Winikon zwischen Fusionsweg und Baukultur
Winikon ist ein Ortsteil von Triengen im Suhrental und liegt an der Grenze zum Kanton Aargau. Der Fusionsweg der Gemeinde Triengen verbindet die Ortsteile Triengen, Winikon, Wilihof und Kulmerau. Er ist durchgehend ausgeschildert und kann gut in Etappen begangen werden.
Die Verbindung der vier Ortsteile gibt dem Weg eine klare örtliche Struktur. Seine Wegführung, die beschilderten Stationen und die Möglichkeit, ihn in Etappen zu begehen, gehören dabei zusammen: Der Fusionsweg macht die Gemeindeteile als Abfolge eines längeren Weges erfassbar, ohne dass sie zu einem einzigen Ortsbild werden.
Natur
Der Fusionsweg führt durch Wälder, an Bächen entlang und über Wiesen. Am Fusionsweg gibt es vier beschriftete Aussichtsplattformen, jeweils eine in jedem Ortsteil. Das frühere Gemeindegebiet von Winikon umfasste ausgedehnte Waldflächen, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Weiher, die nach der Trockenlegung des früheren Moorgebiets an der Suhre entstanden. Die Landschaft verbindet damit gegenwärtige Wegabschnitte mit einer früheren Flächennutzung: Wälder, landwirtschaftlich genutzte Bereiche und Weiher stehen neben der Erinnerung an das ehemalige Moorgebiet. Die vier Plattformen verteilen sich auf die Ortsteile und ergänzen die Landschaft um fest benannte Aussichtspunkte.
Die Suhre gehört zugleich zum räumlichen Bezug der früheren Weiher. Die Weiher entstanden nach der Trockenlegung des früheren Moorgebiets an der Suhre; sie sind damit ein Teil der beschriebenen Landschaftsgeschichte und nicht losgelöst von der früheren Nutzung des Gebiets zu betrachten.
Weitere Orte unter derselben übergeordneten Destination sind Mauensee, Triengen, Grosswangen, Oberkirch, Ruswil, Eich, Neudorf und Beromünster.
Kultur
Die spätbarocke Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt steht in Winikon und ist über einen großen Teil des Suhrentals sichtbar. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde von 1699 bis 1702 neu erbaut. Am 4. September 1710 wurde sie vom Konstanzer Weihbischof Konrad Ferdinand Leist neu geweiht. Die heutige Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde von 1991 bis 1995 umfassend restauriert. Bauzeit, Weihe und Restaurierung markieren dabei drei klar voneinander getrennte Abschnitte der Kirchengeschichte.
Beim Pfarrhaus Winikon stammt die älteste Phase des heutigen Dachstocks aus dem Winter 1576/77. Das Pfarrhaus Winikon ist ein gewachsenes Baudenkmal und wurde von 2017 bis 2019 umfassend restauriert. Zum kirchlichen Ensemble von Winikon gehört der Pfarrspycher. Früher diente er zur Zwischenlagerung des Zehnten. Seit etwa 1985 dient der Pfarrspycher dem Historischen Verein Winikon als Dorfmuseum. Am Pfarrhaus und am Pfarrspycher treffen sich damit unterschiedliche Zeitschichten: der Dachstock aus dem Winter 1576/77, die frühere Nutzung des Spycher zur Zwischenlagerung des Zehnten und seine heutige Funktion als Dorfmuseum seit etwa 1985.
Erreichbarkeit
Winikon ist mit dem Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß erreichbar.
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