiere und mit etwas Glück Gämsen und Steinböcke beobachtet werden.

Geschichte und Kultur

Vrin wurde von Romanen gegründet, die im Hoch- und Spätmittelalter aus Lumbrein kamen. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1208 oder 1209 in einem Brief von Papst Innozenz III.

Die Stiva da morts / Totenstube in Vrin kann besichtigt werden; der Schlüssel befindet sich in der Kirche links am Eingang. Gion A. Caminada gestaltete die Totenstube 2003 als architektonische Antwort auf die Vriner Trauertradition. Für die Totenstube wurde Holz aus Wäldern nahe Vrin verwendet und von eigenen Handwerkern in Werkstätten im Dorf verarbeitet. mira!cultura bietet in Vrin Ortsführungen an.

Routen und Jahreszeiten

Die erste Etappe der Drei-Tages-Tour durch die Greina bis zum Lukmanierpass führt von Vrin zur Capanna Scaletta. Der Bus alpin fährt von Vrin nach Puzzatsch/Parvalsauns in der Lumnezia und bringt Fahrgäste direkt zu Ausgangspunkten für Wanderungen in die Greina.

Die Schneeschuhtour Péz da Vrin startet in Vrin und führt über die Alpwiesen von Prada zur Alp Dado; sie ist mit WT3 (schwierig) bewertet. Im Sommer bietet die Lumnezia ein weit verzweigtes Netz an Wander- und Bikerouten durch ihre Natur- und Kulturlandschaft; ein Wanderbus erleichtert den Zugang zur Mittelstation Triel oder zur Alp Sèzner.

In Vrin lassen sich die Angebote nach Dorfbesuch, Jahreszeit, Aktivitätsform und Ausgangspunkt auseinanderhalten. Die Totenstube und Ortsführungen stehen dabei neben den Wegen in die Greina, den sommerlichen Bikerouten und der winterlichen Schneeschuhtour. Für die eigene Planung können Sie zunächst den gewünschten Charakter festlegen und anschließend die dazugehörigen Angaben zu Route, Ausgangspunkt und Weganforderung zusammenlesen. So bleiben die kulturellen Eindrücke im Dorf, die verschiedenen alpinen Wege und die saisonal unterschiedlichen Unternehmungen klar voneinander getrennt, ohne sie zu einem einzigen Ausflugsprogramm zu verbinden.

Für Vrin lassen sich bei der Hotelwahl Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornobedingungen als eigenständige Angaben neben den beschriebenen Wegen und Kulturangeboten betrachten.

Weitere Ziele sind Sumvitg, Schluein, Medels Im Oberland, Schnaus, Laax, Tujetsch, Sagens und Versam.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surselva.

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