Langrickenbach: Panoramaweg, Seerücken und Dorfgeschichte

File:Zuben (Langrickenbach) Hauptstr. 66.jpg File:Zuben (Langrickenbach) Hauptstr. 66.jpg Foto: JoachimKohler-HB via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Langrickenbach liegt am östlichen Ausläufer des Seerückens und nicht weit vom Bodensee entfernt. Als typische Thurgauer Landgemeinde gilt der Ort; die Landwirtschaft hat im gesamten Gemeindegebiet weiterhin einen wichtigen Stellenwert.

Weitere Orte im regionalen Umfeld sind Altnau, Kreuzlingen, Gottlieben, Salenstein, Ermatingen, Lengwil, Bottighofen und Güttingen.

Für einen Aufenthalt in Langrickenbach stehen unterschiedliche Ortsbezüge nebeneinander: Panoramaweg, Mülibach und historische Bauwerke. Bei einem Hotelangebot sind Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen eigenständige Angaben, die Sie mit Ihren Reiseplänen abgleichen können. Für die Tagesplanung lassen sich die Schwerpunkte getrennt gewichten: Wege und Aussicht, der offene Bach als Naturraum sowie historische Gebäude bilden unterschiedliche Anknüpfungen. Damit bleibt erkennbar, ob bei einem Besuch eher Bewegung, Landschaft oder Baukultur im Vordergrund steht.

Landschaft und Wege

Langrickenbach eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die traditionelle Thurgauer Landschaft. Der Panoramaweg Langrickenbach bietet Ausblicke auf den Bodensee und das deutsche Ufer und führt durch den geschützten Dorfkern von Herrenhof. Oberhalb des Ortsteils Zuben lädt eine Grillstelle beim alten Reservoir mit Seesicht zum Verweilen ein.

Der Mülibach in Langrickenbach ist als offener Bach ein Naherholungsgebiet. Der renaturierte Lebensraum Mülibach/Stichbach bietet Fischen, Krebsen, Käfern, Vögeln und Amphibien geeigneten Lebensraum.

Die kantonale Radwanderroute Seerücken führt durch Langrickenbach. Bei Wanderungen und Velotouren lassen sich mehrere denkmalgeschützte Riegelhäuser entdecken. Die genannten Wege setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Wandern, Velofahren, Aussicht und Naturraum.

Geschichte und Baukultur

Langrickenbach wurde erstmals 889 als „Rihchinbahc“ urkundlich erwähnt; die Siedlung Lenzwil im Ortsteil Dünnershaus ist seit 838 schriftlich belegt. Die Evangelische Kirche in Langrickenbach wurde erstmals zwischen 900 und 910 erwähnt, während die Kirche Langrickenbach seit 1155 geschichtlich erwähnt ist.

Die heutige Form der Kirche Langrickenbach entstand in den Jahren 1897 bis 1899; 1997 wurde die Evangelische Kirche innen und aussen renoviert. Sie steht unter rechtskräftigem Schutz und ist im Thurgauer Hinweisinventar als „besonders wertvoll“ eingestuft.

Die Alte St. Galler Strasse, an der Langrickenbach liegt, verband vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert als bedeutender Verkehrsweg die Bischofsstadt Konstanz mit dem Kloster St. Gallen.

Das Schlössli Herrenhof befindet sich in Privatbesitz und kann von aussen besichtigt werden. Selsmüli ist eine ehemalige Mühle, die zu einem Wohnhaus und einer Werkstatt umgebaut wurde; ihr Erscheinungsbild stammt insgesamt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Selsmüli in Schönenbaumgarten ist als „bemerkenswert“ eingestuft.

Das Gebäude Rössli war früher eine Gastwirtschaft. Das ehemalige Gasthaus ist ein markantes, langgestrecktes Vielzweckgebäude in Fachwerk mit einem rückseitigen, ebenfalls geriegelten Querbau auf gedrechselten Eichensäulen des 18. Jahrhunderts.

Verkehr und lokale Produkte

Langrickenbach wird von der Postautolinie Amriswil–Münsterlingen–Kreuzlingen bedient. Der Hofladen von stadifarm in Dünnershaus bietet Aprikosen aus eigener Produktion sowie hausgemachte Konfitüren, Schnaps und Likör aus eigenen Früchten an.

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