Wauwil – Pfahlbauten und Natur im Wauwilermoos
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Foto: Hans-Rudolf Berner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wauwil liegt im Herzen des Luzerner Mittellands im Dreieck der Landstädtchen Sursee, Willisau und Zofingen. Archäologische Pfahlbauten, Wege durch das Wauwilermoos und die Geschichte der örtlichen Glashütte geben dem Ort unterschiedliche kulturelle und landschaftliche Anknüpfungspunkte.
Archäologie und Ortsgeschichte
In Wauwil gibt es ein Pfahldorf mit einem Infopavillon. Die Pfahlbausiedlung Wauwil und der Archäologische Lernpfad Wauwilermoos können kostenlos besucht werden. In der Siedlung erkunden Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit Archäologinnen und Archäologen Originalfundstücke. Für Privatpersonen und Schulklassen bietet die Pfahlbausiedlung außerdem Führungen an.
Die Pfahlbausiedlung Wauwil bildet den Ausgangspunkt für den Archäologischen Lernpfad durch das Wauwilermoos. Der Weg beginnt und endet bei den rekonstruierten Pfahlbauten und dem Infopavillon direkt neben dem Bahnhof Wauwil. Er ist rund sieben Kilometer lang und umfasst sechs Stationen zur Alt- und Jungsteinzeit. Die Route „Pfahlbauer und Natur pur“ beginnt ebenfalls in Wauwil, führt durch das Wauwilermoos zu einem Beobachtungsturm für die Vogelbeobachtung und endet nach 6,4 Kilometern in Schötz.
In der Nähe des Archäologischen Lernpfads Wauwilermoos liegt das Archäologische Museum in Schötz. Es zeigt Funde aus der Wauwilerebene und dem Wiggertal aus Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit, Römerzeit und Mittelalter. Im Mittelpunkt stehen Funde aus Egolzwil 3, einem frühen Bauerndorf, dessen Fundstelle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Natur und Wege
Das Wauwilermoos ist im Inventar der Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung enthalten. Derzeit ist es das größte Brutgebiet der Schweiz für den Kiebitz. Im Reservat gibt es einen öffentlich zugänglichen Turm, von dem aus Vögel im Schutzgebiet beobachtet werden können.
Der Wauwiler Bänkliweg beginnt in der Nähe der Pfahlbausiedlung Wauwil und der S-Bahn-Haltestelle Wauwil. Er führt südwärts auf die Wauwiler Ebene, wo sich artenreiche Naturschutzgebiete mit vielen Schwimm- und Watvögeln befinden. Das Wauwilermoos kann zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet werden.
Die Route „Weitsicht im Luzerner Hinterland“ führt durch das Wauwilermoos in Richtung Schötz. Beim Santenberg und im Wauwiler Moos lässt sich Geocaching mit Wandern, Biken, Spazierengehen und Joggen verbinden. Der Torfweg führt durch das Wauwiler Moos und das Dorf und verbindet dabei Aspekte von Fauna, Flora und Kunst. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Wegthemen bieten eine sachliche Grundlage, um die Tagesplanung nach gewünschter Gehzeit und Schwerpunkt zu ordnen.
Wege für Familien und Beobachtungen
Der Kinderwanderweg „Kiebitzweg“ führt durch Wauwil und über den Santenberg. Er ist ein Angebot für Familien mit verschiedenen interaktiven Stationen. Der Weg beginnt am Bahnhof Wauwil und führt am Ende mit einem kleinen Abstecher in Richtung Sportanlage Moos zu einem Spielplatz mit WC. Als Rundweg umfasst der Kiebitzweg zehn verschiedene thematische Stationen.
Kultur, Glaube und Handwerk
Das Dorf- und Glasmuseum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus „Weiermatt“ und kann nach Anmeldung besichtigt werden. Es vermittelt die Geschichte Wauwils im Zusammenhang mit der Geschichte und dem Schicksal der Glashütte. Auf dem Areal des Zentrums Linde zeugen die Bronzestatuen „Torfstecher“ und „Glasbläser“ von den Anfängen der Glasproduktion in Wauwil.
Die St. Wendelinskapelle befindet sich in Wauwil in Richtung Buchs und steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Die erste Kapelle wurde im 16. Jahrhundert erbaut und 1737 durch eine zweite Kapelle ersetzt. Der Wendelinstag wird am 20. Oktober seit 1825 als Festtag begangen. Der Pilgerweg führt unter anderem zu einer Kirche, einem Friedhof, einer Kapelle, einem Helgenstöckli und Türst-Kreuzen.
Wauwiler Champignons bietet in Wauwil nach Vereinbarung etwa einstündige Betriebsbesichtigungen für Gruppen von 10 bis 50 Erwachsenen an.
Bahnhof und Parkieren
Die S-Bahn-Haltestelle mitten in Wauwil bietet im Halbstundentakt Verbindungen nach Sursee und zurück. Die P+Rail-Anlage am Bahnhof Wauwil verfügt über 16 Parkplätze, darunter einen Behindertenparkplatz.
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