Sevelen: Schluchtenweg, Kunst und Geschichte am Rhein

File:Panaromic of Rhine valley from Sevelerberg.jpg File:Panaromic of Rhine valley from Sevelerberg.jpg Foto: Haj3s29a via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sevelen liegt im Rheintal westlich von Vaduz an der Grenze zu Liechtenstein und hat einen ländlichen Charakter sowie eine ruhige Atmosphäre. Zur politischen Gemeinde gehören neben dem gleichnamigen Dorf die Weiler Rans, Oberräfis, St. Ulrich, Välsli und Glaat am Rand der Rheinebene sowie Einzelhöfe am Osthang der Alvierkette.

Weitere Ortsseiten im Überblick: Sennwald, Grabs, Gams, Wartau und Buchs.

Wege

Der Schluchtenweg ist ein 5,1 Kilometer langer Rundweg mit einer Gehzeit von etwa zwei Stunden. Er folgt über Treppen und Brücken einem schäumenden Bergbach; entlang des Bachs sind Gletschermühlen zu sehen.

Der Schluchtenweg kann sowohl am Parkplatz Glat als auch in der Ortsmitte bei der Zivilschutzanlage begonnen werden. An 16 Stationen erfahren Besucher Wissenswertes über Heil, Segen und Gefahren des Wassers.

Wenn Sie den zeitlichen Rahmen eines Ausflugs abstecken, bilden Länge und Gehzeit einen nüchternen Planungsrahmen; die beiden Startpunkte lassen sich unabhängig davon in die eigene Tagesplanung einordnen.

Kunst

Oberhalb von Sevelen liegt auf einer leichten Anhöhe der Kunstpark GedankenBerg, geschaffen von Gert Gschwendtner und Mali Gubser. Als begehbares Kunstobjekt dient der GedankenBerg zugleich als Verweilort für subtile Erfahrungen.

Die 18 Stationen des GedankenBergs bringen skulpturale Elemente, Felszeichnungen, Figuren, architektonische Versatzstücke und Texte in Dialog mit den geologischen Strukturen, den Pflanzen und dem umgebenden Panorama.

Der GedankenBerg ist vom 1. April bis 1. November täglich von 09:00 bis 20:00 Uhr öffentlich zugänglich; der Eintritt ist frei.

Wenn Sie kulturelle Themen ordnen möchten, stehen sakrale Baugeschichte, Brückenbau, Burgreste und begehbare Kunst als klar unterscheidbare Schwerpunkte nebeneinander.

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Geschichte

Die Kirchengründung von St. Johannes geht auf das 12. Jahrhundert zurück; die Kirche wurde mehrfach um- und neu gebaut.

Auf dem Storchenbühl ließ der Churer Bischof Heinrich III. von Montfort im 13. Jahrhundert eine Burg errichten. Archäologische Funde auf Sonnenbühl, Geissberg und Dachsenboden belegen eine Besiedlung zwischen 4000 und 1800 v. Chr.; der Ortsname „Sevellin“ ist seit 1160 belegt, und der Weiler Rans wird bereits 842/843 erwähnt.

Zu den sichtbaren Resten der Burg Herrenberg gehören ein Mauerzahn eines Turms, schwache Mauerspuren der Kernburg und ein breiter Graben. Das Burgareal Herrenberg ist heute Teil einer begehbaren Kunstinstallation.

Brücke

Die heutige Rheinbrücke Vaduz–Sevelen geht auf eine 1870/71 nach den Plänen des Regionalingenieurs Peter Rheinberger errichtete Brücke zurück. 1900/01 wurde sie erneut in Fachwerkbauweise und im Howe-Stil mit einem Bretterschirm und Dach errichtet. Insgesamt ist die Rheinbrücke Vaduz–Sevelen 135 Meter lang.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Werdenberg.

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