Bottighofen am Obersee: Geschichte, Natur und Wege
Bottighofen liegt am Südwestufer des Obersees, des östlichen Teils des Bodensees.
Geografische Einordnung
Das Gemeindegebiet reicht vom Seeufer im Norden auf etwa 396 Metern über Meer bis zum Aggerhau an der Südgrenze auf etwa 481 Metern über Meer. Die Landschaft rund um Bottighofen wurde durch Ablagerungen und landschaftsbildende Prozesse der letzten Eiszeit geprägt; die Grundmoräne trug zur Entstehung fruchtbarer, für die Landwirtschaft geeigneter Böden bei.
Die Badi Röösli grenzt direkt an eine Naturschutzzone. Zu Fuß ist die Badi Röösli etwa eine Minute vom Bahnhof und vom internationalen Bodensee-Radweg entfernt.
Weitere Orte in der regionalen Auswahl sind Salenstein, Münsterlingen, Kreuzlingen, Güttingen, Tägerwilen, Gottlieben, Langrickenbach und Lengwil.
Kultur und Geschichte
Der Botti-Trail bietet zwei Rundgänge durch Bottighofen. Er führt zu besonderen Orten und vermittelt deren Geschichte. Die Starttafel befindet sich beim Dorfzentrum, das Ziel bei der Raiffeisenbank.
Das Dorfmuseum Bottighofen zeigt Alltagsgegenstände, Apparate, Maschinen und Fahrzeuge aus älterer und neuerer Zeit. Seine Sammlung besteht aus Gegenständen aus Bottighofen, die die Geschichte des Dorfes dokumentieren. Über die Thurbo-Linie S1 ist das Museum über die Haltestelle Bottighofen erreichbar.
Die vollständig ausgestatteten Bunkeranlagen in Bottighofen wurden 2004 als Museen für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht. Das freistehende, zweigeschossige Infanteriewerk A 5701 Bottighofen-Dorf ist als Ökonomiegebäude in Riegelbauweise getarnt.
Der Ländliche Garten Rutishauser in Bottighofen kann jederzeit besichtigt werden. Archäologische Funde in Bottighofen reichen bis in die Jungsteinzeit zurück; die Befunde lassen auf frühere Pfahlbauten am Seeufer schließen.
Die kulturellen Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der Botti-Trail verbindet besondere Orte mit ihrer Geschichte, das Dorfmuseum bewahrt Gegenstände aus dem örtlichen Alltag, und die Bunkeranlagen machen ein freistehendes Infanteriewerk als Museum zugänglich. Der Ländliche Garten Rutishauser ergänzt diese Auswahl um einen jederzeit besichtigbaren Ort.
Wege und Natur
Die Bunkerwanderung führt auf Naturwegen durch Wälder und über die Höhenzüge des Seerückens zu verschiedenen Bunkern und bietet Ausblicke. Die Uferwanderung am Bodensee führt von Bottighofen nach Güttingen und kommt an zahlreichen idyllischen Stellen vorbei. Entlang der Uferwanderung am Bodensee gibt es an den Stationen der Seelinie zahlreiche Ausstiegsmöglichkeiten.
In Bottighofen ist das Naturschutzgebiet Alte Aare mit Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und Naturbeobachtung verbunden. Rund um Bottighofen verlaufen Radrouten. Darunter ist ein Radweg, der in Konstanz an den Bodensee-Radweg anschließt. Als naturbezogene Rundwanderung gilt die Strecke zwischen Bottighofen und Schönenbaumgarten durch eiszeitliche Tobel mit Ausblicken auf den Bodensee.
Für die Wegeauswahl stehen damit verschiedene Streckenformen nebeneinander: Die Bunkerwanderung verbindet Naturwege, Wald und Höhenzüge mit historischen Anlagen, die Uferwanderung folgt dem Bodensee bis Güttingen, und die Strecke nach Schönenbaumgarten verläuft als Rundwanderung durch eiszeitliche Tobel. Ergänzend erschließen Radrouten das Umfeld und knüpfen in Konstanz an den Bodensee-Radweg an.
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