Malters entdecken: Kirchen, Kultur und Wege
Malters liegt am Fuß der Pilatuskette. Das Gemeindegebiet wird von zahlreichen Spazier- und Wanderwegen durchzogen und verbindet ländliche Landschaft mit einem bemerkenswerten Bestand an Kirchen, Kapellen und historischen Orten.
Kultur und Geschichte
Die Kirche St. Jost in Blatten entstand 1391 als Kapelle und wurde zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mehrfach erweitert. Sie steht unter eidgenössischem Denkmalschutz und ist bis heute ein bevorzugter Ort für Trauungen und Wallfahrten.
Die evangelisch-reformierte Mirjamkirche wurde 1914 unter erheblicher Fronarbeit der in Malters ansässigen Gläubigen erbaut. Seit 1974 verfügt sie über eine neue Orgel, seit 1986 über zwei eigene Kirchenglocken, die auf das Geläut der katholischen Pfarrkirche abgestimmt sind.
Die Villa All'Aria ist ein im klassizistischen Stil errichtetes Gebäude mit Sgraffito-Elementen an den Fassaden. Die Villa und ihr Garten sind im kantonalen Denkmalverzeichnis als geschützte Objekte eingetragen. Seit der Eröffnung des Altersheims 1988 ist der Garten öffentlich zugänglich; heute dient er als Park für die Pensionäre des Alterswohnheims sowie für die gesamte Bevölkerung.
Martin in Malters wurde 1839 eingeweiht. Martin weist frühklassizistische Züge und Dekorationsformen auf, die von spätbarocken Schemata abweichen; der Turm der Kirche St. Martin wurde 1935 neu aufgebaut. An die 1845 gefallenen Freischärler erinnert der Freischarengedenkstein. Beim Gefecht vor dem Gasthaus Klösterli fielen 28 Freischärler, die auf dem Friedhof begraben wurden.
Die St.-Ida-Kapelle Malters war früher eine beliebte Wallfahrtskapelle, die hauptsächlich Kranke vor schweren Operationen und werdende Mütter aufsuchten. Sie wurde 1642 zu Ehren der heiligen Ida und Anna erbaut und 1657 durch Bischof Jost Knab geweiht. Der einfache Bruchsteinbau trägt einen Dachreiter, auf dem ein vergoldeter Hirsch das Kreuz krönt. Die Tscholin-Kapelle Malters ist mit legendären Szenen aus dem Leben Wendelins und aus dem Marienleben geschmückt. Sie ist öffentlich zugänglich und lädt zum Beten und Innehalten ein.
Beim Pfarrhausgarten gilt das Labyrinth im Frühling, Sommer und Herbst für manche Besucher als Ausflugsziel. Das Schachmuseum beherbergt auf 260 m² in 60 Vitrinen mehr als 32.000 Exponate; dort besteht auch die Möglichkeit, selbst eine Partie Schach zu spielen. Die Kulturschiene Malters präsentiert auf ihrer kleinen Bühne Musik verschiedener Stilrichtungen, Kleinkunst und ein jährliches Jassturnier. In der Regel plant sie eine Veranstaltung pro Monat, meist am ersten Freitag des Monats.
Landschaft und Wege
Die Route Energiequelle an der Kleinen Emme führt auf guten Wegen durch moorige Ebenen und Wald. Auf einem gemütlichen Weg führt sie weiter zum Bahnhof Malters. Das Flussufer der Kleinen Emme in der Nähe von Malters lädt zu einem Ausflug ein, während Malters selbst von einer schönen Landschaft mit gepflegten Bauernhöfen geprägt ist.
Von Malters aus können Radfahrer direkt auf nationalen oder kantonalen Radwanderwegen die weitere Umgebung erkunden und unter anderem nach Sursee fahren. Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren stehen damit neben den kulturellen Stationen und den Veranstaltungen der Kulturschiene als unterschiedliche Ortszugänge nebeneinander.
Mobilität
Malters liegt an der Bahnlinie Luzern–Bern; Luzern ist mit der Bahn in etwa 12 Minuten erreichbar. Eine Postautoverbindung fährt von Malters nach Schwarzenberg. Für die Anreise mit dem Auto bietet die Autostraße H10 direkten Anschluss an die Autobahn A2.
Weitere Ortsseiten: Schachen, Adligenswil, Schwarzenberg, Dierikon, Buchrain, Greppen, Rigi Kaltbad, Meggen
Badesee
Eine Anlage an einem Badesee verfügt über eine naturnahe Ufergestaltung. Zu dieser Anlage gehören ein Kinderspielplatz sowie ein Gebäude mit Kiosk, WC und Dusche.
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