Bischofszell: Wege, Rosen und Kultur

Häusergruppe nördliche Stadtmauer Bischofszell Häusergruppe nördliche Stadtmauer Bischofszell Foto: Lokolia via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Stadt Bischofszell liegt südlich der Sitter auf einer Terrasse; bei Bischofszell mündet die Sitter in die Thur. Bischofszell ist eine Kleinstadt und hat als Industriestandort regionale Zentrumsfunktion.

Wege zwischen Sitter und Thur

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Der Sitter-Rundweg gilt als gemütliche Wanderung entlang der Sitter und ist 7,2 Kilometer lang; er beginnt an der Sitterbrücke.

Der Thur-Rundweg ist 10,5 Kilometer lang, beginnt und endet an der alten Thurbrücke, verläuft größtenteils entlang der Thur und bietet Ausblicke über das Thurland und die Voralpen.

Der Rundweg am Bischofsberg führt durch den Wald und bietet Ausblicke in Richtung Säntis und über Bischofszell.

Für Ihre Tagesplanung können Sie die Routen nach Streckenlänge, Startpunkt und Landschaftscharakter ordnen.

Die drei Wege setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Der Sitter-Rundweg verbindet den Ausgangspunkt an der Sitterbrücke mit einer kürzeren Strecke, der Thur-Rundweg folgt über weite Teile dem Flusslauf und der Weg am Bischofsberg führt durch den Wald. So lassen sich Länge, Ausgangspunkt und Landschaft gezielt miteinander vergleichen.

Die Regionalbahn Thurbo hält an einer der beiden Bischofszeller Haltestellen auf der Strecke zwischen Weinfelden und St. Gallen.

Weitere Ortsseiten ergänzen die Auswahl mit Erlen, Zihlschlacht-Sitterdorf, Kradolf-Schönenberg und Hauptwil-Gottshaus.

Städtli, Rosen und Geschichte

Der historische Rundweg durch das Städtli führt an Rosengärten, dem Bogenturm, dem Rathaus, der katholischen Kirche und der alten Thurbrücke vorbei.

In Bischofszell gibt es zahlreiche öffentliche Rosengärten, die sich zur Besichtigung eignen. Die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche findet Ende Juni statt und verbindet eine große Rosenschau mit kulturellen Angeboten im barocken Städtchen.

Bischofszell erhielt 1987 den Wakkerpreis.

Das Rathaus wurde zwischen 1747 und 1750 erbaut und weist eine reiche Rokokoausstattung auf. Die Kirche St. Pelagius stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Die Thurbrücke wurde 1487 erbaut und zählt zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Brücken der Schweiz. Schloss Bischofszell war das Schloss des Bischofs und stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Nach der Reformation von 1529 hatte Bischofszell eine evangelische Mehrheit; der katholische Gottesdienst wurde 1535 wieder zugelassen.

Kultur

Bei Führungen wird die Vielzweck-Papiermaschine ohne Papierherstellung in Betrieb genommen. Die Maschine ist 37 Meter lang und wiegt 223 Tonnen.

In den Museumsräumen wird die Wohnkultur der vergangenen 500 Jahre von der Spätgotik bis ins 20. Jahrhundert gezeigt.

Zu bewundern sind Kelche, Ziborien, Monstranzen, Reliquiare und Leuchter aus Spätrenaissance, Barock und Rokoko.

Das Museum zeigt einen Überblick über die technische und elektronische Entwicklung von 100 Jahren Radiotechnik.

Im Zusammenhang mit dem Buchdruck und der Handsetzerei wird praktisches Fachwissen vermittelt; zu sehen sind Setz- und Druckmaschinen aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Die Museen verbinden damit mehrere Zugänge zur Ortsgeschichte: technische Entwicklung, historische Wohnkultur, sakrale Kunst und die praktische Seite von Buchdruck und Handsetzerei stehen nebeneinander. Wer Bischofszell über seine Bauwerke und Gärten hinaus kennenlernen möchte, findet so unterschiedliche kulturelle Themen in den Museumsräumen und bei Führungen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bischofszell.

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