Wikon: Marienburg, Kultur und Wanderwege
Zu den prägenden Orten in Wikon gehören das auf einer Kuppe stehende Schloss Marienburg und 16,2 Kilometer offizielle Wanderwege durch gepflegte Wälder und Wiesen. Von der öffentlichen Aussichtsterrasse des Schlosses reicht der Blick über das Wiggertal; bei geeignetem Wetter führt er bis zur Alpenkette.
Kultur
Das Schloss Wikon, auf dem Marienburg beruht, geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Burganlage Marienburg bewahrt den Hauptturm sowie Reste der alten Kapelle und des Palas. Als mittelalterliche Burganlage ist Marienburg in einer archäologischen Schutzzone verzeichnet. Schloss Marienburg ist zu einem Erkennungszeichen der Gemeinde Wikon geworden.
Im Ortsbild steht auch der Spycher für jüngere Kulturgeschichte. Er wurde 2006 anlässlich der 750-Jahr-Feier des Dorfes renoviert und ist ein Vermächtnis des verstorbenen Rudolf Lanz. Die Kulturgruppe Wikon veranstaltet dort pro Jahr vier kulturelle Anlässe.
Mit Marienburg ist zudem die Geschichte des Erziehungs- und Missionsinstituts verbunden: Die Benediktinerschwester Gertrud Leupi eröffnete es 1891. Die Schwesternschaft bereitete hier bis 2003 junge Frauen auf das Berufs- und Familienleben vor. Der Erweiterungsbau des Instituts Marienburg entstand zwischen 1970 und 1972.
Weitere Kulturorte
Die Bruder-Klausen-Kirche ist ein moderner Kirchenbau mit offenem Kirchturm nach Plänen des Architekten Hermann Bauer. Sie ist rollstuhlgängig, bei der Kirche sind Parkplätze vorhanden, und für Trauungen und Konzerte nimmt sie Anfragen entgegen. Das Hochstudhus Sager an der Oberdorfstrasse 2 ist als kantonal geschütztes Kulturobjekt verzeichnet.
Der Erlebnisbahnhof Brittnau-Wikon befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Brittnau-Wikon an der Eisenbahnlinie Olten–Luzern. Bei Führungen wird das elektromechanische Stationsstellwerk Brittnau-Wikon demonstriert. Die Burg Bottenstein wurde 1949/50 ausgegraben und konserviert; die Ruine Bottenstein ist jederzeit frei zugänglich.
Natur und Wege
Am Waldrand oberhalb der Schule und der katholischen Kirche liegt der Waldspielplatz Wikon, ein Spiel- und Grillplatz. Er bietet Familien einen Platz für Picknicks. Vor Ort steht Holz zum Grillieren zur Verfügung. Besucher des Waldspielplatzes Wikon sollen den Parkplatz beim Schulhaus benutzen; das Befahren des Platzes mit motorisierten Fahrzeugen ist untersagt.
Die Naturschutzzone Hohwacht umfasst eine exponierte Kuppe mit extensiver Wiese. Die Naturschutzzone Chrummächerli umfasst eine Waldlichtung mit extensiver Wiese. Die Schutzzone Bachtale umfasst einen Orchideenstandort.
Eine vorgeschlagene Wanderung beginnt am Waldspielplatz Wikon und führt bergauf zur Marienburg. Von der Haltestelle Wikon, Schlossberg, führt ein ausgeschilderter Wanderweg in 20 Minuten zur Burg Marienburg hinauf. Die ViaGottardo verläuft unterhalb des Burghügels der Marienburg.
Ausflüge im regionalen Umfeld
Wikon ermöglicht die Nutzung der Kultur- und Freizeitangebote in Zofingen und Umgebung. Das Wauwilermoos lässt sich auf Wanderungen oder Radtouren erkunden und verbindet UNESCO-Welterbe mit einer artenreichen Tierwelt. Ein sieben Meter hoher Beobachtungsturm im Wauwilermoos ermöglicht den Blick über das Naturschutzgebiet.
Ein Rundgang durch die Hauptgasse und die historischen Gassen von Willisau vermittelt einen Überblick über Stadtgeschichte, Architektur und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Weitere Ziele in der Auswahl sind Gettnau, Menzberg, Luthern, Ufhusen, Wauwil, Pfaffnau und Reiden.
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