Pfyn an der Thur – Geschichte, Natur und Kultur
Thur und Landschaft
Pfyn ist eine Ortschaft an der Thur zwischen Frauenfeld und Steckborn sowie eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Südlich an Pfyn angrenzend liegt das Thurvorland, ein Schutzgebiet von nationaler Bedeutung, durch das Wanderwege führen. Frankrichli ist ein idyllischer Badweiher unterhalb des Städtlis. Eine Wanderung über den Hirschensprung führt von Pfyn nach Dettighofen und bietet Ausblicke auf das Thurtal.
Weitere Ortsseiten in dieser Auswahl sind Hüttwilen, Eschenz, Müllheim Dorf, Mammern, Wagenhausen, Homburg, Berlingen und Steckborn.
Natur und Wege
Der WWF-Biberlehrpfad in Pfyn ist ein vier Kilometer langer Rundweg durch die Thurgauer Auen. Zehn Informationstafeln verbinden interaktive und spielerische Elemente. Der Weg beginnt an der PostAuto-Haltestelle neben der Thurbrücke von Pfyn.
Rundgang, Wanderung, Velotour und Museum unterscheiden sich nach Aktivität und zeitlicher Vorbereitung; diese Unterschiede können Sie bei der Tagesplanung gegeneinander abwägen.
Geschichte und Kultur
In Pfyn sind Überreste eines spätantiken Römerkastells sichtbar. Im Bereich des Städtlis stehen Ruinen einer kurz vor 300 n. Chr. errichteten mächtigen Festung; ihre Nordmauer und Teile der Westmauer sind recht gut erhalten. Die alte römische Heerstrasse von Vitudurum (Oberwinterthur) nach Arbor Felix (Arbon) führte über Pfyn.
Die Kirche St. Bartholomäus ist rechtskräftig geschützt und als besonders wertvoll eingestuft; erstmals wurde sie 1155 urkundlich erwähnt. Die Bartholomäuskirche im Innern des Kastells gehört zu den ältesten Kirchen im Thurgau. Pfyn gilt als eine der ältesten Siedlungen der Ostschweiz und hatte eine der ersten Kirchen im Thurgau.
Beim spätrömischen Kastell zeigt eine kleine, neu gestaltete Ausstellung Funde aus der Römerzeit und aus der jungsteinzeitlichen Siedlung Pfyn-Breitenloo. Das Museum in der Trotte zeigt mit seiner Sammlung einen Querschnitt durch die Geschichte von Pfyn und ist nach telefonischer oder E-Mail-Vereinbarung zugänglich.
Das ehemalige VSP-Areal repräsentiert ein Stück thurgauischer und ostschweizerischer Industriegeschichte. Das ehemalige Direktorenhaus auf dem VSP-Areal gilt als denkmalpflegerisch wertvoll. Das ehemalige Ökonomiegebäude des Schlosses wurde fachgerecht restauriert.
Archäologie und Ausflüge
Die ältesten bekannten Siedlungsspuren liegen rund 1,5 km westlich von Pfyn im ehemaligen Torfmoor Breitenloo, in einer schwachen Senke einer Seitenmoräne des Thurgletschers, und stammen aus dem Jungneolithikum (4300 v. Chr.). Funde aus der Zeit um 4000 bis 3500 v. gaben der Pfyner Kultur ihren Namen.
Auf einem Rundgang durch Pfyn lassen sich an zehn Standorten Hintergrundinformationen zur Geschichte des Ortes entdecken. Bei einer Velotour von Oberwinterthur nach Pfyn lassen sich römische Stätten entdecken. Eine Weinroute durch die Thurgauer Rebberge führt an Pfyn vorbei bis zum Fuss des Ottenberger Südhangs bei Weinfelden.
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