Zillis – Kirchenkunst, Viamala und Wanderwege
Unterkünfte in Zillis
Zillis ist ein Straßendorf am südlichen Ende der Viamala-Schlucht, östlich des Hinterrheins. Der Ort gehört zum Schams in der Region Viamala und liegt im Tal des Hinterrheins. Das Dorf liegt am Westhang des Curvér Pintg da Taspegn. Dessen Höhe wird mit 2731 Metern angegeben.
Landschaft und Geschichte
Die historische Viamala-Straße über die Alpen wurde 1473 eröffnet und führte zu mehr Verkehr in Richtung der Pässe Splügen und San Bernardino.
Kirche und Kulturerbe
Die Pfarrkirche St. Martin in Zillis wurde um 840 erstmals erwähnt. Ihre Decke besteht aus 153 quadratischen Bildtafeln; die Randtafeln zeigen Fabelwesen und Szenen aus der Geschichte des Jona. In der Kirche ist eine karolingische Apsidenanlage in einen Vorgängerbau integriert, was in Graubünden als Besonderheit gilt.
Eine Ausstellung zur Kirche erläutert anhand von Texten, Modellen und einer Multimediaschau das mittelalterliche Weltbild, die Arbeitsweise eines damaligen Malers, die Konstruktion der Holzdecke und die Bestimmung des Alters der Holztafeln. Zum archäologischen und religiösen Erbe von Zillis gehören die Kulthöhle Zillis, eine frühe Kirchenanlage und eine aus dem 8. Jahrhundert stammende Dreiapsidenhalle.
Museen und Industriedesign
Das Talmuseum Tgea da Schons zeigt das bäuerliche Wohnen und das vorindustrielle Handwerk des Schamser Tals. Untergebracht ist es in einem für Mittelbünden typischen Bauernhaus aus dem Jahr 1580. Das Museum dokumentiert, wie die Menschen im Schams früher lebten und arbeiteten.
Die Ausstellung s-cultura.ch in Zillis-Reischen bewahrt außer Betrieb gesetzte Mühlenmaschinen als Kulturzeugnisse eines faszinierenden Industriedesigns. Kirchenkunst, bäuerlicher Alltag und historische Technik setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Beschäftigung mit dem Ort.
Die drei kulturellen Schwerpunkte unterscheiden sich klar: Die Kirche und ihre Ausstellung stehen für mittelalterliche Bild- und Baugeschichte, das Talmuseum für bäuerliches Wohnen und vorindustrielles Handwerk, die Mühlenmaschinen für Industriedesign als technischen Akzent in Zillis-Reischen.
Wege und ehemalige Bergwerke
Die Wanderwege der Strecke zwischen dem Viamala Besucherzentrum, Reischen und Zillis sind als regionale Wanderroute Nr. 50 bezeichnet und mit braunen Wegweisern der ViaSpluga beschildert. Zillis ist außerdem der Zielort der Route Veia Traversina. Wege und kulturelle Stationen lassen sich als unterschiedliche Themen betrachten.
Bei der Exkursion zu den Silberminen auf der Alp Taspegn erfolgt die Fahrt mit einem Land Rover und eine Führung durch ehemalige Erz- und Silberminen.
Weitere Ortsseiten und praktische Orientierung
Wenn Sie Ihre Reiseplanung über Zillis hinaus ausdehnen möchten, finden Sie weitere Ortsseiten bei Portein, Cazis, Almens, Avers, Sils Im Domleschg, Tschappina, Sarn und Rodels.
Zillis ist mit dem PostAuto erreichbar. Direkt gegenüber der Feuerstelle Nislas in Zillis-Reischen befindet sich ein öffentlicher, kostenloser Parkplatz.
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