Travers Ne: Geschichte, Asphaltminen und jurassischer Karst

File:Kirche Travers NE.jpg File:Kirche Travers NE.jpg Foto: Schedukiam via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Travers Ne hat das Erscheinungsbild eines industriell geprägten Juradorfes; die erste schriftliche Erwähnung von Travers findet sich in einem Dokument aus dem Jahr 1202.

Ergänzend finden Sie Ortsseiten zu Môtiers, Couvet, Boveresse, Fleurier, Buttes, Saint-Sulpice Ne, La Côte-Aux-Fées und Les Verrières.

Geschichte

Der Temple von Travers wurde 1569 an der Stelle einer mittelalterlichen Kapelle errichtet; sein Glockenturm stammt aus dem Jahr 1632 und wurde nach dem Brand von 1865 erhöht.

Das Château von Travers war der frühere Wohnsitz der Herren von Travers und stammt aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Eine steinerne Brücke mit vier Bögen aus dem Jahr 1665 gilt in der Region als einzigartig. Der Brand von 1865 erfasste 101 der 124 Häuser des Dorfes Travers und zerstörte fast alle davon.

Kultur

Bei geführten Besichtigungen der Mines d'asphalte erkunden Sie einen Bereich des Standorts La Presta, an dem von 1712 bis 1986 Asphalt abgebaut wurde.

Der touristische Rundgang der Mines d'asphalte verbindet einen Museumsbereich mit einem unterirdischen Galeriebereich. Der Besuch dauert etwa eineinhalb Stunden und umfasst einen Rundgang von ungefähr 1 km durch die unterirdischen Galerien.

Zum Besuch gehört auch die Ausstellung Asphalt Story. Sie erklärt anhand von sechs spielerischen, interaktiven Erlebnissen, wie die Asphaltlagerstätte entstanden ist.

In den unterirdischen Galerien der Mines d'asphalte herrschen ganzjährig 8 °C. Für Rollstuhlnutzer kann bei den Mines d'asphalte auf Anfrage eine angepasste Besichtigung der unterirdischen Galerien organisiert werden; Asphalt Story ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.

Besucher können mit einem Entdecker-Kit den Jardin des Mineurs erkunden.

Natur

Der Chemin de l'Areuse Nr. 304 führt von Travers nach Couvet durch eine als unberührt und ruhig geltende Naturlandschaft.

Der Weg weist 50 Höhenmeter im Aufstieg und 50 Höhenmeter im Abstieg auf. Technisch ist der Chemin de l'Areuse Nr. 304 als leicht, hinsichtlich der Kondition jedoch als schwierig eingestuft. Die getrennte Bewertung von Technik und Kondition macht die Angaben zum Wegcharakter für die eigene Planung vergleichbar.

Anreise

Regionalzüge verkehren über La Presta Mines d'asphalte und Travers.

Die Aktivität an den Mines d'asphalte in Môtiers oder Travers wird jährlich angeboten; die Mines d'asphalte und Môtiers sind mit dem Auto oder dem Zug erreichbar.

Regionale Themen

Das Musée de la Banderette auf der Alpage de la Banderette südlich von Travers bietet geführte Besichtigungen sowie Ausstellungen und Erklärungen. Anhand des Creux du Van vermittelt es die Präsenz des Wolfs und erläutert dessen Geologie sowie den jurassischen Karst.

Der interaktive Totemi-Rundgang vermittelt anhand praktischer Erlebnisse und digitaler Animationen Wissenswertes über die Tiergemeinschaften in seinem Biotop.

Lokaler Geschmack

Im Café des Mines wird im Val-de-Travers Schinken, der im Asphalt gegart wurde, als lokale Spezialität angeboten. In der Boutique des Mines können Besucher Absinth aus dem Val-de-Travers verkosten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Val-De-Travers.

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