Dangio: Schokoladengeschichte, Kirchenkunst und Bergwege

Dangio liegt in der Gemeinde Blenio, im Bezirk Blenio des Kantons Tessin. Der Ort verbindet eine bemerkenswerte Schokoladengeschichte mit historischen Sakralbauten und Wegen in die Bergwelt.

Für weitere Ortsinformationen können Sie außerdem Campo, Torre, Anzano und Aquila aufrufen.

Kultur

Ernesto Cima und seine Brüder gründeten die Fabrique de Chocolat Cima in Dangio-Torre, nachdem sie aus Nizza zurückgekehrt waren. Das Gebäude der Fabrique in Dangio-Torre ist ein Industriedenkmal aus der Epoche des Jugendstils. Viele einzigartige Rezepte und Werkzeuge zur Schokoladenherstellung von CimaNorma sind über die Jahre erhalten geblieben. Zum kulturellen Angebot des Bleniotals gehört außerdem das Museo del Cioccolato di Dangio.

Die alte Kirche Santo Stefano in Dangio geht auf das 12. Jahrhundert zurück und wurde 1732 nach einem Brand wiederaufgebaut. Neben einem Seiteneingang befinden sich Fragmente von Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Der romanische Glockenturm stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert und hat fünf durch einen gezackten Fries deutlich voneinander getrennte Geschosse.

Im Inneren der Chiesa di S. Stefano befinden sich eine Madonnenstatue, eine Leinwand mit der Kreuzabnahme aus dem 17. Jahrhundert, Tafeln der Verkündigung aus dem 16. Jahrhundert und Gemälde von Emilio Ferrazzini aus dem Jahr 1937. An der Fassade der Casa Baltera ist 100 Meter von der alten Kirche Santo Stefano, der Chiesa di S. Stefano, entfernt eine Madonna del latte aus dem Jahr 1495 zu sehen.

Das Oratorio di S. Ambrogio wurde 1742 im Barockstil erweitert. Seine Seitenfassade ist mit einem Christophorus dekoriert, den Attilio Balmelli und Emilio Ferrazzini 1953 schufen. Zuletzt wurde das Oratorio 2012 restauriert. Im Inneren befindet sich eine bemalte und vergoldete Madonnenskulptur aus dem 18. Jahrhundert mit einer Tragbahre.

An der Casa Bernardi im Ortskern von Dangio befinden sich wertvolle mittelalterliche Wandmalereien der Madonna in Trono und des heiligen Antonius Abbas aus dem Jahr 1469, die der seregnischen Schule zugeschrieben werden.

Natur

Die Berglandwirtschaft hat das Bleniotal in eine reizvolle Kulturlandschaft verwandelt. Der Aufstieg von Dangio zur Capanna Adula führt in das verborgene und wilde Val Soi und anschließend zu zwei Maiensäßen hinauf. Der Weg von Dangio zur Capanna Adula führt durch das Dorf und folgt dabei der ausgeschilderten Route. Er ist direkter, steil und anspruchsvoll.

Wandern und Wege

Das Bleniotal verfügt über ein 500 Kilometer langes, gut ausgeschildertes Wegenetz für Wanderer. Dazu gehören leichte Talboden-Routen, die fast das ganze Jahr über begehbar sind. Unterschiedliche Weglängen, Geländeformen und der Kontrast zwischen Talboden und anspruchsvollem Aufstieg helfen Ihnen, die geplanten Wandertage klar voneinander zu unterscheiden.

Die historischen Wege im Bleniotal sind einheitlich mit der Farbe Braun ausgeschildert. Entlang dieser Wege gibt es Orientierungstafeln und thematische Informationstafeln.

Regionale Eindrücke

Die Straße über den Lukmanierpass führt vom Bleniotal nach Disentis/Sedrun im bündnerischen Vorderrheintal und ist ganzjährig befahrbar. Im Bleniotal werden aromatische Köstlichkeiten von Bergbauern zum Probieren empfohlen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Blenio.

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